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Wer kennt sie nicht, die grossen Helden der Comic-Serien? Tarzan, Superman, Batman und Asterix sind längst Kultfiguren geworden, seit vielen Jahrzehnten schon begeistern sie eine riesige Fan-Gemeinde mit ihren immer wieder irrwitzigen Abenteuern. Kaum jemand, der nicht schon einmal in seiner Jugend einen dieser Comics gelesen oder einen Film dieser Comic-Grössen gesehen hat.
Die erste öffentliche Projektion eines Films der Gebrüder Lumière in Paris und damit die Geburt des Kinos ereignete sich nur wenige Wochen vor der Veröffentlichung des ersten Comics "The Yellow Kid" in der Zeitschrift "New York World" im Februar 1896, sieht man vom "Vater" aller Comics, Wilhelm Busch, einmal ab. Kurze Zeit später begann wohl die beispiellose Erfolgsstory der beiden neuen visuellen Ausdrucksmittel. Kino und Comic wurden in ihrer mittlerweile mehr als hundertjährigen Geschichte nicht nur zu äusserst beliebten Unterhaltungsgenres, mit denen ein Massenpublikum erreicht werden konnte, sie entwickelten auch untereinander bald eine intensive und anregende Beziehung.
In Amerika realisierten Filmemacher dies schon in den 40er-Jahren, als die Heftchen-Abenteuer von "Batman" (1943) und der feministisch inspirierten Reporterin "Brenda Starr" (1945) erstmals mit Schauspielern fürs Kino umgesetzt wurden. Es dauerte danach einige Zeit, in der die gezeichneten Helden vor allem im Fernsehen bei den Kindern erfolgreich waren - bis diese erwachsen wurden und ihre Idole auch auf der Kinoleinwand sehen wollten. Comic-Verfilmungen sind selbstverständlich auch der Traum jedes Marketingstrategen: ein Held samt Logo von höchstem Wiedererkennungswert, unendliche Vermarktungsmöglichkeiten - und im günstigen Fall eine weltweite Fangemeinde, die man gleichsetzen darf mit zahlenden Kinozuschauer, und irgendwann gingen Comiczeichnungen und Kinobilder eine unwiderbringliche Symbiose ein - obwohl sie ja eigentlich ganz unterschiedlich sind - dennoch: Realverfilmungen der Comics sind der neueste Trend der wachstumsorientierten Kinobranche. Comic Real Diese Filme sind deshalb auch immer wieder in den Vorstellungen der kommerziellen und nichtkommerziellen Spielstätten zu sehen - aber erst mit der aufkeimenden Digitaltechnik konnten sich Realverfilmungen von Comics glaubhaft und mit Breitenwirkung einem grösseren Publikum erschliessen. Dabei handelt es sich bei den ausgewählten Figuren nahezu ausschliesslich um solche, die zuerst als gezeichnete Figuren existierten und dann in Realfilmen umgesetzt wurden - lediglich "Tarzan" und "Conan" existierten zuerst als Romanfiguren, bevor sie in Comic- und Kinoformat übertragen wurden sowie "Super mario" und "Lara Croft", um die erfolgreichsten der Mehrverwertung zu nennen, die zuerst die Spielekonsolen Jugendlicher eroberten.
Nach ersten Adaptionen in den 40ern wurde der Trend erst durch "Super-" und "Batman" und danach durch "Men in Black" wiederbelebt. "Superman" (1978) bereitete als einer der ersten Kassenschlager das Feld, doch es brauchte noch ein paar Flops ("Popeye" 1981, "Howard, die Ente" 1986), ehe mit Tim Burton als Rgisseur und/oder Produzent "Batman" (1989) und dessen Folgefilmen die grosse Kino-Ära der Superhelden aus dem Reich der Comics anbrach, obwohl bei vielen Comicverfilmungen sich auch heute noch alles um Heldenfiguren in engem Dress oder Flatterkostümen dreht.
