
"Christians in Cinema", eine Gruppe christlicher Filmemacher in Amerika, schrieb vor kurzem in einem Kommentar: "Pixar ist bekannt für seine unglaublichen Filme, aber sie könnten noch für etwas anderes bekannt sein: dass dort Menschen des Glaubens arbeiten." Die Produktionsfirma für Animationsfilme gehört zu den erfolgreichsten ihres Metiers Die fundamentale Unsicherheit des Kinos, seiner gesamten Wahrnehmung und Kommunikation, ging an der christlichen Erlebniswelt keineswegs unbemerkt vorüber. Der Autor der Drehbücher für die Pixar-Filme "The Incredibles" ("Die Unglaublichen") und "Ratatouille", Brad Bird, etwa ist gläubig. Gott helfe ihm, dass er trotz des Erfolges mit den Füssen auf dem Boden bleibe, sagte er der Zeitung "The Register-Guard" aus Oregon.  Einer der Pioniere des Pixar-Kosmos ist Andrew Stanton, der bei den meisten Pixar-Produktionen beteiligt war und bei zwei Filmen Regie führte. So zuletzt 2008 bei dem erfolgreichen Streifen →" Wall-E". Sein Film "Findet Nemo" erhielt 2004 einen Oscar. Der 42-jährige Stanton sprach 2008 mit "Christian Today" über seinen christlichen Glauben. "WALL-E" ist die Liebesgeschichte zwischen zwei leblosen Objekten und enthält einige biblische Bezüge, so der Regisseur. Wenn Eva mit einer Pflanze zu den Menschen zurückkommt und damit signalisiert, dass wieder Leben auf der Erde möglich ist, erinnert das an die Geschichte von Noah, dem eine Taube ein Ölblatt bringt und damit zeigt, dass die Sintflut ein Ende hat. Dabei waren die biblischen Bezüge nicht von vornherein geplant, sagt Stanton. "So viel vom Alten Testament gehört ganz einfach zu unserer kulturellen DNA." Auch wenn sich manche Christen mehr 'Filme mit Botschaft' wünschten, in denen das Evangelium klar und deutlich gepredigt werde, wolle Stanton auf keinen Fall solch einen "Film mit Botschaft" schaffen. "Nur weil man einen festen Glauben hat, heisst das nicht, dass man plötzlich alles für ein bestimmtes Publikum herunterbrechen muss. Uns wurde ein Gehirn gegeben, damit wir es benutzen, und wir haben Talente bekommen, damit wir sie benutzen. Und so wie es in dem, was man gemeinhin 'säkulare' Unterhaltungsindustrie nennt, unglaubliche Talente, Intelligenz und Weisheit gibt, gibt es keinen Grund, das auf irgendeinem anderen Gebiet zurückzuhalten." Ihm komme es vor allem darauf an, gute Filme zu machen, Filme für die Familie. "Wenn das den christlichen Zuschauern gefällt, umso besser. Ich mag es nicht, wenn man Menschen in eine Kiste steckt und mit einem Label versieht." "Warum nur scheint die Quelle der Fantasie dort tiefer zu liegen als bei der Konkurrenz?", fragte ein Kommentator von "Christianity Today". "Vielleicht liegt es daran, dass viele Prinzipien der Firma in Übereinstimmung mit dem Schöpfer selbst in Einklang stehen", mutmasst der Autor über die Filmschmiede, die diesen Sommer den zehnten Film von Pixar namens "Oben" herausbringt. "Für jeden Lacher muss es eine Träne geben", erläutert ergänzend John Lasseter, Chef der Kreativschmiede Pixar, in Cannes das noch vom Trickfilmpionier Walt Disney übernommene Rezept. So bietet "Oben" jede Menge Freude, Witz und Humor, aber eben auch jene Momente der Rührung und Melancholie, die das Lachen kurze Zeit später zur Befreiung machen. OBENUSA 2009 - Kinostart Deutschland: 24.09.2009 Regie: Pete Docter - Drehbuch: Bob Peterson  Trotz schlechter Vorzeichen wie Wirtschaftskrise und Schweinegrippe wurde der Eröffnungsfilm "Oben" in Cannes Mitte Mai ausgiebig bejubelt. Kritiker und Publikum lobten den ersten 3D-Eröffnungsfilm in der Festival-Geschichte und feierten anschliessend auf einer Party am Carlton Beach weiter. Bryan Ferry sang bei der Eröffnungszeremonie, bei der auch Jury-Präsidentin Isabelle Huppert sowie Chansonier Charles Aznavour, der französischen Sprechstimme der Hauptfigur, anwesend waren. Carl ist ein alter, grantiger Mann, der den Tod seiner quirligen Frau nur schwer verwinden kann. Wie in einem bewegten Bilderbuch führt "Oben" in einer langen Passage durch das Leben dieses Liebespaares und macht deutlich, wie eng diese Bindung war, wie einsam sich Carl jetzt fühlen muss. Vor allem quält ihn, dass er mit seiner Frau den Traum von einem grossen Abenteuer, eine Entdeckerreise an die Tafelberge Venezuelas, niemals verwirklicht hat. Direkt vor seinem Zwangsumzug in ein Seniorenheim bricht Carl aus. Er bindet Tausende bunter Luftballons an sein kleines Holzhaus und entflieht seinem Schicksal. Nur durch Zufall hat er Begleitung, Russell, eine pummelige kleine Nervensäge. Und wie durch ein Wunder landen die beiden tatsächlich hoch oben auf einem dieser rätselhaften Berge in Südamerika und freunden sich mit einem kuriosen Paradiesvogel an. Doch ein böser Gegenspieler mit dressierten sprechenden Hunden macht ihnen dort das Leben schwer. Ein Kommentator von "Christianity Today" schrieb: "Jedes Mal, wenn Pixar einen neuen Film herausbringt, erscheint er mir immer als der am längsten ersehnte Film des Jahres - und "Oben", der