In Zukunft sollen beispielsweise regelmässig und bundesweit Schwerpunktkontrollen durchgeführt werden. Zugleich plant man einen Bussgeldkatalog für die Missachtung des Jugendschutzgesetzes, mit dem man ausserdem die Allgemeinheit weiter für dieses Thema sensibilisieren möchte.
Bund, Länder und Kommunen wollen ausserdem ihre Öffentlichkeitsarbeit weiter ausbauen, dazu zählt unter anderem die Kampagne "Jugendschutz: Wir halten uns dran!". Für Mitarbeiter von Unternehmen sollen zu diesem Zweck spezielle Schulungsvideos produziert werden.
Von der Leyens Vorschlag zu einer deutlicheren Alterskennzeichnung fand ebenfalls Zuspruch. Darüber hinaus würde man gerne für die Einführung eines Kassensystems werben, das mit einem deutlichen Signal zeigt, wenn jugendschutzrelevante Produkte (Alkohol, Zigaretten, Spiele, Filme) erfasst werden.
"Die meisten Einzelhändler, Gewerbetreibenden und Veranstalter haben den Jugendschutz im Blick", erklärt Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, "doch es gibt immer noch zu viele, die Gesetze missachten oder umgehen, sie müssen wir packen."

Die Jugendschutzbeauftragten von ARD und ZDF haben die Weichen für eine gross angelegte Tagung zum Thema Jugendmedienschutz gestellt. Gemeinsam mit der evangelischen und katholischen Kirche werden im April 2008 rund 500 Fachleute in Erfurt die Herausforderungen der neuen Medienwelt für den Jugendschutz erörtern. Eingeladen sind die Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit, Ursula von der Leyen, und die evangelische Bischöfin Dr. Margot Kässmann.
Auf ihrem Treffen unter der neuen Vorsitzenden Carola Witt (NDR) unterstrichen die Beauftragten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten den hohen Stellenwert des präventiven Jugendschutzes. Anlässlich der zeitgleichen Freischaltung des Internet-Angebots der Initiative "Ein Netz für Kinder" verwiesen die Jugendschützer darauf, dass wirkungsvolle Mechanismen im Internet und bei anderen elektronischen Medienangeboten kaum noch greifen und deshalb der präventive Jugendschutz gestärkt werden müsse.
Zufrieden sind die Jugendschutzbeauftragten mit dem Abschlussbericht des Hans-Bredow-Instituts, das im Auftrag der Länder und des Bundes den Jugendmedienschutz überprüft hat. In dem Bericht wird die Trennung der Kontrollsysteme zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Anbietern als "funktional gut begründet" bezeichnet.