Im Folgenden eine Stellungnahme von Warner "Wir werden zwar keine spezifischen Einzelheiten der Meetings veröffentlichen, doch wir suchen immer nach Möglichkeiten, die DC-Charaktere bestmöglich zu nutzen. DC ist für Warner Bros. unglaublich wertvoll und spielt eine wichtige Rolle für das gesamte Studio mit seinen Franchise-Möglichkeiten für sämtliche Medien." Vor allem die Ikonen aus dem Universum des Marvel-Verlags holten inzwischen gegenüber ihren Warner/DC-Konkurrenten (Batman, Superman) auf: "Spider-Man"avancierte 2002 zum größten Comic-Hit und zugleich acht-erfolgreichsten Film aller Zeiten. Und zusammen mit "Blade", "X-Men", "Daredevil", Ironman" und nun "Hulk" markieren die Marvel-Helden einen der kommerziell einträglichsten Filmtrends, die es je gab, gefolgt von Verfilmungen anderer Verlage wie "Dark Knight" (Kinostart 28. August 2008), "Watchman" (2009), "Tim und Struppi" (2010). 
Iron Man
Seitdem Comic-Verfilmungen ihren weltumspannenden Siegeszug angetreten haben und Superhelden das Geschehen an den Kinokassen massgeblich mitbestimmen, hat sich der Fundus des ehemaligen "Nerd-Labels" Marvel zu einer wahren Goldgrube für Hollywood-Produzenten entwickelt. Nach und nach wird das über 5.000 Figuren umfassende Universum der Marvel Entertainment, Inc. ausgeschlachtet und die einzelnen Franchises gewinnbringend auf die Leinwand geworfen.
Acht Mal in Folge sind Filme, die auf Marvel-Charakteren basieren, auf Platz 1 der US-Box-Office-Charts eingestiegen, insgesamt spielten diese Werke seit 1998 weltweit mehr als 4,9 Milliarden Dollar ein. Nun haben die Manager bei Marvel realisiert, dass sie für die Verfilmungen ihrer Comics nicht mehr zwingend auf starke Partner angewiesen sind - immerhin konnten bisher Fox (X-Men), Sony (Spider-Man) und Constantin (Fantastic Four) den Grossteil des Profits für sich verbuchen.
So gab Marvel 2007 grünes Licht für zehn eigenfinanzierte Eventmovies: Den Anfang machten in diesem Jahr "Iron Man" und "The Incredible Hulk", "Captain America", "Thor" und "Ant-Man" werden in absehbarer Zeit folgen. Welche Auswirkungen hat dieses Marvel-Solo für den gemeinen Kinobesucher? Legt man der Beurteilung allein Jon Favreaus "Iron Man" zu Grunde, fällt die Antwort auf diese Frage nicht sonderlich schwer: nur gute!
Mit ihrer ersten eigenproduzierten Comic-Verfilmung hatten die Marvel Studios gleich einen veritablen Start. Der selbstironische Eisenmann ist nämlich nicht nur der bisher mit Abstand beste Blockbuster der Sommersaison 2008, sondern entpuppte sich mit einem Einspielergebnis von mehr als 300 Millionen Dollar auch als wahrer Kassenknüller.
Multimilliardär Tony Stark (Robert Downey Jr.) ist ein genialer Geist, der sein Vermögen mit der Entwicklung der modernsten und schlagkräftigsten Waffensysteme gemacht hat. Stark ist aber auch ein egozentrischer Playboy, dessen Privatjet mit strippenden Stewardessen bestückt ist und der seine lästig gewordenen One-Night-Stands von seiner ergebenen Assistentin Virginia "Pepper" Potts (Gwyneth Paltrow) mehr oder weniger höflich hinausbefördern lässt.
Als er in Afghanistan ein neuartiges Raketensystem vorstellt, wird Stark von Rebellen entführt. In einer Höhle soll er für die Terroristen eine seiner Raketen nachbauen. Doch Stark denkt gar nicht daran, den Feind mit seiner Technologie zu versorgen. Stattdessen bastelt er an einer eisernen High-Tech-Rüstung, mit deren Hilfe er seinem Gefängnis entkommt und mehr schlecht als recht in die Lüfte geht.
Obwohl er es ohne bedeutende Blessuren zurück auf amerikanischen Boden schafft, meldet sich nun sein Gewissen zu Wort. Starks neue Erfahrungen haben ihn gelehrt, dass sein bisheriger Lebensweg der falsche war. Auf einer eilig einberufenen Pressekonferenz verkündet der geläuterte Firmenmogul, dass sein Unternehmen die Produktion von Waffen sofort einstellen wird. Der Aktienkurs von Stark Enterprises fällt ins Bodenlose.
Sein zwielichtiger Geschäftspartner Obadiah Stane (Jeff Bridges) setzt alles daran, Stark möglichst schnell für unzurechnungsfähig erklären zu lassen, um ihn so aus dem Konzern ausschliessen zu können, und da sind ja auch noch die bösen Afghanen, die den Plot vorantreiben.
