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Donnerstag, 9. September 2010
Jugendkirche als "Lichtblick" PDF Drucken
Geschrieben von pierre roh   
Mittwoch, 14. Oktober 2009
Lichtblick - Jugendkirche als -pastoralKoordinaten: N 51° 25,508´ E 7° 12,627´. Neben dem üblichen Strassennamen, lud diese aussergewöhnliche Ortsangabe Ende September die Jugendlichen der Pfarrei zur Heiligen Familie in Bochum ein. Anlass dafür waren die Aktionen zum Auftakt des jugendpastoralen Zentrums "Lichtblick". Jetzt sind also auch in der Jugendarbeit der neuen Pfarrei St. Franziskus die Akzente gesetzt worden und während sich bundesweit Begriffe wie Jugendkirche bzw. JuKi ins Bewusstsein der Jugendlichen drängen, möchte man doch gerne ein JuPaZ sein, ein Lichtblick allemal. So manch einer stellt sich bestimmt die Frage, was dies bedeuten soll. Dies ist eine Frage, die sicher in jeder Pfarrei anders beantwortet werden wird.

Das JuPaZ (Jugendpastorales Zentrum) möchte die Jugendarbeit auf Ebene der Grosspfarrei unterstützen. Das heisst, es sollen bestehende oder auch neue Angebote gebündelt und zentral beworben werden. Die Jugendarbeit der fünf neuen Gemeinden der Pfarrei rückt also näher zusammen. Zudem soll vieles zukünftig stärker gemeinsam, also über die Gemeindegrenzen hinaus, organisiert werden können.

Die Jugendarbeit vor Ort in den Gemeinden läuft so weiter wie bisher, wird aber vermehrt vernetzt und durch Pfarreiaktionen, die auch an unterschiedlichen Orten stattfinden können, ergänzt. Dies ist insbesondere wichtig, da durch die Umstrukturierung, aber auch durch weniger werdende Jugendliche an einigen Orten die Luft dünner und die Arbeit schwieriger wird. Durch die Vernetzung kann es einfacher werden, sich gegenseitig zu unterstützen und so voneinander zu profitieren.

Viele engagierte Leute haben bereits seit längerer Zeit an dem Konzept für das JuPaZ in Bochum/Süd in der Gemeinde Heilige Familie mitgewirkt. Nicht zuletzt deshalb, weil hier Stephan Hill tätig ist, der den Friedens- und Versöhnungsgedanken der Heimkehrer-Dankeskirche jungen Menschen in der ganzen Diözese nahe bringen soll und weil auch der Jugendbeauftragte und Gemeindereferent Florian Remmert seine Arbeit von hier aus gestalten wird.
 
Die Angebote der fünf Gemeinden sollen hier vernetzt werden. Die eigenständige Arbeit läuft aber weiter wie bisher. Aber da, wo die Luft dünner und die Arbeit schwieriger wird, sollen sich die Gemeinden unterstützen:
  • Der "Runde Tisch der Jugend", zu dem sich Vertreter der Gruppen und Verbände der Jugendarbeit der Pfarrei regelmässig treffen, hat sich für den Standort Heilige Familie/ Heimkehrer-Dankeskirche für das Jugendpastoralen Zentrum ausgesprochen, was, wie gesagt, nicht bedeuten soll, dass hier zentralisiert alles stattfindet. Aber an diesem Ort hat die vernetzte und übergreifende Jugendarbeit der Pfarrei sozusagen ihre Basis.
  • Die Kirche Heilige Familie ist als "Heimkehrer-Dankeskirche" auch immer ein Ort, der dem Frieden verpflichtet ist. Daher gibt es hier auch immer wieder Aktionen, rund um das Thema Krieg, Frieden, Gewalt...
Dem neuen JuPaZ, dem Jugendpastoralen Zentrum, fehlte neben dem Konzept auch ein gemeinsamer Name. 20 Vorschläge gingen bei den Organisatoren ein, und "Lichtblick" machte das Rennen. Sein Weg ins Gotteshaus war ungewöhnlich: Drei Gruppen mit Jugendlichen brachen zu einer GPS-Rallye nach Liebfrauen Linden, St. Engelbert Dahlhausen und St. Paulus Querenburg auf. Dabei mussten sie eine elektronische Schnitzeljagd mittels Navigationsgeräten bewältigen, bevor sie die Ziele erreichten. Am Ziel gab es dann "Logostückchen", und in der anschliessenden Jugendmesse, die vom Stadtjugendpfarrer Matthias Feldmann gefeiert wurde, wurden die Teilchen zusammengefügt.

