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Freitag, 30. Juli 2010
Jugendkirche - wo warst du? PDF Drucken
Geschrieben von pierre roh   
Montag, 25. Mai 2009
Jugendkirche auf dem KirchentagStärkung für den Glauben und Kursbestimmung in der Krise: Der 32. DEKT endete mit dem Ruf nach Solidarität und Gerechtigkeit und dem Wunsch nach mehr Ökumene. Dies erklärten die Organisatoren in einer vorläufigen Bilanz. Der Kirchentag habe auf gesellschaftliche und politische Konsequenzen aus der Krise gepocht und den Einzelnen ermutigt, sich tatkräftig für die Zukunft einzusetzen, sagte die erleichterte Kirchentags-Generalsekretärin Ellen Ueberschär.  100'000 Dauergäste waren zu dem fünftägigen Christentreffen gekommen, das am Sonntag mit einem zentralen Abschlussgottesdienst zu Ende ging. Es war kein kämpferischer, sondern ein nachdenklicher Kirchentag."

Zu seinem 60-jährigen Jubiläum stand der Kirchentag unter dem Motto "Mensch wo bist Du?" Dies müsse nun übersetzt werden in die Frage "Mensch, was kann ich tun?", so Kirchentagspräsidentin Karin von Welck. In überfüllten Gottesdiensten hätten gerade junge Menschen Vergewisserung gesucht und ihren Glauben gelebt - und der Zuspruch bei Debatten zu Theologie und Ethik habe gezeigt, dass wesentliche Fragen wichtiger würden in der Gesellschaft. Fragen des Glaubens hätten auf dem Kirchentag ein grosses Publikum bewegt. "Beteiligt euch und übernehmt Verantwortung", lautete der meistgehörte Appell nach Auffassung der Kirchentagspräsidentin und der wiedergewählte Bundespräsident Horst Köhler rief dazu auf, sich für eine solidarische und gerechte Welt einzusetzen: "Jeder kann seinen Beitrag leisten, die Welt ein bisschen besser zu machen."

Dieses Bestreben, etwas zu verbessern, beherzten dann auch gleich viele umarmungswillige Jugendliche auf ihre ganz spontane Art, denen mit ihren Schildern "Free Hugs" (Gratis-Umarmungen) kaum auszuweichen war. Sie boten ganz umsonst Abbau von Berührungsängsten durch Körpernähe - Schwupp-Di-Wupp hingen sie dir an der Backe - "Powered by Jesus", wie ein Umarmer verriet. "Die Grundidee ist die christliche Nächstenliebe", wurde von den Jugendlichen und jungen Erwachsenen erläutert, die dieser Zuneigungsbekundung huldigten.

So mancher verklemmte Gläubige flüchtete entsetzt in den nächsten Hauseingang. Da half es auch wenig, dass zum Angebot des Deutschen Evangelischen Kirchentags neben Jugend-, Techno- und Motorradgottesdiensten auch der Vortrag "Küssen ist Beten - Erotik und Spiritualität" in der Martin-Luther-Kirche gehörte, der vom Fehlen der Sinnlichkeit auf dem Kirchentag handelte.

"Der Glaube ist nicht nur intellektuell", ist sich der Redner Wunibald Müller, ehemaliger Leiter des Referendates für Pastoralpsychologie und Praxisbewertung, sicher. Das menschliche Verlangen nach Liebe werde durch Abstraktion und theologische Überhöhung abgeschnitten. Müller forderte die Kirchen auf, ihr Korsett, das sie im Namen der Barmherzigkeit angelegt haben, zu lockern, auch um zwischenmenschlichem Fehlverhalten entgegenzuwirken.

Dass Christsein nicht verklemmt, öde, alt und out sein muss, konnten junge Kirchentagsbesucher im Zentrum Jugend (ZJ) erleben. In einem Teil des Hafens war Platz für einen jungen Kirchentag, der zum Tanzen und Singen, Reden und Denken, Hören und Handeln, vor allem zum Mitmachen oder einfach nur, um sich zu treffen und abzuhängen einlud. Zum ZJ gehörte auch ein eigener Spiel- und Sportpark, der Platz für unterschiedlichste Aktivitäten bot. Egal, ob Beachvolleyball- oder Basketballturniere, Sandskulpturen-Bau oder heisse Verfolgungsjagden auf der Carrera-Autobahn - im ZJ war immer etwas geboten.