Der Widerspruch von alltäglich anmutenden Schreckensbildern, wie wir sie andauernd in den Nachrichten sehen, und Iron Man, der die Terroristen in Slapstick-Manier vermöbelt, deutet darauf hin, dass damit eine Erwartungshaltung befriedigt werden sollte, und der regieführende Schauspieler Jon Favreau ("Made", Buddy - Der Weihnachtself, Zathura) tut gut daran, die Charakterzeichnung stärker als bei anderen Megaprojekten dieses Genres in den Vordergrund zu stellen. Dass die Computereffekte selbstredend auf dem neuesten Stand sind, muss man bei einem Film dieser Grössenordnung wohl kaum mehr extra herausstellen.
Der unglaubliche Hulk Regie: Louis Leterrier, USA 2008
Bereits 2003 drehte Ang Lee für Universal Pictures eine Blockbuster-Version von Hulk. Der Film mit seinem für viele Zuschauer zu grünen Protagonisten, der wie ein wildgewordener Flummi durch die Szenerie hopste, wurde von nahezu allen Seiten angefeindet. Deshalb verzichtete das Studio auch trotz eines passablen Kassenerfolgs (Hulk spielte in den USA 132 Millionen Dollar ein, weltweit 245 Millionen) darauf, selbst eine Fortsetzung in Angriff zu nehmen.
Mittlerweile sind die Rechte an der Figur an die Marvel Studios zurückgefallen, weshalb nun das legendäre Comic-Label selbst einen neuen, vom Vorgänger komplett unabhängigen Leinwand-Anlauf unternommen hat - mit dem französischen Actionmacher Louis Leterrier (The Transporter, Unleashed, Transporter - The Mission) am Regie-Ruder.
Die Erwartungen an Marvels zweiten Streich waren nach dem Erfolg von "Iron Man" sehr hoch angesetzt. Daher war fast schon damit zu rechnen, dass der grüne Choleriker daran nicht heranreichen würde. Aber statt dem erwarteten Fazit: "Kommt nicht ganz an den überragenden Iron Man heran!" reichte es leiglich für ein: "Belanglose Comic-Verfilmung nach gewohntem Strickmuster!"
Ein Fehlschlag, der sich am ehesten damit erklären lässt, dass Regisseur, Drehbuchautor und die "Marvels" an unterschiedlichen Strängen ziehen. So erweist sich das US-Box-Office in diesem Fall ausnahmsweise mal als zuverlässiger Qualitätsindikator: "Der unglaubliche Hulk hat mit 55 Millionen Dollar am Eröffnungswochenende nur etwas mehr als die Hälfte von Iron Man eingespielt - und ist eben auch nur halb so gut!" Ach was, der Film ist einfach nur grüne Grütze - kann locker mit einem lapidaren Jodler erledigt werden (siehe Tim Burtons "Mars Attack").
Vor fünf Jahren wurde der Wissenschaftler Bruce Banner (Edward Norton) bei einem geheimen biochemischen Experiment radioaktiv verstrahlt. Seitdem verwandelt er sich, wann immer sein Puls die Marke von 200 Schlägen pro Minute übersteigt, in das grüne Monster Hulk, das in seiner näheren Umgebung alles kurz und klein schlägt. Weil General "Thunderbolt" Ross (William Hurt) Hulks Kräfte für militärische Zwecke ausschlachten wollte, floh Banner nach Brasilien, wo er seitdem an Entspannungstechniken arbeitet und in einer Limonaden-Fabrik schuftet.
Durch einen unglücklichen Zufall stösst das US-Militär jedoch auf die Spur des Flüchtigen. Banner muss erneut abhauen und schleicht sich zurück in die USA, wo er mit der Unterstützung von Ross‘ Tochter Betty (Liv Tyler) nach einer Kur für seinen Zustand forschen will. Doch Ross lässt nicht locker. Er hetzt die versammelte US-Kriegsmaschinerie auf den grünen Muskelprotz. Als auch dies nicht dabei hilft, Hulk zu stoppen, setzt sich der kampfbesessene Marine Emil Blonsky (Tim Roth, Pulp Fiction, Jugend ohne Jugend, Funny Games U.S.) freiwillig ähnlichen Experimenten wie einst Banner aus, in deren Folge er zur zerstörerischen Bestie Abomination mutiert und New York attackiert.
