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Freitag, 3. September 2010
Jugendkirche Wien lässt Lichtturm für Papst erstrahlen PDF Drucken
Geschrieben von pierre roh   
Freitag, 7. September 2007
Seit heute hat der Wiener Stephansdom zwei Hochtürme. Dank moderner Lichttechnik und 20 Xenon-Scheinwerfern mit einer Leuchtkraft von insgesamt 2,6 Millionen Lumen (das entspricht 1677 Stück 100-Watt-Halogenleuchten) erstrahlt der in Stein unvollendete Nordturm noch bis Sonntagabend genauso hoch wie der 137 Meter hohe Südturm. Initiiert wurde das Projekt von der Wiener Jugendkirche. Anlass ist der 3-tägige Papstbesuch in Österreich, der heute beginnt. 
 
Kurz vor 11.15 Uhr heute vormittag ist der Alitalia-Flieger aus Rom mit Benedikt XVI. an Bord in Schwechat zu seinem 3-tägigen Aufenthalt in Österreich angekommen. Begleitet von seinem Privatsekretär Georg Gänswein entstieg der Heilige Vater der Maschine - und wurde von äusserst unwirtlichem Wetter empfangen. Starker Regen und eine ungewöhnlich niedrige Temperatur von elf Grad hatten schon kurz zuvor eine Planänderung notwendig gemacht. Der Staatsakt zur feierlichen Begrüssung Benedikts wurde vom Flugfeld in einen Hangar verlegt. Von dort aus ging es im Papamobil zum Wiener Platz, wo Benedikt XVI einen Gottesdienst feiern wollte.

Anstatt der erwarteten 25 000 Gläubigen waren nur etwa 7000 Menschen bereit gewesen, den warmen Fernsehsessel gegen nasse Füsse einzutauschen. Aber viele der Anwesenden, unter ihnen zahlreiche Jugendliche, hatten dennoch mehrere Stunden im strömenden Regen ausgeharrt. Als beim Gottesdienst vor der Mariensäule auch noch die Stromversorgung für Mikrofon-Anlage und Grossbildleinwände ausfiel, segnete der ohnehin erkältete und heisere Papst die Menge stumm und verliess den Balkon der historischen Kirche Am Hof, ohne seine Ansprache über die Bedeutung der Muttergottes für Österreich beenden zu können. Die Menschen feierten das Kirchenoberhaupt dennoch mit Benedikt-Sprechchören. Anschliessend traf er sich auf dem benachbarten Judenplatz vor dem Shoa-Mahnmal mit dem Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg zu einem stillen Vor Shoa-MahnmalGedenken an Opfer des Holocaust.

Trotz heftigen Drängens mancher Kritiker spielt die Ökumene keine Rolle bei dieser Pilgerreise, nur in seiner Rede am Abend erinnerte der Papst daran, dass in diesen Tagen auch die ökumenische Versammlung in Sibiu das christliche Glaubenszeugnis inmitten von Europa zum Ausdruck bringt.

Der Papst besucht Österreich anlässlich der 850-Jahr-Feier von Mariazell, einem weit über die Grenzen hinaus bekannten Marien-Wallfahrtsort. Als "Pilger unter Pilgern" wolle er nach Mariazell kommen, um mit den Gläubigen zu beten, sagte er bei seiner Ankunft. Ausserdem stehen eine Messe im Wiener Stephansdom am Sonntagmorgen sowie ein Besuch des Zisterzienser-Klosters in Heiligenkreuz auf dem Programm.
 
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