Erstmals wurde die "Lange Nacht der Kirchen" auch nach Slowenien sowie Italien expandiert und Ökumene pur wurde in Salzburg praktiziert: sechs Konfessionen beteiligten sich an der Aktion. Im tschechischen Brünn fand die Veranstaltung bereits am 29. Mai statt. Die "Lange Nacht der Kirchen" begann mit einer ökumenischen Vesper in der Lutherischen

Stadtkirche in Wien und mit einem zehnminütigen Glockengeläut um 17.50 Uhr war die "Lange Nacht der Kirchen" in der Bundeshauptstadt eingeleitet.
Mehr als 310.000 Menschen - davon 130.000 alleine in Wien - haben nach ersten Schätzungen der Veranstalter in diesem Jahr die "Lange Nacht der Kirchen" besucht. Das sind um rund 35.000 mehr Besucherinnen und Besucher als im letzten Jahr. Österreichweit standen rund 700 Kirchen zwischen 18 Uhr und 1 Uhr früh offen und begeisterten jung und alt mit unterschiedlichsten Programmpunkten religiös-spiritueller, musikalischer und kultureller Art.
Insgesamt wurden mehr als 3.000 Einzelveranstaltungen bei freiem Eintritt angeboten und eifrig besucht. Viel Zulauf hatte auch das Programm der Jugendkirche St. Florian. Wer am Freitagabend, 5. Juni 2009, die Wiedner Hauptstrasse entlang spaziert ist, konnte rockige Klänge hören und viele Menschen blieben leicht verwundert stehen, als sie merkten, dass die Musik aus einer Kirche kam. Hier spielten "Cardiac move", die Gewinner des Ö 3- Soundchecks, Österreichs grösstem Bandwettbewerb, auf.
Lange JuKi Nacht in WienDie Jugendkirche Wien startete um halb zehn Uhr in die Lange Nacht der Kirchen und zwar mit zwei Bands. Erst begeisterten "first aid" mit rockig-popiger Musik und danach kamen "Cardiac Move", die Gewinner des Ö3-Soundchecks.
Während des ganzen Abends konnten die Besucher in der "Blue Box", einem eigenen Raum, gemütlich auf Sofas beisammen sitzen. Es gab Knabbereien und Brote und so auch Zeit und Platz für Gespräch und Begegnung.
"Die Jugendkirche Wien ist ein Projekt der Katholischen Jugend Wien. Wir stehen in der Langen Nacht der Kirchen für die Katholische Jugend und wollen ein spezielles Programm anbieten, das zeigt, dass Kirche ein bisschen anders sein kann und man ein vielfältiges Programm in der Kirche erleben kann, mit sehr viel Musik", erklärt Theresa Kalantzis, die Projektleiterin der Jugendkirche Wien. Kurz nach halb zehn Uhr startete auch die erste Band, "first aid", in den Abend: "Wir freuen uns sehr darüber, in der Langen Nacht der Kirchen aufzutreten", und schon tanzte der Bär.
"firstaid" sind eine Rock-Pop-Band, die bereits seit zehn Jahren in derselben Formation spielen. Wie sie dazu gekommen sind, gerade in der Langen Nacht der Kirchen aufzutreten, erzählen die Mitglieder: "Zwei von uns sind bei den Pfadfindern sehr aktiv. Da auch Leute aus dem Organisationsteam der Jugendkirche bei den Pfadfindern engagiert sind, wurden wir gefragt ob wir nicht hier auftreten wollen und wir haben uns gedacht, warum nicht."

Die Jugendkirche Wien ist für ihre Jugendgottesdienste, die mit viel Musik und Licht gestaltet werden, mit einer speziellen Sound- und Lichtanlage ausgerüstet und die Bands konnten so richtig loslegen. "Wir freuen uns sehr in der Langen Nacht der Kirchen hier aufzutreten. Das ist für uns etwas ganz Besonderes, einmal in einem solchen Rahmen zu spielen, also in einer Kirche, das kann man als Band gerade mit Rockmusik nicht so oft", so die Mitglieder von "first aid", die ihr Publikum begeisterten.
Nach "first aid" traten "Cardiac Move" auf und die Lange Nacht der Kirchen in der Jugendkirche endete erst weit nach Mitternacht mit einem Night Prayer. Theresa zeigte sich, wenn auch müde, restlos begeistert: "Es war echt eine geniale Sache. Die Bands haben echt Spitzenmusik geboten und der Nightprayer war ein genialer Abschluss. So eine eindrucksvolle Lange Nacht hat sicher nicht jeder erlebt!"
siehe auch →
Lange Nacht der Jugendkirche Wien