diesen Sommer herauskommt, ist da keine Ausnahme." "Oben" ist ein gefühlvoller Spass mit eindeutiger Botschaft: Verwirkliche Deine Träume, aber begreife das ganz normale Leben als wahres Abenteuer. Regisseur Pete Docter ("Die Monster AG") zieht alle Register der visuellen Gestaltung und spielt meisterlich mit dem sinnlichen Zugewinn der dreidimensionalen Projektion, die der Leinwand durch die entsprechenden Brillen mehr Bewegung und Tiefe verleiht. "3D ist ein grosses spassiges Spielzeug", sagte Docter in Cannes und strahlte dabei wie ein reich beschenkter 12-Jähriger. Alle technischen Tricks seien jedoch nichts ohne die richtige Geschichte, betonte Lasseter. "Wo ist das Herz der Story?", das sei während der ganzen Entwicklung die grösste Herausforderung für das gesamte Team gewesen. Der Film "Up", der in den USA bereits am 29. Mai, in Deutschland jedoch unter dem Titel "Oben" erst am 24. September in die Kinos kommt, zeigt einmal mehr, um mit dem Regisseur zu sprechen: "Kunst ist für mich ein Weg, etwas auszudrücken, was man nicht mit Worten sagen kann. ... Selbst wenn man eine Geschichte hat, die eine Moral vermittelt, verliert sie an Kraft, wenn man sie einfach so präsentiert. Nicht, dass wir irgendwie hinterhältig sein wollten, aber man hat mehr Möglichkeiten und kann Wirkung auf Menschen ausüben, wenn man nicht mit der Tür ins Haus fällt." Auch Jesus brachte seine Ansichten schliesslich in Parabeln unter. Bis zum deutschen Kinostart sollen nach Angaben des Verleihs in fast allen Großstädten die Lichtspieltheater mit den Möglichkeiten der 3D-Projektion ausgestattet sein. In allen anderen Kinos wird er in der normalen Fassung gespielt. HANNAH MONTANA: Der FilmUSA 2009 - Kinostart Deutschland: 01.06.2009 Regie: Peter Chelsom - Drehbuch: Daniel Berendsen - Buch: Michael Poryes, Richard Correll, Barry O'Brien  "Hannah Montana" - bei diesem Namen fangen bevorzugt weibliche Jugendliche an zu kreischen, bekommen Beklemmungen und sind nicht selten einer Ohnmacht nahe. Die 16-Jährige Miley Cyrus ist seit vier Jahren das derzeit grösste Teenie-Idol. Sie ist der Star der Disney-Serie "Hannah Montana", die in über 150 Ländern im Fernsehen läuft. In den USA lief die Kinoversion der erfolgreichen Disney-TV-Serie bereits im April an und spielte am ersten Kinowochende 33 Millionen Dollar ein. Nun kommt die Geschichte vom Landei Miley Stewart, das ein anstrengendes Doppelleben als Rockstar Hannah Montana führt, pünktlich zu den Pfingstferien auch hierzulande in die Kinos. Ungezählte Teenies schwärmen für den Teenie-Star Miley Cyrus alias Hannah Montana. Nach dem Konzertfilm "Hannah Montana/Miley Cyrus: Best of Both Worlds Concert Tour" aus dem vergangenen Jahr nun also ein Spielfilm: Als Hannah Montanas Popularität die Kontrolle über ihr Leben zu übernehmen droht, reist Miley Stewart auf Drängen ihres Vaters in ihren Heimatort in Tennessee, um dort herauszufinden, was wirklich im Leben zählt. Das brave College-Girl Miley Stewart (Miley Cyrus, eigentlich Destiny Hope getauft), das sich abends in die Sängerin Hannah Montana verwandelt, fühlt sich ausgebrannt und wird vom Vater (Billy Ray Cyrus) in die Heimat Tennessee gebracht. Zwei Wochen bodenständiges Leben auf dem Land sollen Miley von ihren wachsenden Star-Allüren befreien. Dort verliebt sie sich in den bemerkenswert blonden und blauäugigen Nachbarsjungen Travis (Lucas Til). In Tennessee soll sie daran erinnert werden, was das Leben ausmacht. Heimat und Familie, rechtschaffene Arbeit, frühes Aufstehen und handgefertigte Musik. "Hannah-Entgiftung", sagt Robby Ray. Er singt auf der Veranda: "Find my way back to Tennessee. Find my way back to you and me." Die wahren Werte sind in Mileys Innerem noch vorhanden, nur verschüttet. Sie fühlt sich zunächst von Landeiern und Dreck umgeben und geplagt von lästigen Pflichten. Selbstverständlich ist man auch in der Provinz verrückt nach Hannah Montana. Allerdings darf Mileys Reinkarnation erst wieder auferstehen, als sich Miley in das liebenswerte, unschuldige, bodenständige, bescheidene Geschöpf zurück verwandelt hat, von dem sich Disney anstandslos vertreten lässt. Da sagt sogar die gestrenge Grossmutter: "Was du tust, ist eine gute Sache." Disneys modernes Aschenputtel wechselt täglich zur Pop-Prinzessin und wieder zurück. Es führt ein Doppelleben, das nicht mehr auf Zauberkraft beruht, sondern auf Branchenwissen, effizienter Zeiteinteilung, Fleiss und Selbstverleugnung. Nur ihre Managerin (Vanessa Williams), ihre beste Freundin (Emily Osment), ihr Bruder (Jason Earles) und Papa Robby Ray wissen von ihrem Doppelleben. Miley ist in Tennessee geboren und lebt in Kalifornien - privat wie im Film. Auch im echten Leben, so Cyrus, bringe ihr Vater sie nach einem langen Drehtag wieder auf den Teppich zurück. Von der unscheinbaren Freundin wird sie ebenfalls ermuntert. Und der Vater singt mit ihr ein Lied über die Raupe und den Schmetterling. Als dann ein skrupelloser Spekulant ein Einkaufszentrum