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Freitag, 30. Juli 2010
Jugendkirche auf Erfolgskurs !?! PDF Drucken
Geschrieben von pierre roh   
Freitag, 5. Februar 2010
Jugendkirche volle Fahrt voraus!
Wir leben in einer Zeit grosser gesellschaftlicher Veränderungen. Man spricht von epochalen Umbrüchen, ausgelöst durch Entwicklungen in der Ökonomie, der Politik, der Kultur und den Kirchen. Diese Umbrüche stellen Menschen und Institutionen vor grosse Herausforderungen. Sie verlangen erhebliche Umwälzungsprozesse, die Verunsicherungen und Ängste auslösen. Die Veränderungen enthalten aber auch Möglichkeiten eine Wende zum Besinnen herbeizuführen und positive Kräfte freizusetzen.
 
Die Entwicklung innerhalb der Kirchen hin zu mehr Bürgernähe hat in manchen, wenn auch immer noch zu wenigen, Bereichen eingesetzt. Spezialisierte Kirchen (Kultur-, Theater-, Jugendkirche, u.a.) weisen zudem einen Weg weg von leeren Kirchenbänken, wirken der Überalterung der Kirchgänger entgegen. Gerade die Jugendkirchenbewegung entwickelt sich immer mehr zum Vorzeigemodell für eine dynamische und bürgernahe Möglichkeit, die christliche Lehre glaubhaft zu vermitteln.

Jugendkirchen (JuKi) glauben, dass der Geist Gottes auch durch gesellschaftliche Entwicklungen auf "die Sendung" hinweist. Sie wollen sich den Veränderungen stellen und die Chancen entdecken, die das Evangelium für die heutige Zeit  bietet, denn JuKi ist nicht introvertiert in sich selbst ruhend. Sie ist ein Teil der Gesellschaft. In ihr sind Zeichen und Werkzeug für die christliche Botschaft gepaart. Sie verstehen den Auftrag, die Welt mitzugestalten. Als Gemeinschaft, die Jesus Christus nachfolgt, lässt sie sich auf die Ankündigung des Reiches Gottes und seinen Ruf zur Umkehr ein.

JuKis verstehen sich als Gesprächspartner in der Gesellschaft und ihrer Kultur, erforschen nach den Zeichen der Zeit, deuten sie im Licht des Evangeliums und handeln aus dem Glauben. Menschen, die den Ruf Gottes (neu) entdecken, sind darauf angewiesen, dass ihnen Gesprächspartner und Glaubensgemeinschaften zur Verfügung stehen, mit denen sie ihre Glaubenserfahrungen austauschen und im Glauben wachsen können.

Entscheide rund um die Einbindung Jugendlicher haben für die Kirche eine nachhaltige Bedeutung und dürfen in der Planung nicht unterschätzt werden. Mit den folgenden zehn Thesen bzw. Schlüsselfragen zur Auseinandersetzung mit der JuKi vor Ort  wird die Reflexion über die Bedeutung der kirchlichen Jugendarbeit und die Zielgruppe Jugend mit ihren spezifischen Lebenswelten und Milieus bedingt eingeschränkt fokusiert.

  1. Die Jugend gibt es nicht! Was bedeutet das für die Angebote der kirchl. Jugendarbeit?
  2. « Kirchl. Jugendarbeit ist uns wichtig! » Welche Bedeutung kommt dem Wort "wichtig" zu und was sind die Konsequenzen daraus?
  3. Jugendarbeit entsteht und lebt durch Partizipation und Mitsprache der Jugendlichen. Wie sind die Jugendlichen in kirchl. Entscheidungsgremien eingebunden? Gib es eine Arbeitsgruppe Jugend vor Ort?
  4. Kirchliche Jugendarbeit kann eine Pfarrei überfordern. Kann es auch Sinn machen auf kirchliche Jugendarbeit zu verzichten?
  5. Angebote im Jugendbereich sind nur erfolgreich, wenn sie auf eine Zielgruppe ausgerichtet sind. Ein gutes Angebot an die "falschen" Jugendlichen gerichtet … auch schon passiert?
  6. Der Begriff "kirchliche Jugendarbeit" ist nicht selbsterklärend. Unterscheidet sich die kirchliche Jugendarbeit von der offenen Jugendarbeit? Was wollen wir mit kirchl. Jugendarbeit - welche Jugendlichen sollen davon profitieren?
  7. Kirchliche Jugendarbeit auf dem Territorium Pfarrei entspricht nicht mehr den heutigen Realitäten. An was kann fest gemacht werden, dass pfarreiliche Jugend-arbeit erfolgreich ist - gelingt?
  8. Jugendarbeit lebt durch Innovationen und braucht Investitionen - nicht nur in der Kirche. Sind wir bereit und haben wir die Möglichkeit, viel Geld und viel Zeit in die kirchl. Jugendarbeit zu investieren?
  9. An die Ausgestaltung der kirchl. Jugendarbeit werden zu wenig Fragen gestellt, da sie schon immer ihre Daseinsberechtigung hatte. Welche Fragen brennen auf der Zunge beim Betrachten der eigenen Jugendarbeit vor Ort?
  10. Kirchliche Jugendarbeit will geplant sein! Können wir es uns vorstellen, uns bei der Entwicklung der zukünftigen kirchliche Jugendarbeit vor Ort unterstützen zu lassen?
 
 
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