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Freitag, 30. Juli 2010
Jugendkirche Pilotprojekt für die Goldstadt PDF Drucken
Geschrieben von pierre roh   
Freitag, 16. Oktober 2009
Wer ist für 'ne Jugendkirche?Trotz Finanzkrise will die Evangelische Landeskirche in Baden in den kommenden zwei Jahren verstärkt in die Jugendarbeit investieren. Geplant sind mehr Kooperationen mit Schulen, Jugendkirchen als spezielle Orte für die Jugendarbeit und ein Projekt zur Unterstützung von Kindern mit psychisch kranken Eltern. Die auf rund 1,1 Millionen Euro veranschlagten Jugendprojekte sollen aus einer speziellen Rücklage finanziert werden. Davon könnte auch die in Pforzheim beschlossene Jugendkirche (JuKi) profitieren.

Die Goldstadt bekommt ein neues Pilotprojekt: Mit dem Segen der Stadtsynode der evangelischen Kirche kann aller Wahrscheinlichkeit nach die "Jugendkirche Pforzheim" zum Leben erweckt werden. Voraussetzung ist allerdings noch die Zusage der Evangelischen Landeskirche in  Karlsruhe, die entsprechenden Projektmittel zur Verfügung zu stellen. Immerhin konnten bereits drei Ältestenkreise für das JuKi-Projekt begeistert werden, die eine "Finanzspritze" von je 10'000 €uro für das erste Jahr zusagten.

Auch die "Evang. Jugendstiftung Pforzheim Stadt und Land“ signalisierte Unterstützung. Ihre Aufgabe ist es, gemeindliche und übergemeindliche Projekte zu fördern, die auf zusätzliche Finanzierungshilfen über die Haushaltsmittel hinaus angewiesen sind: Besondere Mitarbeiterschulungen, christliche Musik-
veranstaltungen wie "Rock the church", Freizeitzuschüsse für Sozialbedürftige u.v.m. Auch ausserordentliche Projekte, wie etwa eine JuKi, können bezuschusst werden.
Bei ihrer Tagung im Hermann-Maas-Haus beschlossen die Synodalen die Beteiligung an einem nachhaltigen Kirchenkompassprojekt der Evangelischen Landeskirche in Baden. Die "Jugendkirche Pforzheim" ist nicht als festes Gebäude zu verstehen, vielmehr soll eine tragfähige jugendgemässe mobile Plattform geschaffen werden, um dem schwindenden Anteil von jungen Heranwachsenden am kirchlichen Miteinander entgegen zu wirken.

An vielen Orten beleben Kindergottesdienste und Jungscharen die Kirchengemeinden, aber eine aktive Jugendarbeit haben landesweit schon ein Drittel der Gemeinden mangels Beteiligung völlig eingestellt. Dies soll sich nun ändern: Für die "Jugendkirche Pforzheim" haben die ersten der insgesamt 18 Pforzheimer Gemeinden bereits konkrete Überlegungen auf den Tisch gelegt, auch Projektfördergelder der Landeskirche sind bereits im Gespräch. Gemeinden, Schulen und Verbände sollen vernetzt und so personelle, finanzielle und räumliche Ressourcen gebündelt werden. Ein Raum zur Entfaltung soll geboten und eine interessante Lebenswelt im christlichen Kontext gestaltet werden.

Bezirksjugendpfarrer und Religionslehrer Dr. Torsten Sternberg: "In der Kinder- und Jugendarbeit stellen wir fest, dass sich Kinder und Jugendliche auch heute noch für Glaubensfragen interessieren und für ehrenamtliches Engagement im Raum der Kirche gewinnen lassen. Die Kirchenbezirke Pforzheim-Stadt und -Land planen aus diesem Grund, das bereits bestehende Programm für Kinder und Jugendliche um neue Angebote zu erweitern. Dabei kooperieren verstärkt Gemeinden und freie Träger."

So wird das multikulturelle Gemeindezentum als "Eventkirche" angedacht, während Kleingruppenarbeit sowie das an anderer Stelle mit grossem Erfolg getestete Workshopkonzept in Konfigruppen - wenig gemeinsamer Unterricht, viel Engagement in begabungsorientierten Kleingruppen und eine verlängerte Konfirmandenzeit (von Juni bis Mai) - in Nachbargemeinden beheimatet werden würden, jedoch alles unter dem Überbegriff 'Jugendkirche'.

Dabei kann in Pforzheim auf den etablierten "Update"-Jugendgottesdienst aufgebaut werden: Ein monatlich stattfindender spezieller Jugendgottesdienst parallel zum Hauptgottesdienst im Jugendtreff, der guten Zuspruch gefunden hat. Darüber hinaus sollen noch mehr musikalische Angebote für ein grösseres Interesse sorgen, auch hier gibt es mit dem Verein für Popularmusik "heavenly sounds" schon eine gute Basis. Dieser dürfte sich nahtlos in die JuKi eingliedern, falls gewünscht. Gruppenangebote, Konfirmandenarbeit und vielfältige Kooperationen würden das Geschehen in einer Jugendkirche abrunden.

Gemeinsam mit anderen Gemeinden und Einzelpersonen entsteht bei "heavenly sounds" ein vielfältiges Netzwerk. Ziel ist, die populäre Musik in ihrer Vielfalt von Pop über Rock bis hin zum Gospel in den christlichen Kirchen zu fördern, so sicherlich auch am 18.10.2009 um 17:00, beim Dive-Gottesdienst in der Evang. Sonnenhofgemeinde Pforzheim mit dem Thema "Integration durch Sport - die Unified Basketballer aus Bruckberg". Aufgepeppt wird der Gottesdienst durch moderne Lieder, welche die Gottesdienstbesucher zum regen Mitsingen ermuntern wollen.

Verantwortlich für das neue JuKi-Projekt zeichnet das bisherige Kinder- und Jugendwerk, das ab 15. November unter dem neuen Logo "Evangelische Jugend Pforzheim-Stadt und -Land (EJP)" mit dem neuen "Evangelischen Jugendbüro" in der Carl-Schurz-Strasse 72 die bisherige Arbeit noch intensiver fortsetzen möchte.

 
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