| Jugendkirche ist 'jugendsensible Kirche' ! |
| Geschrieben von pierre roh / PT | |
| Mittwoch, 3. Februar 2010 | |
Erwachsene sollten nicht nur auf die Erneuerung der Kirche hoffen, sondern auch durch die Unterstützung jugendlicher Mitbestimmungs-, Gestaltungs- und Erfahrungsräume aktiv werden! Dazu braucht es eine Kirche, die junge Menschen als Teil der Kirche ernst nimmt, für Jugend Raum schafft und Raum lässt und den Fokus, wenn es um Jugend geht, nicht auf einseitige Belehrung von Jugendlichen legt. Wenn die Frage gestellt wird, wie es mit Kirche weitergehen soll, dann will diese verstärkt "Auf Jugend bauen". Der Rat der EKD hat am heutigen Mittwoch eine Handreichung mit dem Titel „Kirche und Jugend“ veröffentlicht. Er nimmt sich damit in dieser Form erstmalig eines Themas an, das wie für jede Institution so auch für die Kirche von grosser Tragweite ist.„Junge Menschen müssen in einem Prozess ständiger Wandlungen ihre Identität finden. Sie suchen dabei nach Orientierungen, um Perspektiven für ein eigenes Leben zu entwickeln, und nach Antworten auf ganz unterschiedliche Fragen. Es geht dabei immer auch um Werte und Lebenssinn, und damit eben immer auch um religiöse Fragen“, erläutert die Vorsitzende des Rates der EKD, Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann, im Vorwort der Handreichung und fährt fort: „Mit Jugendlichen diesen Gesprächsfaden der existentiellen Fragen aufzunehmen und sie dabei nicht nur als suchende, sondern auch als inspirierte Personen ernst zu nehmen, kann für alle Beteiligten ganz neue Zugänge zu eigenem Fragen und Suchen eröffnen.“ Am Verhältnis der Kirche zur heranwachsenden Generation entscheiden sich in einer Gesellschaft, in der eine christliche Sozialisation keine Selbstverständlichkeit mehr darstellt, die Gegenwart wie die Zukunft der Kirche. Wenn es der Kirche nicht gelingt, der nachwachsenden Generation immer wieder Zugänge zur Botschaft des Evangeliums zu eröffnen, wird sie auf Dauer in ihrer eigenen Existenz gefährdet. Aus dem Verhältnis der Kirche zur heranwachsenden Generation können und sollen sich aber auch Perspektiven für die Gegenwart wie die Zukunft jedes einzelnen Jugendlichen ergeben. Dabei geht es darum, den Zuspruch und den Anspruch der Botschaft des Evangeliums mit jugendlichen Lebenswelten zu verschränken.
- den Auftrag und die Aufgaben der Kirche in diesem Bereich klären und ins Bewusstsein holen, - Anregungen für die Strukturierung kirchlichen Handelns geben und - sinnvolle Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.
Die Handreichung „Kirche und Jugend. Lebenslagen – Begegnungsfelder Perspektiven“ wurde noch in der Amtsperiode des vorigen Rates von der Kammer der EKD für Bildung und Erziehung, Kinder und Jugend erarbeitet, der namhafte Experten aus Kirche, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft angehören. Sie ist erschienen im Gütersloher Verlagshaus, 2010, ISBN 978-3-579-05961-7, hat 96 Seiten und kann zum Preis von 4,95 € über den Buchhandel bezogen werden. Ja zur Jugendkirche - wenn sie gut gemacht ist 1 Die Handreichung „Kirche und Jugend. Lebenslagen – Begegnungsfelder – Perspektiven“ als pdf-Datei
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