Das ZJ lebte in diesen Tagen von 90 Projekten, die von 1600 Jugendlichen aus ganz Deutschland gestaltet wurden. Sie rockten und zauberten was das Zeug hielt, stellten Quizfragen, warfen in Theaterstücken ungewöhnliche Blicke auf biblische Geschichten und entwickelten so neue Sichtweisen auf die ganz schön spannende Abschnitte der Testamente oder setzten sich in einer Multimedia-Mitmachshow mit dem Leben von Martin Luther King Jr. auseinander.

Das hatten die ca, 3.000 Jugendlichen bereits ausgiebig getan, bevor sie am Samstag während des Kirchentages den ersten bundesweiten "Konfi-Tag" gefeiert haben. Eigens mit einem Nostalgie-Sonderzug waren 500 Konfirmanden gemeinsam mit Landesbischof Friedrich Weber von Braunschweig angereist. Eine fünfköpfige Gruppe kam aus Moskau. 600 Jugendliche mussten allerdings zu Hause bleiben, weil die Veranstalter das Interesse am "Konfi-Tag" unterschätzt hatten. Der überwiegende Teil der Jugendlichen kam aus Norddeutschland.

Viele Jugendliche würden sich nach der Konfirmation von ihrer Gemeinde abwenden, sagte Organisatorin Inken Christiansen. Sie hoffe, dass die Jugendlichen auf dem Kirchentag erlebt hätten, dass Kirche auch ganz anders sein könne. Ausserdem sei der "Konfi-Tag" Werbung für den evangelischen Kirchentag. "Wer einmal infiziert ist, kommt in zwei Jahren wieder."

Damit der Bezug Jugendlicher zur Kirche nach der Konfirmation nicht sofort wieder abbricht, ist es nach Ansicht des Musikproduzenten Dieter Falk notwendig, nicht nur die Jugendarbeit der Kirche auszubauen, sondern vor allem die Eltern in die Pflicht zu nehmen. "Manchmal reicht es schon, wenn Eltern ihren Kindern einen Schubs geben, kirchliche Gruppenangebote zu nutzen", riet der zweifache Familienvater, der Gast der Gesprächsreihe "Rotes Sofa" der evangelischen Kirchenpresse am 23. Mai auf dem Evangelischen Kirchentag in Bremen war.

Um Jugendliche in die Kirche zu holen, reiche es nicht aus, umfangreiche Angebote auf Grossveranstaltungen wie auf dem Kirchentag oder dem Gospelkirchentag zu machen. "Das ist eine Chance für die Kirche, doch die Arbeit fängt dann erst an", betonte Falk und rief Erwachsene, die Positives in ihrer Kindheit und Jugend in der Kirche erlebt haben, auf, mehr Mundpropaganda für ihre Kirche zu machen. Nach Falks Wahrnehmung wird generell viel über Glauben und Kirche geredet. Religion dürfe nicht knöchern daherkommen, betonte Falk, der aus einem christlichen Elternhaus stammt.

Jugendkirchen bieten vielfach eine Möglichkeit, die Kirche zu "entknöchern" und die Jugendlichen über den Konfi-Unterricht hinaus in der Kirchengemeinschaft zu beheimaten, wie auch der Bielefelder Jugendpfarrer Thomas Wandersleb überzeugt ist: "Die Jugendkirche kann Jugendlichen nach der Konfirmation in der schwierigen Phase der Pubertät und des Erwachsenenwerdens einen selbst gestalteten kirchlichen Raum für selbstbestimmte religiöse und spirituelle Erfahrungen und die je eigene Lebensgestaltung zur Verfügung stellen."