Sicherlich hätte man "Der unglaubliche Hulk" als durchschnittliche Comic-Action durchwinken können, wäre da nicht die letzte Szene des Films, in der Robert Downey Jr. alias Tony Stark die Szenerie betritt. Ab hier ist ein Vergleich der beiden Marvel-Filme endgültig unausweichlich - und dabei zieht "Hulk" so eindeutig den Kürzeren, dass man sich ernstlich fragt, warum man sich gerade diese 08/15-Ware und nicht einfach nochmal Iron Man antut. Asterix bei den Olympischen Spielen Regie: Frédéric Forestier und Thomas Langmann, Frankreich 2008
Beim Teutates! Zusammen weit mehr als fünf Millionen Anhänger der erfolgreichsten französischen Comic-Serie aller Zeiten haben sich über die beiden Live-Action-Vorgänger amüsiert, mit denen sich Europa international an der Kinokasse behaupten konnte.
Dereinst schlugen Asterix und sein treuer Freund Obelix in "Asterix und Obelix gegen Caesar" eine Schneise in die römischen Besatzungskräfte, legten sich 1998 mit Roms mächtigem Imperator Caesar an und verteidigten das Geheimnis ihres Zaubertrankschöpfers Miraculix.
2002 bereisten "Asterix und Obelix: Mission Kleopatra" Ägypten, um der verführerischen Cleopatra zu erliegen und sich am Bau der Pyramiden zu beteiligen. Ein weiteres Wunder darf man also erwarten, und da die Dorfbewohner so sportlich veranlagt sind, bietet ihnen die Antike ein ideales Mekka: Olympia!
Nachdem sie und ordentlich die Kassen klingeln liessen, treten Asterix und Obelix zum nunmehr dritten Mal in einer Realverfilmung auf der Leinwand auf. Mit "Asterix bei den Olympischen Spielen" haben die beiden Regisseure Frédéric Forestier und Thomas Langmann einen der beliebtesten und besten Asterix-Bände verfilmt. In die Rolle von Christian Clavier als kleiner Gallier schlüpfte Frankreichs neuer Shooting-Star Clovis Cornillac ("Mathilde - Eine grosse Liebe"), während Kinolegende Gérard Depardieu ("Die Frau nebenan", 1492 - Die Eroberung des Paradieses) gewohnt zuverlässig den Part des dicken Hünen Obelix ausfüllt.
Komplettiert wird das weltberühmte Buddy-Duo nur noch durch ihr zierliches Maskottchen Idefix und Schauspiellegende Alain Delon schlüpft in die Rolle des Caesar ("Caesar altert nicht. Er reift."). Die europäische Big-Budget-Produktion betreibt einen immensen Aufwand, um ihre Hollywood-mässigen Effekte zur Schau zu stellen. Es sind aber auch die Anspielungen auf das aktuelle Zeitgeschehen, die zu gefallen wissen.
Der römische Folterknecht etwa nennt sich Guantanamos, die Athleten werden auf Antrag einem Dopingtest unterzogen und in Olympia herrscht aufgrund der Anwesenheit Caesars Terrorgefahr ("Verdächtige Vögel werden abgeschossen"). Auch einige Kurzauftritte prominenter Menschen sind gelungen, beispielweise wenn Zinedine Zidane einen Kopfstoss verteilen darf oder Michael Schumacher beim Wagenrennen in Ferrari-rotem Gefährt auftaucht.
Doch den Schauspielern gelingt es letztendlich nicht (lediglich Gérard Depardieu, der einfach zu Obelix passt, und Alain Delon vermag dies zu gelingen), den Funken zum Publikum überspringen zu lassen - vielmehr verkümmern sie an ihren schwachen Rollen. So ergeht es auch Michael "Bully" Herbig (Der Schuh des Manitu, TRaumschiff Surprise - Periode 1), dem Deutschen auf der Besetzungsliste.
Die Geschichte nimmt ihren Anfang, als der Gallier Romantix (Stéphane Rousseau aus "Invasion der Barbaren") in leidenschaftlicher Liebe zu Prinzessin Irina (Vanessa Hessler) nach Griechenland reist, mit dem fest gefassten Entschluss im Herzen diese zu ehelichen. Dort angekommen, muss er feststellen, dass bereits Caesars Sohn Brutus (Benoît Poelvoorde) in die hübsche Prinzessin verguckt ist - und dieser hat als Spross des römischen Imperators natürlich klar die besseren Karten, rein politisch versteht sich.