bauen möchte, scheitern seine Pläne an Hannah Montana, die mit einem Benefizkonzert im Landhaus-Look die dörfliche Idylle rettet. Ihr Vater, der Country-Sänger Billy Ray Cyrus ("Achy Breaky Heart"), ist sowohl im Leben wie im Film ihr engster Partner, was die Verflechtung von Schein und Sein noch steigert. Die Eltern sind der Karriere ihrer Tochter zuliebe mit ihren insgesamt fünf Kindern aus dem ländlichen Nashville in den Moloch Los Angeles gezogen. Miley war elf, als sie sich hier erstmals um die Rolle der Hannah Montana bewarb, und zwölf, als Disney sie engagierte. "Der Verlust von ein bisschen Privatleben wird mehr als aufgewogen durch den Gewinn", sagt Miley Cyrus. Mal hat sie Annie Leibowitz mit nichts als einem goldenen Laken abgelichtet. Paparazzi haben sie beim Sport ohne BH geknipst. Und auf der DVD zur Welttournee sass Miley Cyrus neben ihrem Vater im Geländewagen, ohne Gurt. Da rauschte es besorgt im Blätterwald. Dafür trägt sie einen besonders auffälligen Keuschheitsring. "Ich nehme meine Jungfräulichkeit mit in die Ehe. Ich wurde in einer christlichen Familie erzogen." Dies erklärte der neue Hollywood-Jungstar, der wechselweise mit dem Unterwäsche-Model Justin Gaston (20), Nick Jonas (Jonas Brothers) oder Gregg Sulkin (Schauspieler) liiert sein soll, erst kürzlich gegenüber der Zeitung "Daily Mail". Der Filmstar trägt also einen Ring der Bewegung "True love waits" (Wahre Liebe wartet). "Das Leben ist wie ein Anstieg", sagt die Miley auf der Leinwand: "Aber oben hast du eine tolle Aussicht." Disneys ewiges Moralgebäude wurde gegen Angriffe des Alltags früher harmloser verteidigt. Miley Cyrus, getauft auf den beredten Namen Destiny Hope, wurde mit 13 Serienstar. Mit 16 grüssen ihre Wachsfiguren in Berlin, New York und London. Ihre Memoiren sind verfasst, doch treuherzig versichert sie: "An Idole glaube ich nicht. Ich möchte nicht, dass die Leute zu mir aufschauen und einfach nur wie ich sein wollen." Das ist doch wirklich nett. KORAN KINDERBRD 2009 - Kinostart Deutschland: 04.06.2009 Regie: Shaheen Dill-Riaz - Drehbuch: Shaheen Dill-Riaz, mehr...  Der in Bangladesch geborene Regisseur Shaheen Dill-Riaz kam über ein Kultur-Stipendium des Goethe Instituts Berlin nach Deutschland. Arbeitete er anfangs als Filmjournalist, widmete er sich zunehmend dem Studium der Kunstgeschichte an der FU Berlin und ab 1995 dem Kamerastudium an der HFF Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg. Sein Abschlussfilm "Sand und Wasser" wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet und 2008 gewann er mit der Dokumentation "Eisenfresser" den "new berlin film award". Mit seinem neuen Dokumentarfilm ist ihm ein (streng verbotener) Blick in die "Madrasas", die Koranschulen des indischen Subkontinents, gelungen. Er dokumentiert in seinem bisher persönlichsten Film den Alltag von Koranschulen (Madrasa) in Bangladesch. Für seine Eltern wäre dies nicht in Frage gekommen, obwohl die Religion eine grosse Rolle in ihrer Familie spielt. Mit der Dokumentation "Korankinder" begibt sich Dill-Riaz auf gefährliches Terrain - dennoch gelang es ihm, mit der Koranschule in Amirabad in Verbindung zu treten und Schüler wie Lehrer zum Koran, zur Religion und zur Medrasa zu befragen. Zu Wort kommt auch der Medrasa-Kritiker Prof. Salimullah Khan. Er bemängelt die Einseitigkeit der Ausbildung, hebt aber auch die historische Bedeutung von Medrasas hervor, die einst die einzige Ausbildungsmöglichkeit für Muslime waren. Im Fokus von Shaheen Dill-Riaz' Dokumentation steht die Wechselwirkung von Bildung, Religion und politischem System. In ihrem Selbstverständnis sind diese Schulen der abendländischen Idee von Aufklärung und Bildung diametral entgegengesetzt. Trotz des dort geltenden Bilderverbots ist es dem Regisseur gelungen, Kinder in mehreren Koranschulen mit der Kamera zu begleiten. Kommentarlos, mit wackliger Handkamera gedreht, zeigt der Film, wie bettelarme Kinder im Grundschulalter zwei Jahre lang täglich zwölf Stunden lang 6.234 Koran-Verse auswendig lernen müssen - und dies in arabischen Sprache, von der sie kein Wort verstehen, und die sie - im wahrsten Sinne des Wortes - eingepeitscht bekommen. Es sind in höchstem Masse irritierende Bilder, die unsere Augen an die Leinwand fesseln: Wie in Trance bewegen sich mehrere Reihen von Kindern rhythmisch vor und zurück, kniend auf dem Fussboden eines grossen Klassenzimmers. Die Luft ist erfüllt vom Raunen ihrer monoton gemurmelten Koranverse. Etliche der Jungen, die hier herkommen, sind nicht älter als fünf Jahre. Der Kamera gelingt es, zu einzelnen Kindern Augenkontakt herzustellen. Als Zuschauer auf der anderen Seite der Linse will man in diesen Momenten eintauchen in ihre Welt, aus ihren Gesichtern lesen und erfassen, was dieser Ort für ihr Leben bedeutet. Die Koranschulen sind der Ursprung der Missionsgemeinschaft "Tabligi Jamat", deren erklärte Ziele die Islamisierung der Gesellschaft und die Abwendung von den als schädlich empfundenen