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Freitag, 3. September 2010
Jugendkirche gedenkt des Muttertags PDF Drucken
Geschrieben von pierre roh   
Sonntag, 10. Mai 2009
Am 10. Mai ist Muttertag.
 
Die Geschichte des Muttertages ist letztendlich relativ unbekannt. Basierend auf einem Tag zu Ehren der "Mutter Kirche" im Mittelalter, der später als Frühlingsfest gefeiert wurde, ist diese Tradition zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA neu ins Leben gerufen worden.

Von den Blumenhändlern in aller Welt wurde der Muttertag geschäftstüchtig aufgegriffen und populär gemacht - so hat er sich auf diese Weise zu jenem Tag im Mai entwickelt, an dem wir unserer Mütter gedenken, sie ehren und beschenken.
 

 
Fing so alles an?
             
In vorchristlichen Zeiten, bei den Griechen, Römern und Germanen hatten Frauen noch kein Problem sich zu feiern: Es gab in all diesen Kulturen zumindest eine Göttermutter, der ein Tag im Jahr gewidmet war. Bei den Griechen war es Hera, in Troja Kybele und bei den Germanen Freyja.

Mutter mit KindDie heutigen Weltreligionen haben jedoch die Frauen und Mütter als Göttinnen abgesetzt. Erst nach und nach setzte sich in der westlichen Kultur wieder ein Tag für die Mütter durch.
             
Wo kommt der Muttertag her?

Zum 1.
Im 17. Jahrhundert versammelten sich in England Kinder und Enkel, um ihre Eltern zu ehren. Sie nannten den Tag "Mothering Day".

Zum 2.
Heinrich, der Dritte (1216-1239) rief den "Mothering Day" ins Leben. Er wollte mit dem Tag aber nicht die Mütter ehren, sondern die "Mutter Kirche". Das englische Volk wandelte die Bedeutung des Tages allerdings schnell ab, und bald war es üblich, dass am "Mothering Day" die erwachsenen Kinder zu ihrer Mutter nach Hause zurückkamen und traditionell den "Simmel Cake" (einen Semmelbröselkuchen) mitbrachten.

Zum 3.
Der Muttertag kommt aus den USA. Eine Frau namens Ann Jarvis rief dort 1908 zum "General Memorial Day of all Mothers" (übersetzt: "Allgemeiner Gedenktag aller Mütter") auf. Sie wollte damit an ihre Mutter Ann Reevers Jarvis erinnern, die sich für die Rechte von Müttern engagiert hatte und an einem zweiten Sonntag im Mai gestorben war. 1914 erklärte der amerikanische Kongress den Muttertag zum Mutter mit KindStaatsfeiertag.
             
Muttertag in Deutschland

Die Deutschen feiern den Muttertag seit 1923. 1933 erklärten die Nazionalsozialisten den Tag zu einem offiziellen Feiertag und nutzten ihn für ihre Ideologie: Frauen, die mehr als vier Kinder zur Welt brachten, bekamen das Mutterkreuz verliehen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs setzte sich der Muttertag im Grossteil Europas durch. Er wird seither am 2. Sonntag im Mai gefeiert. Auch für Nicht-Mütter gibt es einen Feiertag, der zunächst in den sozialistischen Ländern entstand, inzwischen aber in fast allen Ländern begangen wird: der Weltfrauentag am 8. März.
 
Der Weltfrauentag geht auf den 8.3.1908 zurück. Damals traten die Arbeiterinnen der Textilfabrik "Cotton" in New York in Streik, um bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen zu fordern. Die Fabrikbesitzer und Aufseher schlossen die Frauen in die Fabrik ein, um den Kontakt und die Solidarisierung mit anderen Belegschaften zu verhindern. Als plötzlich ein Feuer ausbrach, starben 129 Arbeiterinnen in den Flammen.

"Solange wir einen Frauentag feiern müssen, bedeutet das, dass wir keine Gleichberechtigung haben“, fasste die luxemburgische EU-Kommissarin Viviane Reding die Existenzberechtigung des alljährlich wiederkehrenden und weltweiten Ereignisses zusammen. Seit mehr als 80 Jahren ist der 8. März der Weltfrauentag. Damit dieser Tag in Zukunft vielleicht wirklich einmal überflüssig wird, setzt sich auch das Auswärtige Amt weltweit für die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern ein.
 
 
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