Doch da die Prinzessin viel eher an Romantix interessiert ist, macht sie einen Vorschlag: Wer die bevor stehenden Olympischen Spiele gewinnt, soll ihr Mann werden. Zurück in der Heimat erzählt Romantix den Leuten aus seinem Dorf von der Sache, woraufhin Asterix und Obelix sich dazu bereit erklären, an den Spielen teilzunehmen - mit dem Zaubertrank-brauenden Druiden Miraculix im Gepäck kann ja nichts schief gehen.
Denkt man. Da den Galliern der Zaubertrank als Doping angerechnet wird, müssen diese sich jetzt ohne Hilfsmittel durch den Wettbewerb kämpfen. Und als ob das noch nicht genug wäre, sorgt der fiese, mit einem Minderwertigkeitskomplex gesegnete Brutus für reichlich Stolperfallen.
Schon die Inszenierung des Reisewegs Romantix‘ nach Griechenland macht unmissverständlich deutlich, mit welchen stilistischen Mitteln der Film arbeitet: Imposante Kamerafahrten, ein orchestraler Score und spektakuläre Kulissen geben den Ton an - und selbstverständlich ist der Grossteil des Films mit Spezialeffekten geliftet.
Das dritte Live-Action-Abenteuer von Asterix dem Gallier hat rekordverdächtige 78 Millionen Euro verschlungen und bietet von der Besetzung und der technischen Ausstattung her gesehen nur das Beste für sein Geld. An Aufwand, Ausstattung und Stars kann sich derzeit keine kontinentale Produktion mit dieser Trilogie messen, und das sieht man dem Spass im Geiste von René Goscinny und Albert Uderzo an. Wieder trifft die Allianz aus subtilem satirischem Humor und buntem Klamauk den richtigen Ton, der die Comics quer durch alle Altersschichten zum Riesenerfolg machte. Und an den Nebenrollen und Gastauftritten kann man sich ohnehin nicht satt sehen - und gut terminiert ist die DVD-Veröffentlichung allemal: Die Olympischen Spiele beginnen in China in wenigen Tagen! Dark Knight Regie: Christopher Nolans, USA 2008, Deutschlandstart: 21. August 2008
In der Fortsetzung des Action-Hits "Batman Begins" spielt Christian Bale unter Christopher Nolans Regie wieder die Rolle des Batman/Bruce Wayne, der nach wie vor gegen das Böse kämpft. Unterstützt von Lieutenant Jim Gordon und Staatsanwalt Harvey Dent setzt Batman sein Vorhaben fort, das organisierte Verbrechen in Gotham endgültig zu zerschlagen. Doch das schlagkräftige Dreiergespann sieht sich bald einem genialen, immer mächtiger werdenden Kriminellen gegenübergestellt, der als Joker bekannt ist: Er stürzt Gotham in ein anarchisches Chaos und zwingt den Dunklen Ritter immer näher an die Grenze zwischen Gerechtigkeit und Rache.
Oscar-Kandidat Heath Ledger (Brokeback Mountain) ist als Batmans Erzfeind Joker zu sehen, und Aaron Eckhart spielt Staatsanwalt Harvey Dent. Maggie Gyllenhaal übernimmt die Rolle der Rachel Dawes. Wie schon in „Batman Begins“ dabei sind Gary Oldman als Lieutenant Jim Gordon; Oscar-Preisträger Michael Caine (Gottes Werk und Teufels Beitrag) als Alfred; und Oscar-Preisträger Morgan Freeman (Million Dollar Baby) als Lucius Fox.
Nach dem unbestreitbaren Erfolg von "Batman Begins" war ein weiterer Film nur eine Frage der Zeit. Bereits Anfang 2006 kamen Gerüchte über eine Fortsetzung auf und es hiess, David Goyer und Christopher Nolan hätten eine "Roadmap" für die nächsten zwei Filme ausgearbeitet. Ziemlich früh wurde bekannt, dass der Joker im zweiten Nolan-Film mitspielen wird und die Zeit bis zur Bekanntgabe des Schauspielers war von Spekulationen geradewegs durchzogen.