"Lichtblick", so erläuterte Feldmann, "möchte die Jugendarbeit der einzelnen Gemeinden bündeln und somit stärken. ... Vielen Dank an alle, die in den letzten Monaten und Wochen engagiert mit uns nach einem Namen gesucht, ein Logo kreiert und den Auftakt vorbereitet und durchgeführt haben! Viel Beifall gab es auch für die aus den Gemeinden eigens für diese Messe zusammen gestellte Jugendband. Nach dem Gottesdienst wurde der neue Namen noch gebührend beim gemeinsamen Grillen vor der Kirche gefeiert. Mit der Gründung des JuPaZ setzten Stephan Hill und Florian Rommert eine Empfehlung des Bistums um, in jeder neu gegründeten Pfarrei ein Zentrum für Jugendarbeit einzurichten.

Feierliche Enthüllung in Langendreer: Am Auftaktstag starteten drei Gruppen mit Jugendlichen zu einer GPS-Rallye. Die Navigationsgeräte führten die Teilnehmer auf der elektronischen Schnitzeljagd durch das Gebiet der Pfarrei. An drei Zielpunkten der Rallye - St. Paulus in der Hustadt, Liebfrauen in Linden und St. Engelbert in Dahlhausen - bekamen die Gruppen jeweils ein Stück des neuen Logos überreicht. Somit machten sich die Jugendlichen, denen die Rallye viel Spass machte, auf den Weg, um einen Beitrag zum Zusammenwachen der Pfarrei zu leisten.

Die Einzelteile wurden in der anschliessenden Jugendmesse in der Kirche symbolhaft zu einem Ganzen zusammengebaut. Stadt-Jugendseelsorger Matthias Feldmann stellte in der Messe feierlich das neue Logo und den Namen "Lichtblick" vor und erklärte das jugendpastorale Zentrum der Pfarrei für eröffnet. "Lichtblick" möchte künftig die Jugendarbeit der einzelnen Gemeinden unserer Pfarrei verstärkt vernetzen und bündeln. 
Die ca. 100 Besucher der Messe spendeten zum Auftakt reichlich Beifall, auch für die aus den Gemeinden eigens für die Messe zusammengestellte Jugendband, welche die Jugendmesse musikalisch begleitete.

Der Gospelchor "Spirit of Music" war zudem aus Anröchte gekommen. Der Chor mit 50 Sängerinnen und Sängern und einer eigenen Band brachte mit mitreissenden Gospelsongs die Besucher in Stimmung. So wurden sie beim Medley unter anderem zu dem Hit "Oh' when the saints" aktiv eingebunden. Das Konzert war die letzte Veranstaltung von "Heilige Familie for you" (Projekt Jugendkirche). Das Team von "HLF 4u" engagiert sich von nun an im "Lichtblick".  Das anschliessende Grillen auf dem Kirchplatz nutzen viele der Besucher noch als Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen.

Bischof Felix hat seinerzeit gesagt, dass jede Pfarrei ein Jugendpastorales Zentrum haben soll. Für die katholische Jugend im Verbreitungsgebiet gibt es nun zwei neue Anlaufstellen: In Altenbochum und Laer ist es das jugendpastorale Zentrum "Trinity" der Liebfrauenpfarrei an der Ludgeruskirche in Langendreer. Für die Jugendlichen in Wiemelhausen, Steinkuhl, Querenburg und Stiepel ist es das jugendpastorale Zentrum "Lichtblick" der Pfarrei St. Franziskus an der Heimkehrerdankeskirche (Gemeinde Heilige Familie) in Weitmar. Beide sind mit je einem hauptamtlichen Jugendreferenten besetzt und sollen die Jugendarbeit der Pfarreien fördern und vernetzen.
 
 
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