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Donnerstag, 9. September 2010
Christkönigssonntag in der Jugendkirche PDF Drucken
Geschrieben von pierre roh   
Montag, 23. November 2009
Jugendkirche in EllwangenAus dem 1427 als "Pfarrkirche der Bürger" in Ellwangen erbauten Gotteshaus sollte eine Jugendkirche werden, "eine Kirche von Jugendlichen für Jugendliche". Mit 30 Jugendlichen hatte Pfarrer Michael Windisch gerechnet, rund 130 sind gekommen. Die Akzeptanz der ersten Jugendkirche in der altehrwürdigen Marienkirche hat alle überrascht. Am Sonntag war Premiere: Mit brennenden Kerzen ist das Vorbereitungsteam zur Filmmusik von "Gladiator" in das Gotteshaus gekommen, am Volksaltar entzündete es Wunderkerzen. Das lang vorbereitete Projekt startete mit einem Jugendgottesdienst um 18 Uhr.

Gottesdienste in der Marienkirche zu feiern, wurden zwei Bankreihen entfernt und ein Holzpodest eingebaut. So war es möglich, dass sich alle als eine Gemeinschaft um den Altar versammeln. Außerdem unterstrich eine besondere Beleuchtung den Charakter der Gottesdienste: Der Chorraum war dezent in farbiges Licht gehüllt, in Rot, Grün und Blau.

Die neu gegründete, siebenköpfige Jugendkirchenband um Klaus Hunke spielte rhythmische Musik. "Wir wollen aufsteh’n, aufeinander zugeh’n", sangen die Gottesdienstbesucher. Auf der Leinwand erschienen Glückwünsche von den Jugendkirchen in Stuttgart, Schwäbisch Gmünd und Ravensburg. "Der Weg war weit bis zum heutigen Abend", sagte Pfarrer Michael Windisch: "Jetzt aber haben wir es geschafft."

Unter das Motto "Begeisterung und Gemeinschaft" war der Gottesdienst gestellt, Bilder der Begeisterung in Fußballstadien, bei der Formel 1, bei Auftritten von Barack Obama oder vom Papst und beim Fall der Berliner Mauer erschienen. "Eigentlich ist es doch Christus, der uns zusammenführt", sagte Dekanatsjugendseelsorger Pater Jens Bartsch in seiner Predigt. Jesus gebe uns etwas, von dem man zehren könne. Bartsch ermutigte, als Christ im Alltag Freude auszustrahlen und "gut drauf" zu sein.

Diözesanjugendseelsorger Wolfgang Keßler wünschte der Jugendkirche frischen Wind, Inspiration und zündende Ideen."Es war schon klasse", zeigte Lukas Finkbeiner aus Neuler seine Begeisterung. Er habe Platz für eigene Gedanken und Inspiration gefunden. Vor allem das Gefühl der Gemeinschaft hat den anwesenden Jugendlichen gefallen. Man merkte, dass die Gotteskraft eine verbindende Gemeinsamkeit vermitteln kann. 

Gemeinschaft und zwischenmenschlicher Zusammenhalt, den die Urgemeinde bereits vor 2000 Jahren in der wunderbaren Brotvermehrung erlebt hatte (so der Inhalt der Lesung), soll auch noch und immer wieder – im Jetzt – in der Jugendkirche erlebt und weitergegeben werden. Auf dem eigens zu diesem Anlass gezimmerten Holzpodest mit Altar fanden nicht alle Besucher Platz, sodass mehr als 20 Gottesdienstteilnehmer in die vorhandenen Bankreihen ausweichen mussten.

In Zukunft sind einmal pro Monat Jugendgottesdienste geplant. Wenn das Angebot gut angenommen wird, sind auch weitere Aktionen denkbar. Viele Jugendliche wollen bei den Jugendgottesdiensten am 17. Januar, 21. Februar, 21. März und 18. April, um 18 Uhr, wieder dabei sein.
 
 
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