Am 31. Juli 2007 wurde dann offiziell von Warner Bros. der nächste Batman Film "The Dark Knight" angekündigt. Christian Bale kehrt als Batman zurück und Heath Ledger spielt seinen Erzfeind, den Joker. Das Drehbuch schrieben Christopher und Jonathan Nolan, nach einer Story von David Goyer. Der Titel "The Dark Knight" (Der dunkle Ritter) ist Batmans Beititel aus der Comicwelt und seit Jahrzehnten ein unverwechselbares Synonym für den Charakter. Gleichzeitig zeichnet sich mit diesem Titel eine Wende in der Geschichte der Batman-Filme ab. Es ist der erste Film, der ohne das Wort Batman im Filmtitel an den Kinostart geht.
Eines ist sicher - das neue Batman-Abenteuer wird überaus erfolgreich werden. "The Dark Knight" unter der Regie von Christopher Nolan hatte schon vor dem US-Kinostart ein wahres Batman-Fieber ausgelöst, und auch ein tragisches ereignis forciert den Run auf die Kinokassen: Der 28 Jahre alte Schauspieler war im Januar in seiner New Yorker Wohnung an einer Überdosis verschreibungspflichtiger Medikamente gestorben. Die Kritiker waren vor allem vom Auftritt Ledgers als furchteinflössender "Joker" begeistert, das heizt das Geschäft zusätzlich an. Die Nachfrage war so gross, dass im Internet Kinokarten bis zu 150 Dollar gehandelt wurden.
Batman ist somit der Erfolgreichste - zumindest wenn man nach den Einspielergebnissen am Premierenwochenende geht. Da hat "The Dark Knight", das sechste Abenteuer des Superhelden, nämlich nach vorläufigen Studioangaben an den ersten drei Tagen 155,3 Millionen Dollar in die Kinokassen gebracht. Und damit überflügelten Christian Bale im Fledermauskostüm und der im Januar verestorbene Heath Ledger als Bösewicht "Joker" ihre Superhelden-Konkurrenz "Spider-Man 3" haushoch. Dessen dritte Folge im Mai vergangenen Jahres galt mit 151,1 Millionen Dollar als die bisher lukrativste Premiere. DRAGONBALL Regie: James Wong, USA 2009
"Dragon Ball" ist mit inzwischen über 200 Millionen verkauften Büchern die erfolgreichste Comic-Serie der Welt. Die an die alte chinesische Legende vom Affenkönig angelehnte Geschichte um den kleinen Son-Goku, der sich auf die Suche noch den sieben Drachenkugeln macht, startete im November 1984 in dem japanischen Magazin "Shonen Jump" und wurde wegen ihres enormen Erfolges bis zum Juni 1995 fortgeführt ... .
Die von Toli Animation produzierte TV-Serie "Dragon Ball" (1986) hat alle Rekorde der Comic-Geschichte gebrochen. Zusammen mit den Nachfolgern "Dragon Ball Z" (1989) und "Dragon Ball GT" (1996) gibt es 500 Anime-Episoden und unzählige Fanartikel. Alleine im Bereich Merchandising machte sie bislang über drei Milliarden Dollar Umsatz. Dabei basieren nur "Dragon Ball" und "Dragon Ball Z" auf dem Manga von Akira Toriyama.
Bereits 1989 entstand in Hong Kong unter dem Titel "Xin Qi Long Zhu Shenlong De Fu Shou (Dragonball - The Magic Begins)" eine "Dragonball"-Realverfilmung, die, allerdings ganz auf den asiatischen Markt zugeschnitten, sang- und klanglos am Kinopublikum vorüberging. Nach all den Jahren des Wartens wird nun endlich die geplante US-Realverfilmung realisiert.
Produzent ist Stephen Chow, bekannt durch seine Regiearbeit bei "Shaolin Soccer" und "Kung Fu Hustle". Der Regisseur von "Final Destination", "The One" und "The X-Files", James Wong, wird in der Realverfilmung nicht nur Regie führen, sondern auch für das Drehbuch verantwortlich sein. Es handelt sich dabei um die Adaptation des von Akira Toriyama erschaffenen Mangas "Dragon Ball", der von 1984 bis 1995 im wöchentlich erscheinenden Manga-Magazin Shõnen Jump abgedruckt wurde. Die Geschichte handelt von einem Alien, das auf die Erde gesendet wird, um sie zu zerstören. Das Alien hat jedoch einen Sinneswandel und hilft von da an den Menschen auf der Erde gegen andere Alien und böse Buben zu kämpfen.
