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Freitag, 3. September 2010
Jugendkirche am Ball PDF Drucken
Geschrieben von pierre roh   
Freitag, 30. November 2007


 
Christen aus Kirchen und Freikirchen beider Veranstaltungsländer, Österreich und der Schweiz, haben sich unter dem Motto "Kirche 08" zusammengetan und beteiligen sich am Rahmenprogramm der Fussball-Europameisterschaft im kommenden Jahr in Österreich und der Schweiz. Bei einer Pressekonferenz in Wien betonten Kirchenvertreter die Parallelen zwischen Sport und Glauben. "Teamgeist ist eine hohe menschliche Fähigkeit, ein Erlebnis dessen, wie man als Mensch mit anderen Menschen kommunizieren kann." Das sagte der Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich, Bischof Mag - und auf einer Medienkonferenz in Basel haben die Kirchen in der Schweiz in diesem Monat ihr Engagement anlässlich der EURO 2008 vorgestellt. Kirchen aus Österreich und der Schweiz werden die Euro 2008 mit zahlreichen Aktionen spirituell begleiten. So findet in Basel die Eröffnungs- und in Wien ein Abschlussgottesdienst statt, der dann zugleich Auftakt für ein "Fest des Glaubens" werden soll, wie der EURO 08-Beauftragte der Österreichischen Bischofskonferenz, der Wiener Pastoralamtsleiter Michael Scharf, erläuterte.
 
 
Kirche 08 - am Ball seit 2008 Jahren
 
 
"Die Christen Österreichs begrüssen die Mannschaften und die Besucher der Euro 08 und möchten dazu beitragen, dass diese Spiele zu einem Fest des Friedens und der Verständigung werden", so der Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) und evangelisch-lutherische Bischof Herwig Sturm.

Fussball-Europameisterschaften sind nach den Olympischen Sommerspielen und Fussball-Weltmeisterschaften die drittgrösste Sportveranstaltung der Welt. Kein Wunder, dass bereits Monate vor Beginn des Spektakels in Österreich und der Schweiz die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen.

Die christlichen Kirchen der Schweiz und Österreichs wollen ihren Teil dazu beitragen, dass die Fussball-Europameisterschaft 2008 "nicht nur ein gelungenes sportliches Gegeneinander, sondern auch ein gelungenes menschliches Miteinander" wird. Sind die Kirchen doch laut eigenem Verständnis bei den Menschen "seit 2008 Jahren am Ball".

"Kirche 08. Am Ball - seit 2008 Jahren" - unter diesem Motto werden die Kirchen und ihre Projekte in der Schweiz und in Österreich während der Euro 08 erscheinen. Sie wollen binational und ökumenisch Fans wie Spieler begleiten und mithelfen, damit das Turnier zu einem gelungenen Fest der Begegnung wird.

Auf einer gemeinsamen Medienkonferenz stellten dieser Tage der Schweizerische Evangelische Kirchenbund und die Schweizer Bischofskonferenz das Projekt Kirche 08 vor. An allen acht Austragungsorten von Fussballspielen in Österreich und der Schweiz werden die Kirchen mit speziellen Projekten präsent sein.

Es sollen auch länderübergreifende Aktionen durchgeführt werden und natürlich sind auch die Jugendkirchen mit geeigneten Projekten präsent, die teilweise schon am Start sind, oder zumindest in der entscheidenden Phase der Planung.

Die Kirche kann mit ihrer Erfahrung mithelfen, dass die Euro 08 nicht nur ein gelungenes sportliches Gegeneinander, sondern auch ein gelungenes menschliches Miteinander werde. Dies sagte der Präsident des Rates SEK, Thomas Wipf, zu Beginn der Medienkonferenz.

"Bei den Menschen sind wir Kirchen seit 2008 Jahren am Ball", so Wipf. Es geht darum, mit den Menschen die Fussballbegeisterung zu teilen, aber auch offen zu sein für ihre existenziellen und sozialen Bedürfnisse. Es gehe darum, mit den Menschen die Fussballbegeisterung zu teilen, aber auch offen zu sein für ihre existenziellen und sozialen Bedürfnisse.