westlichen Werten sind. Der Film zeigt auch, wie tief der orthodoxe Islam in der Geschichte Indiens verwurzelt ist. Gespräche mit Eltern, mit Lehrern und Wissenschaftlern geben ergänzende und spannende Einblicke in die Geschichte und zeigen das Anliegen der Koranschulen. Die Stärke des Films ist die Fähigkeit des Regisseurs, klug zu beobachten anstatt kategorisch zu verurteilen. Es gelingt ihm, Verständnis für die portraitierte Gesellschaft aufzubringen und gleichzeitig durch einen zurückhaltenden Kommentar unterschwellig kritische Fragen zu stellen. Seine Spurensuche macht auch vor seinem eigen Geburtshaus nicht Halt: In sehr persönlichen Interviews mit seinen Eltern geht er der Frage nach, wieso er selbst nicht Teil der streng religiösen Gemeinschaft wurde. Ein beeindruckender Dokumentarfilm. HOMEFrankreich 2009 - Start: 5. Juni 2009 Regie: Yann Arthus-Bertrand - Drehbuch: Isabelle Delannoy  Zum Weltumwelttag am 5. Juni 2009 wird der Dokumentarfilm HOME von Luftbildfotograf und Regisseur Yann Arthus-Bertrand ("Die Erde von oben") und Produzent Luc Besson ausgestrahlt. Bereits seit dem 27. April 2009 werden auf vier YouTube Kanälen erste Ausschnitte aus der Produktion, Interviews und spannendes "Behind-the-Scenes" Material gezeigt. Einzigartig ist der gleichzeitige weltweite Launch des Films in 87 Ländern und über verschiedene Medienkanäle hinweg - als DVD, in Kinos und im Internet (exklusiv auf YouTube in deutsch-, englisch-, spanisch- und französischsprachigen Ländern: www.youtube.com/homeprojectde). Das Buch ist bereits im Handel erhältlich, als Bildband mit dem Titel "HOME" sowie als Kinderbuch "HOME. Wir retten unsere Erde" (Knesebeck Verlag). Weitere Informationen über HOME werden über fünf Google Maps "Layers" zugänglich sein. Es werden von Usern erstellte Inhalte, Informationen über die Veranstaltungsorte der Events und Aufklärungsmaterial angeboten. "Die Botschaft des Films ist unglaublich wichtig, da sie die Frage unseres Überlebens unterstreicht. Er braucht mächtige und öffentlich zugängliche Plattformen wie YouTube und Google Maps um das grösstmögliche Publikum zu erreichen", sagte Yann Arthus-Bertrand, Regisseur und Produzent von HOME. "Für Pessimismus bleibt uns keine Zeit mehr, aber zusammen können wir noch etwas erreichen." HOME ist ein Plädoyer für die Umwelt. Die Bücher und der Film zeigen in beeindruckenden Fotografien die Erde von oben und weisen auf die akuten Gefahren für den Planeten hin. Jeder ist aufgefordert, Verantwortung für unser Zuhause - die Erde - zu übernehmen. "HOME ist ein unglaublicher Film, der es einem weltweiten Publikum ermöglicht, unseren Planeten zu erleben wie nie zuvor." sagte Mats Carduner, Leiter von Google Frankreich und Südeuropa. "Wir sind begeistert, mit den renommierten Filmschaffenden Luc Besson und Yann Arthus-Bertrand daran zu arbeiten, das Bewusstsein über den Zustand unseres Planeten zu schärfen und uns im Zeichen dieser Initiative mit der Fernseh- und Kinoindustrie zu verbünden." Mit seinen beeindruckenden Bildern will uns Yann Arthus-Bertrand einen Denkanstoss geben, uns aus unserer ökologischen Lethargie wachrütteln. Er will uns zeigen, wie es um unser Zuhause, um unser HOME, steht. Mittels packender Aufnahmen von über 50 Ländern, aufgenommen aus geringer Höhe. Wahrlich spektakulär sind diese Filmaufnahmen, die so noch nie zu sehen waren. Es ist fünf vor zwölf, das beweist Yann Arthus-Bertrand mit seiner faszinierenden Dokumentation HOME über Planet Erde, bei der er seine Zuschauer auf eine ganz ungewöhnliche Reise mitnimmt. Und er zeigt auf, dass es durchaus noch Hoffnung gibt und eine Zukunft möglich ist. Dem Film unterliegt ein nicht-kommerzielles Konzept. Gesponsert wurde er mit zehn Millionen Euro von Francois-Henri Pinault, dem Chef der PPR-Gruppe, zu der u.a. Gucci, Puma und Yves Saint-Laurent gehören. Die während der Produktion freigesetzte Menge an Kohlendioxid wurde in Form eines "Carbon Offset"-Programms berechnet und dafür eine Ausgleichszahlung geleistet. Ziel des Projekts HOME ist es, dass mindestens 100 Millionen Menschen den Film und die Bücher sehen und somit ein universelles Bewusstsein für unseren Planeten geschaffen wird. Das "United Nations Environment Programme" hat Yann Arthus-Bertrand am 22. April 2009 zu einem "Champion of the Earth" ernannt. Begründet wurde die Auszeichnung damit, dass Bertrand zum einen durch seine Fotografien und Filme eine Inspiration sei, aber auch selbst aktiv für die Umwelt eintrete. 2005 hat Bertrand die Organisation GoodPlanet.org gegründet, die sich darauf konzentriert, über umweltschützende Massnahmen sowie die Gefahren in denen sich die Erde befindet aufzuklären. Alle Einnahmen von HOME sollen auch in dieses Projekt einfliessen.
