In einer Stellungnahme zum jüngsten vatikanischen Dokument über das katholische Kirchenverständnis bekräftigt das Dekanat Basel-Stadt seine Bereitschaft, sich gemeinsam mit der reformierten Kirche für eine "mutige, konsequente und nach vorne gerichtete Ökumene" einzusetzen. Gerade in schwierigen Situationen sei Ökumene "eine Kernaufgabe der Kirchen", heisst es in dem Schreiben. Die Jugendkirche könnte im Dialog auf Jugendliche anderer Kofessionen zugehen; verstehen lernen und um Verständnis werben.
"Wir wollen die ökumenische Praxis, die sich in den letzten vierzig Jahren entwickelt hat, respektieren und nach unserem Gewissen und in der Verantwortung vor dem unterschiedlichen Kirchenverständnis unserer Konfessionen weiterentwickeln", schreibt Xaver Pfister, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit der Römisch-Katholischen Kirche Basel-Stadt (RKK) in einem Communiqué des Dekanates Basel-Stadt, das am 26. Juli verbreitet wurde.

Katholische und reformierte Kirche sollten dabei ihr "eigenes Profil bewahren" und zugleich in der Öffentlichkeit "gemeinsam auftreten". Besonders die Präsenz der beiden Kirchen in den Basler Schulen und "an speziellen Brennpunkten städtischen Lebens" liesse sich nur durch Zusammenarbeit auf hohem Niveau aufrechterhalten, mahnt Theologe Pfister.
"Wir suchen die Einheit ... Je mehr die Kirchen gemeinsam das Evangelium verkünden, desto glaubwürdiger ist ihr Zeugnis. Deshalb ist es für uns wichtig, auf dem Weg zum gemeinsamen Zeugnis in der Ökumene weiter zu gehen. Dazu haben wir uns in der Charta oecumenica verpflichtet. Wir suchen auf allen Ebenen des kirchlichen Lebens die Zusammenarbeit. Wo Grenzen bestehen, respektieren wir das Selbstverständnis der Kirchen. Ökumenisches Handeln ist für uns die Regel, nicht die Ausnahme."

So wird im pastoralem Entwicklungsplan des Bistums Basel, der die Leitsätze für die Umgestaltung der Kirche im Bistum Basel definiert, von Ökumene geredet (PEP 3.5.2. ). Damit dieser Grundsatz mit Leben gefüllt wird, braucht es das kontinuierliche Gespräch unter den Kirchen, nicht zuletzt auch das Gespräch unter Pfarrerinnen und Pfarrern und in der Seelsorge, Verantwortlichen der evangelisch - reformierten Kirche Basel-Stadt und der römisch - katholischen Kirche in Basel- Stadt und nicht zuletzt den Jugendlichen aus den verschiedenen Glaubensrichtungen und Konfessionen.