In diesem Sinne unterstütze auch der Delegierte des Bundesrates für die Euro 2008, Benedikt Weibel, das Engagement der Kirchen. Wenn dieses dazu führe, "dass wir über so zentrale Werte wie Menschenwürde und Respekt dem Anderen gegenüber nachdenken, dann wären wir alle glücklich".

 
Fussball hat integrative Kraft

Es sei das erste Mal, so Bischof Wipf weiter, dass Kirchen und Freikirchen in einer grossen Breite zusammenarbeiten. Damit wolle man ein deutliches Zeichen für jenen Teamgeist setzen, den auch die Fussball-Europameisterschaft brauche, äusserte Herwig Sturm am 27. November seine Freude über die gute Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Kirche und Kirche sowie Sport.

Fussball, so Sturm, sei eine Form des Spiels. Zum Spiel gehöre die "Freiheit von fremden Zwecken". Es gehe darum, "den Kampf regelgerecht zu führen und die Grenze zwischen Spiel und Ernst einzuhalten". Hier spiele das Fairplay eine Rolle. Zu diesem Fairplay wollten die Kirche beitragen.

"Die Faszination des Fussballs besitzt einen hohen Stellenwert auch für das Leben, denn Kinder lernen beispielsweise spielend", sagte der Grazer Weihbischof Dr. Franz Lackner. Das Spiel präge gewissermassen das "ganze Leben", so der für die Jugend verantwortliche römisch-katholische Bischof.

Es gehe beim Spiel immer auch darum, "sich innerhalb eines Raumes zu bewähren". Dies sei das "schöpferische Element des Spiels". Ähnlich verhalte es sich auch im Glauben, wenn der Mensch "Spielwiesen findet und ein eigenes
räumliches Dasein entwickelt".

Innerhalb dieser Vorgaben entwickelt sich der spielende Mensch. Lackner, selber begeisterter Fussballer und 'Linksfuss': "Es gibt eine Dynamik im Spiel, die nicht durch Training zu erreichen ist, sondern nur dadurch, dass der Mensch sich dieser Dynamik hingibt." Lackner hob den hohen Symbolwert des Fussballs für das Leben hervor und unterstrich die enge Beziehung zum Glauben. Zugleich betonte er den völkerverbindenden Charakter des Spiels.

Diesen Aspekt stellte auch der Vorsitzende der Österreichischen Evangelischen Allianz, Frank Hinkelmann, in den Vordergrund. Er erwartete sich von der Euro 08 auch viele neue Freundschaften über Kirchen- und Völkergrenzen hinweg.

In diesem Sinne unterstützte auch der Delegierte des Bundesrates für die Euro 2008, Benedikt Weibel, das Engagement der Kirchen. Wenn dieses dazu führt, "dass wir über so zentrale Werte wie Menschenwürde und Respekt dem Anderen gegenüber nachdenken, dann wären wir alle glücklich".

Weihbischof Lackner, selbst begeisterter Fussballer, erklärte, dass Sport "die Wirklichkeit des Lebens" lehre: "Unser Dasein ist endlich und spielt sich innerhalb von klaren Grenzen ab. Regeln und Grenzen behindern das Leben nicht, sondern ermöglichen es, uns spielend zu entdecken."

Es gehe beim Spiel immer auch darum, "sich innerhalb eines Raumes zu bewähren". Dies sei das "schöpferische Element des Spiels". Ähnlich verhalte es sich auch im Glauben, wenn der Mensch "Spielwiesen findet und ein eigenes räumliches Dasein entwickelt". Innerhalb dieser Vorgaben entwickelt sich der spielende Mensch.