DRAGONBALL EvolutionUSA 2009 - Kinostart Deutschland: 11.06.2009 Regie: James Wong - Drehbuch: Ben Ramsey - Buch: Akira Toriyama  Realverfilmung des Animes Dragonball: Dragonball Evolution" erzählt von der abenteuerlichen Suche des jungen Goku (Justin Chatwin) nach den sagenumwobenen sieben Dragonballs. Die magischen Dragonballs bewahren eine unterschiedliche Anzahl an Sternen in ihrem Inneren und sind weit verstreut. Demjenigen jedoch, dem es gelingt, alle sieben Dragonballs zusammenzuführen, erscheint der heilige Drache Shenlong, der ihm einen Wunsch erfüllt. Goku erhält eines Tages von seinem Grossvater Gohan (Randall Duk Kim), der ihn schon seit Jahren in der Kampfkunst unterweist, einen Dragonball geschenkt. Während er am selben Abend die Feier der attraktiven Chi Chi (Jamie Chang) besucht, in die er heimlich verliebt ist, wird das Haus des Grossvaters von dem mächtigen Lord Piccolo (James Marsters) und dessen Komplizin Mai (Eriko) angegriffen. Sie sind auf der Suche nach Gohan’s Dragonball und ahnen nicht, dass Goku ihn bei sich trägt. Als Goku nach Hause kommt, findet er den sterbenden Grossvater vor, der ihm kurz vor seinem Tode ein Versprechen abringt: Goku soll sich auf die Suche nach Meister Roshi (Chow Yun-Fat) machen und mit ihm gemeinsam die verbliebenen sechs Dragonballs finden. Das muss allerdings noch vor der nahenden Sonnenfinsternis passieren, denn sonst werden die Mächte des Bösen sich durchsetzen und den Plan ihrer Weltherrschaft realisieren. Goku macht sich auf die Suche nach Meister Roshi. Als er ihn endlich findet, erkennt dieser an Gokus Kampfstil schnell, dass er ein Schüler des alten Gohan gewesen sein muss. Er unterweist Goku im Drachentempel in die Kunst des richtigen Umgangs mit der Energie der drei Elemente Luft, Feuer und Wasser. Zu ihnen stossen die kluge Kämpferin Bulma (Emmy Rossum) und die starke Chi Chi und gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach den Dragonballs. Sie müssen sich beeilen, denn auch der böse Lord Piccolo will alle sieben Dragonballs finden, um die Erde zu zerstören. weitere Infos → hier. DRIFTERBRD 2007 - Kinostart Deutschland: 11.06.2009 Regie: Sebastian Heidinger - Drehbuch: Sebastian Heidinger  Die meisten Filme handeln vom Leben. Sie kreieren fiktive Figuren und Situationen, die vielleicht ungewöhnlicher sind als das, was wir aus unserem Alltag kennen - aber in der Regel kann das Publikum das "gespielte Leben" im Film nachvollziehen. Darin liegt ein wesentlicher Reiz des Kinos. Daneben gibt es eine kleinere Anzahl von Filmen, die sich mit Extremen beschäftigen: Dann geht es oft ums Überleben. Das Überleben ist das grosse Thema, aus dem zum Beispiel Action- und Kriegsfilme ihre Spannung ziehen. Die Emotionen, die in diesen Filme eine Rolle spielen, sind so grundlegend, dass es dem Publikum trotz der oft realitätsfernen Geschichten leicht fällt, sich mit den Protagonisten zu identifizieren. Aileen (16), Angel (23) und Daniel (25) haben sich vor den Überresten ihrer Familien und der Enge ihrer Dörfer in die Anonymität der Grosstadt Berlin geflüchtet. Ihr Aktionsraum ist die Gegend um den Bahnhof Zoo. Aileen und Angel prostituieren sich, um sich das Geld für ihre Drogensucht zu beschaffen und kommen in Notunterkünften, bei Bekannten oder bei Stammfreiern unter. Angel ist immer bemüht seinem Leben Struktur zugeben: Klamotten, Drogenutensilien und andere Habseligkeiten packt er akribisch in verschiedene Tüten. Im Supermarkt diskutiert er mit Aileen ausführlich die Wahl des richtigen Gels und des besten Deos. Er gelt seine Haare und frisiert sie exakt. Das sind die Momente, in denen die Grenzen zwischen dem Alltag eines "normalen Jugendlichen" und einer vermeintlich so fernen Drogenwelt verschwimmen. Daniel ist in Aileen verliebt. Wenn sie beide einen Platz im Nachtasyl bekommen haben, macht er sich sorgen, dass sie nicht genug isst und kocht für sie. Er massiert sie gegen ihre Rückenschmerzen, deckt sie zu gibt ihr einen Gute-Nacht-Kuss. Aileen selbst hat die grössten Probleme: Sie kann kaum noch Geld verdienen. "So Scheisse wie ich im Moment aussehe, würde ich mich auch nicht mitnehmen", sagt sie sarkastisch. Ausserdem geht es ihr körperlich immer schlechter. Die Kamera begleitet Aileen zum ärztlichen Sozialdienst: Die Ärztin versucht Blut abzunehmen. Das ist eine Tortur - für Aileen und die Zuschauer. "Nicht aus meinem Ballerarm", bittet die Sechzehnjährige. Aber die Ärztin kann überhaupt keine Vene mehr finden, die nicht schon völlig vernarbt ist. Wie lange sie sich das mit dem Heroin noch antun wolle, fragt die Ärztin. Kraftlos erzählt Aileen von ihrem abgebrochenen Entzug. Sie haben Sehnsüchte und Wünsche und für ihr Leben einen vagen Plan, aber es bleibt eine Baustelle, so wie die Welt, in der sie sich laufend neu konstituieren müssen: eine Welt der Übergänge und instabilen Zwischenräume, der Hinterwege, Geschäfte, Nischen und Transitplätze. So muss der Zuschauer am Unort "Bahnhof Zoo" bleiben, den er als "Normalmensch" nur noch als Transitraum für Ankunft und Abfahrt von S-Bahnen kennt. Schnell wird deutlich, dass der scheinbar ziellose Alltag durch gnadenlose Zwänge strukturiert ist: Durch Anschaffen Geld besorgen, Drogen kaufen, einen