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Fährten aus Papierschnipsel folgen und Spuren aus abgeknickten Ästen oder umgedrehten Steinen lesen, um den begehrten Schatz zu finden - das gehört der Vergangenheit an. "Geocaching" heisst die moderne Form der Schnitzeljagd, bei der die Schätze ("Caches") mit Hilfe von GPS-Geräten und dem Internet aufgespürt werden. Die Freizeitaktivität erfreut sich immer grösserer Beliebtheit. Heute startete die Evangelische Jugend Baden in der Mannheimer Jugendkirche auf dem Waldhof mit ihrem badenweiten "Geocaching"-Projekt.
Unterstützt wird sie dabei von der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau, die unter anderem 70 GPS-Geräte im Wert von rund 10 000 Euro gesponsert hat. "Wir möchten mit der Aktion Kinder und Jugendliche wieder mehr an die Natur heranzuführen, ihnen Spass an der Bewegung vermitteln und gleichzeitig den Teamgeist fördern", berichtet Kerstin Sommer, Mitglied des Projektteams von der Kinder- und Jugendarbeit Baden. Geplant sei, alle 30 Bezirke der Badischen Landeskirche in das "Geocaching" einzubeziehen. In Mannheim dürften sich Kinder und Jugendliche alle Altersklassen auf "Geocaching" freuen. Unter anderem werde es bei der Arbeit mit Konfirmanden eingesetzt. Auf die erste mehrtägige elektronische Schnitzeljagd mit den neuen GPS-Geräten machte sich zum heutigen Ferienbeginn Betreuer Andreas Sommer mit zwei erfahrenen Suchern. Ziel war ein "Cache" im Pfälzerwald, von dem den Dreien nur die Koordinaten bekannt waren. Die beiden Jungs aus der Gartenstadt waren "im Kindergarten" grosse Anhänger der klassischen Schnitzeljagd. Nun war es zumindest für einen der beiden die erste Schatzsuche der modernen Art: "Der Einsatz der Neuen Medien bei einer Sache, die ich früher schon gern gemacht - das macht den Reiz aus", findet er. Der Andere dagegen sieht sich bereits als erfahrener "Geocacher": "Mir gefällt es einfach gut, hinaus in die Natur zu gehen", erzählt er. "Hinaus in die Natur gehen, heisst auch mit minimalen Dingen auszukommen", ergänzt Sommer. So schlafen die Schatzsucher nachts auch schon mal im Zelt und wärmen sich abends am Lagerfeuer. Bei der Jugendkirche sind bereits weitere elektronische Schnitzeljagden geplant, dann sollen mehr Jugendliche als bei der Premiere teilnehmen. "Dieses Mal mussten leider einige angemeldete Teilnehmer kurzfristig absagen", bedauerte Sommer.
Übrigens liegt ab jetzt auch an der Jugendkirche in Waldhof ein "Cache". In der kleinen Dose befinden sich ein Logbuch und mehrere Schlüsselhänger. Wer das Versteck ausfindig gemacht hat, kann diese gegen andere Gegenstände tauschen.
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