 
Worte, Werte…

euro08masko1.gifEine Initiative von über 25 Frauen-, Männer- und Menschenrechtsorganisationen, Fachstellen für Gleichstellung, Beratungsstellen, Hilfswerken, kirchlichen Organisationen und Gewerkschaften will unter dem Slogan "Euro 08 gegen Frauenhandel" über Frauenhandel in der Schweiz informieren und gegen diese massive Menschenrechtsverletzung mobilisieren. Weltweit werden geschätzte zweieinhalb Millionen Menschen jedes Jahr Opfer von Menschenhandel, achtzig Prozent von ihnen sind Frauen und Mädchen.

Die Kampagne startet im März 2008 und wird im Herbst 2008 abgeschlossen. Der Bund leistet dazu eine Anschubfinanzierung von 100'000 Franken. "Wir können etwas dagegen Frauenhandel tun. Für einen besseren Schutz der Opfer und dafür, dass sie in der Schweiz Rechte erhalten," so die Organisatoren.

Im Bereich der Alkoholprävention ist auf Initiative der Projektorganisation Öffentliche Hand (POÖH), dem Schweizerischen Bundesamt für Gesundheit (BAG) und der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) eine Nationale Arbeitsgruppe Alkoholprävention EURO 2008 gebildet worden, welche ein Leitbild zur Alkoholprävention im Rahmen der UEFA EURO 2008 ausarbeitete.

Ziel des Projekts und deren Massnahmen ist es, sowohl in den Austragungsorten als auch in allen Gemeinden und Kantonen, in denen vornehmlich Public-Viewings durchgeführt werden; die Jugendschutzbestimmungen konsequent durchzusetzen und - den problematischen Konsum zu reduzieren, damit Gewaltvorfälle, Unfälle und Sachbeschädigungen usw. verhindert werden können.

"Begeistert" über das Engagement der Kirchen bei ihrer Reflexion über den Sport zeigte sich Friedrich Stickler bei der Pressekonferenz. Er betonte die "integrative Kraft" des Fussballs, die sich bei solch grossen Fussballereignissen zeige, jedoch als "Langzeitprojekt" in der Gesellschaft weitergeführt werden müsse.

Die kommende Europameisterschaft könne dazu nur ein Anstoss sein. Wie der Präsident des Wiener Landesfussballverbandes Kurt Ehrenberger ergänzte, gebe es insbesondere beim Nachwuchs keinerlei Integrationsprobleme im Blick auf ausländische Spieler. Es bestünden zwar Sprachschwierigkeiten, aber das gemeinsame Ziel stehe im Vordergrund.

Seelsorger und sozialdiakonische Mitarbeitende der Kirchen werden für die Bedürfnisse der Mannschaften und der Funktionäre bereit stehen. Vor Beginn und gegen Ende der Euro 08 wird in der Schweiz und in Österreich ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert. Eine interreligiöse Fussballmannschaft von Mitarbeitenden verschiedener Religionsgemeinschaften soll gebildet werden und gegen eine andere Mannschaft spielen.

Man wolle auch auf den Fan-Meilen präsent sein, dort, wo die Fans zusammenkommen. Vor allem im ländlichen Bereich sollen die Pfarren ihre Tore öffnen und Veranstaltungsräume zum "Public Viewing" zur Verfügung stellen.

 
Fussball und mehr... Teamgeist und Fairplay

Bei einer gemeinsamen "Kick-Off"-Pressekonferenz mit Friedrich Stickler hoben diese Woche Kirchenvertreter, unter anderen Bischof Sturm und der Grazer Weihbischof Lackner, die Parallelen zwischen Sport und Glauben hervor. Bischof Sturm betonte die Bedeutung des Teamgeistes als "hohe menschliche Fähigkeit".

Fussball und Glaube haben vieles gemeinsam: Darauf hat Franz Lackner in dem "Tyrolia"-Buch "Fussball und mehr... Ethische Aspekte eines Massenphänomens" hingewiesen. Beim Fussball gehe es um das Zusammenwirken verschiedener Kräfte und Personen wie bei einer Symphonie: "Was der Einzelne an Können mitbringt, kann nur im Gesamt verwirklicht werden".