Der Kirchentag wolle die 13- und 14-Jährigen mit diesem Konfi-Erlebnis-Tag motivieren, neue Ideen in ihre Gemeinden zu bringen, hoffte Inken Christiansen. Angeboten wurden Theater, Mal-Workshop, Akrobatik, ein "Glaubensbarometer" und Gespräche mit Jugendlichen aus Peru. Prominenter Gast war Eddy Hünecke von den "Wise Guys".

"Im Glauben steckt viel Menschlichkeit, und daran glaube ich. Das Ja-Sagen zum Leben, die Offenheit gegenüber Andersdenkenden zu transportieren. Dafür bin ich der Richtige", erzählte uns Thomas D., der allerdings nach einer neuen → EKD-Studie ganz im Trend liegt, wenn er fortfährt, dass er zwar getauft und konfirmiert sei, aber "die Konfirmation hat mich enttäuscht, da ging es nicht um das Wahrhaftige."

Wenige Stunden vor dem "Konfi-Tag" hatte er ein vielbeachtetes Benefiz-Konzert auf der Bühne Bürgerweide des Messegeländes gegeben, bei dem auch Philipp Poisel und Martin Jondo zum 50. Jubiläum von "Brot für die Welt" auftraten. Thomas D. engagiert sich seit Jahren in den Bereichen Ernährung, Globalisierung und Welternährung und auch für die Menschenrechtsorganisationen Amnesty International und Terre des hommes.

Beim Kirchentag in Köln hatten sieben Mitglieder des Jugendausschusses in Projektleitungen mitgearbeitet. Konkret waren das, neben dem ZJ, das Forum Sport, Forum Naher Osten, Irak und Iran, Forum Weltwirtschaft, Themenhalle Medien und Weltwissen und Tagzeitengebete. Arbeitspunkte waren die Kirchentage, der Auftritt des Jugendausschusses, die Mitarbeit in Projektleitungen, anstehende Veranstaltungen, aber auch die Öffentlichkeits- und Nachwuchsarbeit des Ausschusses.

Jugendkirche - wo warst du?

Es gab kaum eine Homepage der evangelischen Jugendkirchen, die keine organisierte Fahrten zu den Kirchentagen in Bremen angeboten hätten. Das reichte von Tagesausflügen bis zu Komplettangeboten für alle Tage inkl. Übernachtungsvorschläge und gemeinsame Event- und JuGodi-Besuche - doch nur wenige JuKis zeigten sich bereit, selbst tätig zu werden und aktiv am Kirchentag mitzuwirken. Hier war eine grossartige Möglichkeit, auf die bundesweit sehr erfolgreiche Arbeit einer entstehenden JugendKirchenBewegung (JuKiBe)aufmerksam zu machen und um flächendeckende Unterstützung zu werben.

Immerhin: Die JuKi Delmenhorst sorgte während des Abends der Begegnung auf der Oldenburger Meile für das leibliche Wohl, deren kulinarisaches Angebot von Steakbrötchen die JuKi Osnabrück mit Fallafeln und Brezeln abrundete. Aber nicht nur die Gaumenfreuden wurden durch JuKi-Aktionen gekitzelt.

Ab Donnerstag, 21.5. (Feiertag) waren die JuKi Soest und die JuKi Kassel mit einem Einzel-Stand auf dem Markt der Möglichkeiten in der Messehalle 5 vertreten, mit einem Film, Fotos und Texten. Ausserdem stehen Mitabeiter und Jugendliche für Gespräche bereit. "Das ist eine tolle Sache für uns", freut sich Jugendreferentin Petra Englert auf das Gastspiel in Bremen.

"Wir sind hier als echtes Vorzeigeobjekt eingeladen worden, denn unser Konzept ist einmalig und erfolgreich." Heinz-Georg Englert ist ehrenamtlicher Freizeitleiter des Projekts "Jugendkirche Soest". Seit knapp drei Jahren gibt es diese Einrichtung, die einmal im Monat einen Jugendgottesdienst organisiert.

