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Freitag, 3. September 2010
Jugendkirche - Glaube und Fussball PDF Drucken
Geschrieben von pierre roh   
Freitag, 13. Juli 2007
 
Der Weltfussballverband FIFA will religiöse Botschaften auf den Trikots von Spielern in Zukunft verbieten. Dies meldet die Zeitschrift "Sport Bild" unter der Überschrift "Fifa verbietet Gott". Die FIFA (Fédération Internationale de Football Association) mit Sitz in Zürich ist der Weltfussballverband, der unter anderem die Fussballweltmeisterschaft organisiert.

Männerchöre im Stadion und Verehrung von Torjägern - Fußball ist für so manchen eine Ersatzreligion geworden. Aber dass auch evangelische Pfarrer Dauerkarten fürs Stadion besitzen und eine Pfarrerin es sogar bis zur offiziellen Fußballschiedsrichterin schaffte, wissen die Wenigsten. Glaube und Sportbegeisterung sind jedoch kein Widerspruch. Fans gibt es nicht nur von Fußballklubs, sondern auch von Jesus. Beides soll nun nicht mehr so ohneweiteres auf dem Spielfeld zusammenkommen.

In einem Schreiben, das "Sport Bild" vorliegt, weist die FIFA alle Verbände auf die neuen Regeln hin. Das in der Regel 4 zur "Ausrüstung der Spieler" verankerte Verbot der Aufschriften richtete sich bisher nur gegen "Slogans und Werbeaufschriften". Die Regel wurde nun durch einen Zusatz ergänzt, der "politische, religiöse sowie persönliche Schriftzüge" verbietet.

Gläubige Profis dürfen demnach religiöse Botschaften künftig in der Bundesliga nicht mehr rund um ein Spiel zur Schau stellen. Der Weltverband Fifa präzisierte laut eines Berichts der "Sport Bild" seine Regeln bezüglich des Verbots von Slogans, so dass die von Spielern oftmals getragenen Unterhemden mit religiösen Botschaften explizit nicht mehr gestattet sind.

Besonders Fussballer aus Brasilien nutzen etwa bei Bundesliga- Spielen gerne T-Shirts, um ihren Glauben in der Welt bekannt zu machen. "Das kann doch nicht sein, die können uns doch nicht alles verbieten", sagte Dortmunds Verteidiger Dédé aus Brasilien gegenüber "Sport Bild".

Einer der ersten Fussballprofis, die den Torjubel für ihr Glaubensbekenntnis einsetzten, war der Brasilianer Jorge Jose de Amorim Campos, kurz Jorginho. Er zog nach getroffenen Toren oft sein Trikot über den Kopf, und darunter kam ein T-Shirt zum Vorschein, auf dem Sätze wie "Jesus liebt dich" standen.


 Wenn ein Spieler die Regel missachtet, kann er und seine Mannschaft mit einer Strafe belegt werden. Der Deutsche Fussball-Bund (DFB), der sich bei den religiösen Botschaften in der Vergangenheit grosszügig zeigte, will die Regel-Verschärfung laut Schiedsrichtersprecher Manfred Amerell jetzt konsequent umsetzen: "In der nächsten Saison geht das nicht mehr. Auch nicht bei Interviews auf dem Spielfeld nach dem Abpfiff."

Was werden die Schiedsrichter machen, wenn Spieler sich am Spielfeld bekreuzigen und so ihren Glauben kund tun? Nach zwei Mal gelb, rot geben oder den Armen zehn mal um das Spielfeld hetzen lassen?

 
Andere Länder, andere Sitten

Das zu den Vereinigten Arabischen Emiraten gehörende Golf-Emirat Ras al-Chaima hat T-Shirts mit der Aufschrift "Allah" beschlagnahmt.
So ist das T-Shirt klotauglich
Ein Ladenbesitzer wollte die T-Shirts in seinem Geschäft für Sportkleidung verkaufen. Weil sein Laden aber in unmittelbarer Nähe zu einem Fitnessstudio liegt, hatten sich mehrere Anwohner bei den Behörden beschwert, wie die in Dubai erscheinende Zeitung "Gulf News" berichtete.

Die Gläubigen sahen die Gefahr, dass die T-Shirts mit dem Namen Gottes auf der Hantelbank durchgeschwitzt würden - dies sei nicht mit der Ehre Gottes vereinbar. Auch sei es nicht akzeptabel, wenn der Sportler die Toilette aufsuche, während er das T-Shirt trage.

Ein endgültiges Urteil soll nun das für islamische Rechtsgutachten zuständige "Fatwa"-Komitee des Ministeriums für islamische Angelegenheiten sprechen.

 
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