DRAGONBALL EVOLUTION, wie der Film heissen wird, erzählt von der abenteuerlichen Suche des jungen Goku nach den sagenumwobenen sieben Dragonballs. Die magischen Dragonballs bewahren eine unterschiedliche Anzahl an Sternen in ihrem Inneren und sind weit verstreut. Demjenigen jedoch, dem es gelingt, alle sieben Dragonballs zusammenzuführen, erscheint der heilige Drache Shenlong, der ihm einen Wunsch erfüllt.
Goku erhält eines Tages von seinem Grossvater Gohan , der ihn schon seit Jahren in der Kampfkunst unterweist, einen Dragonball geschenkt. Während er am selben Abend die Feier der attraktiven Chi Chi besucht, in die er heimlich verliebt ist, wird das Haus des Grossvaters von dem mächtigen Lord Piccolo und dessen Komplizin Mai angegriffen. Sie sind auf der Suche nach Gohans Dragonball und ahnen nicht, dass Goku ihn bei sich trägt.
Als Goku nach Hause kommt, findet er den sterbenden Grossvater vor, der ihm kurz vor seinem Tode ein Versprechen abringt: Goku soll sich auf die Suche nach Meister Roshi machen und mit ihm gemeinsam die verbliebenen sechs Dragonballs finden. Das muss allerdings noch vor der nahenden Sonnenfinsternis passieren, denn sonst werden die Mächte des Bösen sich durchsetzen und den Plan ihrer Weltherrschaft realisieren.
Goku macht sich auf die Suche nach Meister Roshi. Als er ihn endlich findet, erkennt dieser an Gokus Kampfstil schnell, dass er ein Schüler des alten Gohan gewesen sein muss. Er unterweist Goku im Drachentempel in die Kunst des richtigen Umgangs mit der Energie der drei Elemente Luft, Feuer und Wasser.
Zu ihnen stossen die kluge Kämpferin Bulma und die starke Chi Chi und gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach den Dragonballs. Sie müssen sich beeilen, denn auch der böse Lord Piccolo will alle sieben Dragonballs finden, um die Erde zu zerstören.
Die Rolle des Goku übernimmt Justin Chatwin ("Krieg der Welten") und Bösewicht Piccolo wird von James Marsters (u.a. "Buffy") verkörpert... Jamie Chung (u.a. "Samurai Girl") spielt Chi Chi und Chow Yun Fat (u.a. "Tiger & Dragon") den Meister Muten Roshi. Daneben wird Emmy Rossum als Bulma, Joon Park als Yamcha, Eriko Tamura als Mai, und Randall Duk Kim als Grossvater Gohan zu sehen sein. ... Der deutsche Filmstart ist - nach einer Terminverschiebung - für den 9. April 2009 anvisiert... Comic-Serie "Tim und Struppi" gewürdigt
Aus Anlass des 80. Jahrstages des Starts der Comic-Serie "Tim und Struppi" hat die Vatikanzeitung "Osservatore Romano" am Wochenende die Kreation und ihren Schöpfer, den Belgier Georges Remi alias Hergé, gewürdigt.
In dem Text heisst es, Tim sei ein "ein klassisch-reiner Held". Er sei "leidenschaftlich, mutig, höflich und grossmütig". Er sei ein Held, der so sei, "wie alle sein möchten, und ein Freund, wie ihn jeder haben möchte".
"Tim und Struppi" ist eine der bekanntesten und bedeutendsten europäischen Comic-Serien. Hergé schrieb und zeichnete die humoristischen Abenteuercomics von 1929 bis zum Ende seines Lebens. Der Held der Geschichten ist der junge belgische Reporter Tim, der um die ganze Welt reist und in haarsträubende Abenteuergeschichten verwickelt wird.
Die Comicfigur wurde am 10. Januar 1929 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Hergé, ein tiefgläubiger Katholik, war damals verantwortlicher Redaktor für die Kinderseite der Brüsseler katholischen Tageszeiung "Le Vingtième Siecle". In dem Blatt erblickten auch die Figuren von Tim (Tintin) und Struppi (Milou) im Januar 1929 das Licht der Öffentlichkeit.
Es entstanden insgesamt 23 Comic-Alben. Einen 24. Band mit dem Titel "Tim und die Alphakunst" konnte Hergé bis zu seinem Tod nicht mehr fertigstellen. Von der Serie wurden weltweit mehr als 200 Millionen Hefte verkauft. Die Comics inspirierten viele Künstler, darunter den Regisseur Steven Spielberg und den Maler Andy Warhol.
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