"300 junge Menschen nehmen regelmässig daran teil, und es werden immer mehr", erzählt Englert stolz und verweist auf das Erfolgsrezept made in Soest: "Bei uns wird alles im Team gemacht und jeder findet seinen Platz, ganz nach dem jeweiligen Talent." In Bremen ist der Soester Jugendkirche-Stand auch sofort schon wieder dicht umlagert, um auf ihre Belange aufmerksam und die Jugendlichen auf diese doch recht neue und für viel zu viele noch unbekannte Möglichkeit der Glaubensäusserungen aufmerksam zu machen.

Die JuKi Luca aus Bielefeld servierte mit aus diesem Grunde während der gesamten Tage auf einer Aktionsfläche für Jugendliche ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm, dem man gespannt folgen konnte und das sich als einer der Anziehungspunkte für Jugendliche entwickelte. Die JuKi Wuppertal gestaltete am Samstag um 20 Uhr im ZJ den JuGodi 'PopGebet' mit Beats und Gebeten, Kerzenschein und Videos. "Mit der Band FaithAmp und ca. 700 Besuchern haben wir einen grossartigen Jugendgottesdient gefeiert. Das Zusammenspiel von Musik, Videos und Worten hat sehr gut funktioniert und die Stimmung war fantastisch!", freuten sich die Verantwortlichen.

An drei Tagen führten 17 Jugendliche der JuKi Mannheim und ihre Band das Musical "Carpe Diem - Nutze den Tag" auf, drei Mal riesiger Applaus von jeweils 300 Besuchern. "Es geht darum zu zeigen, wie wichtig es ist, den anderen zu akzeptieren, auch wenn er anders ist", sagt Anna Kuchenbuch. "Carpe Diem" erzählt von einer pubertierenden Mädchenclique; von einem Punker, der in einem Eisenbahnwaggon lebt, und dessen Freundin sich schämt, sich zu ihrer Liebe zu bekennen; von Jugendlichen, die sich toller, besser, schöner fühlen als die anderen. Sie alle treffen bei einer Casting-Show aufeinander und merken nach einem tragischen Unfall, wie wichtig Toleranz ist. Die Songs sind im Übrigen "hausgemacht" vom Musikbeauftragten der JuKi, Eckhard Stadler.

Es war nicht das einzige Bühnenstück, das speziell von Jugendlichen für Jugendliche konzipiert worden war. 15 Potsdamer Jugendliche führten im ZJ am Freitag in einer alten Industriehalle im Hafengelände vor rund 1000 jugendlichen Zuschauern das Pilatus-Evangelium auf, ein Theaterstück nach einem Roman von Eric Emmanuel Schmitt, unter Leitung von Pfarrer Markus Schütte, das bereits 2008 in der Friedenskirche Potsdam uraufgeführt worden war. Eine Jury hatte die Inszenierung unter mehr als 400 Einsendungen für die Aufführung beim Kirchentag ausgewählt. Unter Aufnahme biblischer Motive erzählt es von der fiktiven Suche des römischen Statthalters Pontius Pilatus nach dem Leichnam Jesu von Nazareth und seinem ungewöhnlichen Weg zum Glauben.

Die Jugend Potsdams teilte sich die grosse Bühne mit vielen anderen, zum Teil internationalen Beiträgen und auch mit der JuKi marie aus Einbeck, die ihr Tanzprojekt im ZJ präsentierten. Die 27 Tänzerinnen und Tänzer der marie tanzten "Gebet an den Planet" dabei vor über 1000 Zuschauern Jugendkirchenvorsteher Sebastian Fleischmann hierzu: "Dieser Auftritt ist der Grösste, den die marie bisher gemacht hat." Inhaltlich spannt "Gebet an den Planet" den Bogen von der Schöpfungsgeschichte aus Genesis bis hin zur Johannisoffenbarung und der damit verbundenen Apokalypse. Prägnante Choreografien, verschiedenste Musikstile und eine abwechslungsreiche Lichtshow füllen an diesem Abend das "Zentrum Jugend".