Schuss setzen und einen sicheren Platz für die Nacht finden. Darum geht es - jeden Tag wieder aufs Neue. Diese Reduktion auf das Wesentliche macht den Film so überzeugend: Es geht nicht um Erklärungen, warum diese Jugendlichen Drogen nehmen. "Drifter" verzichtet auf anmassend psychologisierende Nachforschungen in den einzelnen Biographien ebenso wie auf die Diskussion von zukünftigen Lebensentwürfen. Der Film handelt von der Gegenwart, denn sie ist, was zählt. Der Film heischt nicht nach Mitleid, er dramatisiert oder bagatellisiert nicht. Viele Szenen, die die Normalität und Selbstzerstörung im Abstand von nur wenigen Sekunden zeigen, bleiben haften. Angesichts vieler gut gemeinter, aber an der Kitschfalle gescheiterter Betroffenheitsfilme zum Thema 'jugendliche Drogensucht' im Fahrwasser von "Christiane F." erfordert es gerade im Falle eines jungen Filmhochschulabsolventen grossen Mut, um sich an ein hinlänglich bekanntes aber verdrängtes Sujet heranzuwagen: "Eine Droge wie Heroin erschwert die Arbeit aus filmischer Sicht, weil der Konsum natürlich sehr mit Stereotypen besetzt ist und alles andere sehr schnell Gefahr läuft in den Hintergrund zu rücken. Das gleiche galt auch für den Ort "Bahnhof Zoo" und den Mythos, der damit verbunden ist. Während des Arbeitsprozesses haben wir dann gelernt, den zugrunde liegenden Mythos als Chance zu begreifen. Man konnte sich an etwas reiben, mit Klischees und dem Mythos brechen." DER SPIELVERDERBERBRD 2007 - Kinostart Deutschland: 11.06.2009 Buch & Regie: Georg Nonnenmacher, Henning Drechsler  "Entscheidend is aufm Platz" - das weiss jeder Fussballfan. Und da entscheidet der Schiedsrichter. Er ist der, der nicht mitspielen darf. Wo andere Flanken schlagen, da unterbricht sein Pfiff den Spielfluss. Inmitten des vergnüglichen Spiels verkörpert er den Ernst des Lebens. Beliebt ist er nicht. "Pfeife", "Blinder" oder Schlimmeres genannt, sitzt er als 23. Mann auf dem Feld zwischen allen Stühlen. Denn der Schiri hat immer Schuld. Er ist der Sündenbock für alle Schwächen der Mannschaft und alle Fehler der Trainer. Beide Seiten fühlen sich von ihm ungerecht behandelt. Er kann nichts richtig machen, aber alles falsch. Irrt er, wird sein Patzer in Zeitlupe vorgeführt und analysiert. Allein in Deutschland gibt es fast 80.000 Unparteiische. Was sind das für Menschen, die sich freiwillig in die Kluft des Schiedsrichters hüllen? Aussenseiter, Pedanten, Spiesser und Kleinkarierte, die nur die Paragraphen des Regelhandbuchs im Kopf haben, aber keine Leidenschaft? Der Dokumentarfilm "Spielverderber" stellt sie in den Mittelpunkt, er richtet den Scheinwerfer auf die, die sonst immer im Schatten der zaubernden Ballartisten stehen. In einer Verbindung aus Rückblick, Gegenwart und Zukunft geben die Protagonisten, der 14-jährige Schiri-Anwärter Kevin Prösdorf, der Schweizer Senior-Schiedsrichter Oreste Steiner und der Bundesliga- und Fifa-Referee Herbert Fandel, einen völlig neuen Blick auf ihre Aufgabe frei und zeigen den populärsten Sport der Welt aus einer ungewohnten Perspektive. Der 14-Jährige Schüler Kevin Prösdorf möchte Schiedsrichter werden und hat sich für einen Anwärterlehrgang angemeldet. Wenn er die Prüfung besteht, wird er sich den kritischen Blicken der Spieler, Trainer und Zuschauer stellen müssen. Dann wird sich zeigen, ob er in der Lage ist, in Bruchteilen von Sekunden die richtige Entscheidung zu treffen und diese auch durchzusetzen. "Ehrgeiz, Selbstbewusstsein, Durchsetzungsvermögen, so was hatte ich früher nicht. Und jetzt als Schiedsrichter habe ich das gelernt." "Wir haben diese drei Schiedsrichter mehr als ein Jahr begleitet, um herauszufinden was jemanden dazu veranlasst, dieser scheinbar undankbaren Aufgabe nachzugehen", erzählt Georg Nonnenmacher. "Die Handlungsorte lagen sowohl auf dem Rasen, als auch abseits der Fussballplätze. Der Fussball als Event ist dabei bewusst in den Hintergrund gerückt. Uns hat vielmehr interessiert, in welcher Gefühlswelt sich ein Schiedsrichter bewegt und wie sich Erfolg für die Unparteiischen definiert. Unser Film zeigt, wie man Persönlichkeit, Durchsetzungsvermögen und Entscheidungsfähigkeit entwickelt - alles Grundvoraussetzungen, um auf dem Platz bestehen zu können - aber auch die ständige Auseinandersetzung mit der Kritik von aussen. Henning Drechsler und ich haben die Dreharbeiten grösstenteils zu zweit und mit sehr kompakter Ausrüstung bestritten. Das hat uns die Nähe zu unseren Protagonisten ermöglicht, ohne dabei den beobachtenden Blick zu verlieren. Wir waren mit ihnen auf den Ascheplätzen der Amateurvereine, in den grossen Arenen des Profifussballs, aber auch im privaten Bereich unterwegs. Uns war es wichtig die Schiedsrichter von ihrer Neutralität zu befreien, indem wir sie - ohne Pfeife und schwarze Kluft - als Individuen zeigen." Dem Fussball-Fan bietet sich dadurch ein neuer und ungewohnter Blick auf die Schiedsrichterei, den "Schiedsrichter-Sport", wie die Männer in Schwarz zu sagen