Ähnlich sei es beim Glauben und bei der Wahrheit, so der "Jugend-Bischof". Wahrheit stehe nie einem einzigen zur Disposition - nicht einmal dem Papst: "Auch er bedarf eines Bischofskollegiums und des Hörens auf das Volk". Jedes Spiel veranschauliche diese Zusammenhänge, so der Bischof. Er zieht den Schluss: "Fussball lässt die Welt verstehen. Es ist wichtig, dass man sich einfügt; in diesem Einfügungsprozess kommt die eigene Stärke zum Tragen".

Am Sport sei "faszinierend", dass dabei "kein determiniertes Programm abgespielt" werde, sondern dass er offen für das Unvorhersehbare sei. Ein Fussballmatch sei einem Computerspiel immer überlegen, weil der Maschine genau dieses "kreative Schöpfungsgeschehen" fehle.

Für ihn selbst sei der Sport ein ausgleichendes, dienliches Element für seinen Glauben und eine Form intensiven Erlebens, sagte Lackner: "Auch als Zuschauer kann ich den Sport hin und wieder als eine Art Meditationsübung ansehen": Ein Freistoss von David Beckham zum Beispiel, der seinen Weg nach krummer Flugbahn ins Tor finde, symbolisiere ein Geschehen, in dem sich der Geist die Materie - den Ball - untertan macht und ans Ziel kommt. Auch der Apostel Paulus habe Bilder wie das des unermüdlichen Läufers für das Leben des Christen umgedeutet.

Schliesslich habe man in den nächsten Monaten ohnehin "viel zu glauben", meinte Stickler. Er unterstrich die "integrative Kraft" des Fussballs, die sich etwa bei der WM 1998 in Frankreich gezeigt habe. Gleichzeitig gelte es, dieses "enorme integrative Potenzial" langfristig zu fördern.

Zum Spiel gehöre die "Freiheit von fremden Zwecken", so Sturm. Es gehe darum, "den Kampf regelgerecht zu führen und die Grenze zwischen Spiel und Ernst einzuhalten". Hier spiele das Fairplay eine Rolle. Zu diesem Fairplay wollen die Kirche beitragen.

 
"Glaube" und "Hoffnung"

Pater Bernhard Maier selbst tritt über den Verein "Kirche und Sport" an die Bischofskonferenz und den Österreichischen Fussballbund (ÖFB) heran, um personelle und strukturelle Voraussetzungen für eine seelsorgliche Betreuung an den Wettkampfstätten beziehungsweise der Teams zu schaffen.

"Olympia-Kaplan" Pater Bernhard wäre - wie er beteuerte - gerne bereit, dem österreichischen Team und dem ihm gut bekannten Team-Trainer Josef Hickersberger mit seelsorglichem Rat und liturgischer Tat zur Seite zu stehen.

Denn gerade bei der Weltmeisterschaft in Deutschland im vergangenen Jahr habe sich gezeigt, dass die Kirche zu Recht am Ball ist, bestätigt Pater Bernhard Maier: "Es geht darum, Kontakt mit den Mannschaften in ihren Trainingsquartieren zu knüpfen und, wenn es gewünscht, auch Gottesdienste mit den Spielern zu feiern. In Stadionnähe oder im Hotel sollte es darum auch immer einen Raum der Stille geben", wünscht sich Pater Maier.

Besonders erfreut ist Pater Bernhard Maier, wenn sich Spieler verschiedener Nationalitäten bekreuzigen bevor sie aufs Spielfeld gehen. "Ich unterstelle ihnen, dass das nicht nur Aberglaube ist. Ich kenne die Sportler ja auch und weiss, dass sie um ihre Gesundheit beten und nicht nur um den Sieg", ist der Pater überzeugt.

 
Glaube und Sport brauchen ein eingespieltes Team

Der ÖFB-Präsident sowie der Präsident des Wiener Landesverbandes, Kurt Ehrenberger, unterstrichen im Rahmen der Präsentation auch die integrative Kraft des Fussballs. Das Spiel sei bestens dazu geeignet, Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammenzuführen.