Das Tänzerensemble hat einen Ausschnitt aus "Gebet an den Planet" vor der Cap San Diego, dem weltgössten seetüchtigen Museums-Frachtschiff, getanzt, wurde dabei von Radio Bremen gefilmt. Im Anschluss hat Lia-Marlin von Oesen ein Interview geführt und dank dem Internet ist die Sendung mit dem Auftritt der marie auch im Internet zu sehen. Hier der → Link direkt zur Sendung "buten un binnen" vom 22. Mai ("Gebet an den Planet" läuft nach ca.10 Minuten).

Und mit ihrer Musikclipproduktion "Baustelle Leben" ist die JuKi Hannover ein Baustein der interaktiven Ausstellung "Leben! Und wie?!" des Landesjugendpfarramtes. Erstmalig wurden die acht aufwändigen Installationen, die Jugendliche unter Anleitung von Künstlern und Ausstellungsmachern in einem längeren Diskussions- und Bauprozess angefertigt haben, gezeigt und erfahren. Cornelia Dassler, Landesjugenpastorin, beschrieb bei der Eröffung dieses Projekts , das "Unternehmen" als ein Wagnis, das sich gelohnt habe.

Christoph Dahling-Sander, Sekretär der Hanns-Lilje-Stiftung, freute sich, dass diese Ausstellung über den Kirchentag hinaus erhalten bleibt und in Kirchenkreisen als Wanderausstellung aufgebaut wird und wünschte allen Anwesenden, dass sie die Ausstellung an wenigstens zwei Orten besuchen mögen: "Ihr werdet sehen, sie wirkt jedesmal ganz anders."


Der Abschlussgottesdienst unter freiem Himmel markierte am Sonntag das Ende des fünftägigen Kirchentages. Insgesamt waren 99 500 Dauerteilnehmer sowie zahlreiche Tagesgäste zu den 2500 Veranstaltungen in die Hansestadt gekommen. Der Kirchentag, der unter der Losung "Mensch, wo bist du?" stand, hatte sich vor allem mit Themen rund um die Weltwirtschaftskrise, Demokratie und Menschenwürde sowie dem Dialog der Religionen beschäftigt.

Es sei ein "Kirchentag der Suche nach gemeinsamen Auswegen" gewesen, sagte Generalsekretärin Ellen Ueberschär. "Wer Sit-ins wie zu 68er Zeiten erwartet hatte, muss enttäuscht gewesen sein." Das liege aber weniger am Kirchentag selber, als an der Zeit, "in der wir leben". Schliesslich sei "die Zeit der klaren Fronten und Antworten vorbei."

Ähnlich äusserte sich Kirchentagspräsidentin Karin von Welck beim Abschlussgottesdienst: "Wer sagt, der Kirchentag sei zu zahm geworden, der verkennt, dass die komplexen Probleme unserer Zeit nicht durch plakative Antworten gelöst werden können." Der Kirchentag sei ein "Ort der Ermutigung" gewesen, um "auch in Zeiten von Krisen, Bedrohungen und Schwierigkeiten nicht den Weg des geringsten Widerstands zu gehen, sondern als Christen Verantwortung für unsere Zukunft zu übernehmen."

Den Vorwurf, der Kirchentag sei ein reines Spass-Ereignis ohne Inhalt wies Maximilian Runge (18) aus Kiel zurück: "Auch gemeinsam Musik zu machen und zu erleben, verbindet." Gerade junge Menschen würden so einen Weg zur Kirche finden. "Ich nehme viele ICQ-Adressen und Handynummern von neuen Freunden mit nach Hause", sagte Bente (13) aus Königs-Wusterhausen bei Berlin. Junge Teilnehmer zogen zum Abschluss des Kirchentages also eine durchweg positive Bilanz.

Dennoch ist zu hoffen, dass auf dem 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag mehr JuKis sich dazu durchringen können, ihre Kirche mit Stolz und Zuversicht zu präsentieren. Der nächste Deutsche Evangelische Kirchentag soll 2011 in Dresden stattfinden. Für den Ökumenischen Kirchentag 2010 in München äusserten die Veranstalter den Wunsch, ein "deutliches Signal" für die Ökumene zu geben - und gerade da müsste sich die JuKiBe verstärkt hervortun.

siehe zudem:
 
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