Als konkretes Beispiel für Projekte an den Austragungsorten nannten Christoph Sigrist und Stefan Roth, Euro 08 - Beauftragte von SEK und SBK, das Zürcher "Volunteer Center". Die Kirchen bieten dort in Zusammenarbeit mit der Stadt Zürich den über 800 freiwillig Helfenden einen Ort des Austausches und der Erholung. Geplant ist ausserdem, "Wünsche ins Licht" zu setzen.

Am Abend vor den Spielen sollen Jugendliche die Möglichkeit haben, ihre Hoffnungen und Visionen über elektronische Lauftexte in der Fan-Meile laufen lassen. Schliesslich befindet sich momentan auch didaktisches Material für ein Musical in Vorbereitung, das im Vorfeld der Euro 2008 aufgeführt werden soll, und im Wiener Dom- und Diözesanmuseum wird die Ausstellung "Helden-Heilige-Himmelsstürmer" Parallelen zwischen Reliquienverehrung in der Kirche und beim Fussball zeigen.

Die Ausstellung setzt sakrale Objekte mit kultisch verehrten Gegenständen aus der Fussballwelt in Beziehung. Als Vergleich werden neben Reliquien von Heiligen "Fussball-Reliquien" wie beispielsweis Trikots berühmter Spieler, Teile eines Tornetzes oder Rasenteile berühmter Stadien ausgestellt. In der Ausstellung sind insgesamt mehr als 140 Objekte zu sehen. Eine Sonderschau ist den Wiener Rapid-Fanclubs gewidmet.

Es soll zudem vermittelt werden, wie Künstler und Fans mit ritueller Hingabe Elemente aus dem religiösen Kontext in die Welt des Fussballs übertrugen und dabei bemerkenswerte Objekte schufen, so die Kuratorin der Ausstellung, Snejanka Bauer.

Als eine "Steilvorlage" für Christen bezeichnete der Vorsitzende der Österreichischen Evangelischen Allianz, Dr. Frank Hinkelmann, die EURO 08. Da Fussball die ganze Gesellschaft betreffe, betreffe das Ereignis auch die Kirchen, Freikirchen und christlichen Gemeinschaften.

Das kirchenübergreifende Engagement der Evangelischen Allianz "Kickoff 2008 - Anstoss für den Glauben" wolle auf den Glauben verweisen, "der die Motivation und Grundlage unseres persönlichen, gesellschaftlichen und kirchlichen Engagements ist: der Glaube an Jesus Christus". Sport lehrt "die Wirklichkeit des Lebens".

Eine ökumenische Steuerungsgruppe unter dem ÖRKÖ-Vorsitzendem Bischof Sturm gebildet, in der Delegierte der im ÖRKÖ vertretenen Kirchen sowie Vertreter der in der Evangelischen Allianz zusammengeschlossenen Freikirchen miteinander arbeiten.

Kardinal Christoph Schönborn bezeichnete die Europameisterschaft als eine "Chance der Begegnung zwischen der Jugend der Völker". Die Christen seien dabei keine "Trittbrettfahrer", sondern würden sich mit den Sportbegeisterten freuen. Beim Engagement der Christen bei der EURO 08 gehe es darum, "den Menschen Christus zu zeigen", so Schönborn.

"Es soll deutlich werden, wie viel die Freude der Menschen mit Gott zu tun hat, wie viel Glaube und Sport gemeinsam haben." Sowohl Fussball als auch Glaube würden ein eingespieltes Team erfordern, wo jeder Mitspieler auf eine gemeinsames Ziel schaut, "wo einer für den anderen zu laufen bereit ist, wo es Kampfgeist, aber auch Fairness gibt".

Ein mit "Kirche 08" bedruckter Fan-Schal soll an allen acht Austragungsorten zu einem gemeinsamen Erscheinungsbild der evangelischen und römisch-katholischen Kirchen werden.

Alle Projekte werden zudem ab 1. Januar 2008 des Jahres auf einer binationalen Internetseite präsentiert, die sich derzeit im Aufbau befindet.

siehe auch: Jugendkirche am Ball 2
 
 
 
 
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