pflegen, und natürlich auch auf den populärsten Sport der Welt. Vor allem aber zeigt er die Schiedsrichter hautnah, sowohl bei ihren Einsätzen als auch abseits des Platzes. Eine Perspektive, die hoffentlich etwas mehr Verständnis und Toleranz bewirkt. DIE STIMME DES ADLERSDeutschland, Schweden 2009 - Kinostart Deutschland: 18.06.2009 Regie: René Bo Hansen - Drehbuch: René Bo Hansen, Staffan Julén, Stefan Karlsson  Nichts übt auf Bazarbai, den aufgeweckten 13jährigen Nomadenjungen aus der westlichen mongolischen Provinz und Sohn eines kasachischen Adlerjägers, einen grösseren Reiz aus als die modernen Verlockungen der Großstadt und die Faszination der grossen weiten Welt. Sein Vater ist jedoch davon überzeugt, aus Bazarbai eines Tages einen grossen Adlerjäger machen zu können, aber noch hält er seinen Sohn für nicht reif genug für diese Aufgabe. Als Bazarbais Bruder Khan eines Tages vom Vater nach Ulan Bator geschickt wird, um dort für den Unterhalt der Familie eine Arbeit anzunehmen, ist Bazarbai am Boden zerstört und fühlt sich vom Bruder verraten. Nichts scheint Bazarbai aufmuntern zu können, nicht einmal das grosse Adlerfestival, auf das Bazarbais Vater den Jungen mitnimmt. Als Bazarbai dort Gelegenheit bekommt, den Adler seines Vaters zu präsentieren und sich von einem Fotografen dazu hinreissen lässt, das Können des Vogels unter Beweis zu stellen, nimmt der Adler vor dem grellen Blitzlicht des Fotografen Reissaus. Bazarbai, von Angst geplagt, das Ein und Alles seines Vaters für immer verloren zu haben, folgt dem Tier und begibt sich auf eine gefährliche, abenteuerliche Reise, während der er schmerzlich erkennen muss, dass nicht alle ihm und dem Adler wohlgesinnt sind. Reissende Flüsse, verschneite Bergpässe, seelenlose Tierschmuggler, ein korrupter Zirkusdirektor und Freunde, die ihn lehren, was Treue und Verrat bedeuten, stellen Bazarbai auf seiner Reise in Begleitung seines treuen Adlerfreundes auf eine harte Probe. Als Bazarbai schliesslich die heiss ersehnte Stadt Ulan Bator und den Aufenthaltsort seines Bruders erreicht, muss er erfahren, dass sein Bruder einem Grubenunglück zum Opfer gefallen ist. In Begleitung seines inzwischen treuen und lieb gewonnenen Adlerfreundes beschliesst Bazarbai, der den Tod seines Bruders nicht fassen kann, dennoch die Suche nach ihm fortzusetzen, bevor sich seine Reise dem Ende nähert. DVD radically LOVEDEin Dokumentarfilm über Glaube, Liebe, Hoffnung & Rock'n'Roll BRD 2008 | 71 Minuten | Regie: Janina Huettenrauch  Anderen Menschen dabei zu helfen, Gott auf Herzensebene zu begegnen - das ist die Aufgabe von Reuben Morgan - AUS, Tré und Tori Sheppard - USA/UK, Buleiwa Bomela - SA, Noel Richards - UK und Florence Joy - BRD. Doch wie erleben sie selbst Gott während des Touralltags, Songschreibens und im Privatleben? Fernab der Bühne erzählen die fünf christlichen Künstler von ihrer Beziehung zu Gott, von Erfolgen, aber auch von Schicksalsschlägen und der Hoffnung und Liebe, die sie in diesen Zeiten erfahren haben. Gedreht hat das Team von Regisseurin Janina Hüttenrauch in England, Südafrika und an verschiedenen deutschen Drehorten. Handwerklich besticht die Doku durch extrem professionelle Effekte, Perspektiven, Schnitte, Farben. Mal mit Handkamera gefilmt, mal verlangsamt und farblich verfremdet. Hier sieht man siebzig Minuten lang bewegende Bilder, inspirierende Farben und Ideen. Dabei lenken Effekte und Schnitte nicht ab, sondern direkt auf die zum Teil nahe gehenden Aussagen der Musiker. Prof.Dr. Trauboth, ehem. Institutsleiter im Forschungszentrum Karlsruhe, über den Film: "Als bekennende Christen der älteren Generation stehen meine Frau und ich solchen Veranstaltungen mit lauter Musik distanziert gegenüber. Im Laufe des Erlebens des Films wandelte sich dann unsere Meinung zu einer positiven Reaktion. Sehr beeindruckt haben uns die ehrlichen und glaubwürdigen Aufnahmen der unterschiedlichen Vorgeschichten der Künstler, die oft sehr dramatische und traumatische Schicksale aufzeigten." Der Produzent Chris Cuhls und die Regisseurin Janina Hüttenrauch wollen Christen zu einer tieferen Beziehung zu Gott motivieren, aus der heraus sie 'intensiver' ihren Glauben leben können. "Eines unserer Ziele ist, den Film in vielen Ortsgemeinden, Jugendgruppen und Jugendkirchen zu zeigen", teilte uns Chris Cuhls mit, und "insofern wären wir über Kontakte zu Jugendpastoren, Jugendleitern und Jugendkirchen sowie Anregungen jeder Art dankbar. Wir sind gespannt, wie es weitergeht ... !" Um die DVD in eurer Gruppe oder Jugendkirche zeigen zu können braucht ihr eine Lizenz, die ihr ab 35,- Euro hier:
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erwerben könnt - wie auch den Film für 15,- Euro. DVD SWEET MUD - Im Himmel gefangenIsrael/BRD 2006 | 98 Minuten | Regie: Dror Shaul  Dror Shaul lebt als ein Autor und Regisseur für Filme und Werbung in Tel Aviv, Israel. Geboren und aufgewachsen im Kibbuz Kissufi m im südlichen Israel, verliess Dror Shaul den Kibbuz nach seinem Militärdienst und zog nach Tel Aviv. Dort begann er seine Tätigkeit im Filmbereich als Produktionsassistent, bis er begann selbst Regie zu führen. "Diesen Film zu machen, war ein langer und manchmal ermüdender Prozess, der dem des Heranwachsens, des Erwachsenwerdens ähnelte. Mein Ziel war es, einen Film über die Sehnsucht nach Wärme und Gefühlen zu machen, die Sehnsucht nach der Illusion, dass wir nicht tatsächlich allein sind." Israel 1974, ein Kibbuz im Süden des Landes: Dvir ist zwölf Jahre alt und bereitet sich gerade auf seine Bar Mizva vor. Langsam muss er sich einer schmerzhaften Erkenntnis stellen: Seine geliebte Mutter Miri ist psychisch krank. Das Jahr von Dvirs Bar Mizva beginnt im Sommer mit einer langen Liste von Aufgaben, die er und seine Klassenkameraden im Geist der Kibbuz-Ideale erfüllen müssen. Dvir versucht, an den Aktivitäten der Klasse teilzuhaben, während er sich gleichzeitig um seine eigene Mutter kümmern muss. Für sie sind die enge Gemeinschaft des Kibbuz, die strengen und starren Regeln und die Abgeschiedenheit von der Welt schier unerträglich geworden. Auch wenn der Kibbuz unter dem Motto der Gleichheit steht, wird Dvir klar, dass das Kollektiv seine Mutter im Stich gelassen, sie aufgegeben hat. Verzweifelt sucht er für sie beide nach einer Möglichkeit dem Kibbuz zu entkommen. "Es hat Jahre gedauert, bis ich den Mut gefunden hatte, dieses Drehbuch zu schreiben", erzählt Dror Shaul, der hier als Regisseur und Drehbuchautor fungiert. "SWEET MUD - IM HIMMEL GEFANGEN" ist keine gänzlich wahre Geschichte, aber es ist wahr, dass der Film aus demselben Boden hervorgeht, in dem meine Kindheitserinnerungen heute begraben liegen. Als ein Junge, der in einem Kibbuz geboren wurde und aufgewachsen ist, stellt sich mein Film einem kollektiven Gedächtnis entgegen, dass der Kibbuz ein Lebensraum für pittoreske Landschaften und die magischen Düfte der Natur ist - mit meinen eigenen, privaten Erinnerungen, in denen Menschen einfach Menschen sind, unabhängig von der Ideologie, die sie sich zu tragen entscheiden, und die sich zuerst um ihre eigenen Bedürfnisse kümmern und erst dann um die Bedürfnisse der Schwächeren." FESTIVAL DES SPIRITUELLEN FILMS  Mit dem "spirituellen Film" verhält es sich in etwa so wie mit Atlantis [und dem Paradies]: Die meisten wissen nix davon, einige haben schon 'mal einen Zipfel davon erhascht, aber als Ganzes ist er unsichtbar, tritt nirgendwo öffentlich gross in Erscheinung, obwohl das Festival bereits im Januar in Köln und Freiburg Station machte.
Dabei darf man davon ausgehen, dass es sich hier um einen ziemlich ausgedehnten und reich gestalteten Kontinent handelt. Während ihr dies lest, summen in Hunderten von Vorträgen und Seminaren spiritueller Lehrerinnen und Lehrer Hunderte von Digitalkameras, in Kalifornien und zahllosen indischen Ashrams nicht anders als in Seminarhäusern im Schwarzwald oder in Oberbayern, sitzen Hunderte von Schülerinnen und Schülern, Globetrottern und 'Amateurfilmern' vor ihren Bildschirmen, bearbeiten, formen und gestalten ihre Aufnahmen mit Schnitt-Programmen, die man längst kostenlos aus dem Internet runterladen kann. Für die (öffentlich-rechtlichen) Fernsehsender gelten spirituelle Themen und Persönlichkeiten immer noch als "zu speziell", als Gift für die Quote. Das bisschen Sendezeit, das ihnen das Thema 'Religion/Spiritualität' wert ist, füllen sie mit selbst produzierten Beiträgen. Allenfalls bei 3sat oder bei ARTE, im Rahmen eines Themenabends über Buddhismus beispielsweise, hat der eine oder andere spirituelle Film eine Chance, vor allem wenn er rechtzeitig genug als Filmkunst geadelt, sprich: auf einem der grossen Film-Festivals, in Cannes, Venedig oder Berlin, ausgezeichnet wurde. Wach wird unser Fernsehen immer (erst) dann, wenn Massen im Spiel sind. Man erinnere sich an den Weltjugendtag in Köln vor zwei Jahren, als 'unser' Papst zum ersten Mal nach Deutschland kam: 1 Mio. Menschen strömten zusammen! Da lief unser (öffentlich-rechtliches) Fernsehen plötzlich zu Höchstform auf, übertrug die Show live, stundenlang, und liess spirituelle Menschen aus allen Schichten und Milieus zu Wort kommen. Kaum ist der Papst weg, verschwinden auch die TV-Teams. Ähnlich verhielt es sich vor kurzem auch beim → Kirchentag in Bremen. Was danach passiert, wie solche Erfahrungen glücklicher Gemeinschaft weiterwirken im Alltag dieser vielen, vielen Menschen, ist für unser Fernsehen kein Thema. Auch im Kino, auch in den angeblich doch so weltoffenen Alternativ-Kinos, findet man spirituelle Filme nur selten. Die meisten ihrer Betreiber sind in ein linkes Weltbildetan oder doch zu jener altbackenen Gedanken- & Gefühlsduselei gezählt wird, die von Aufklärung & Vernunft bald vollends entsorgt wird. Einen Film wie "Vaya con Dios" spielen sie, weil er als Komödie daher kommt, → "How to Cook your Life", weil er von Doris Dörrie stammt, der erfolgreichsten Filmemacherin Deutschlands, und "Das große Schweigen" nehmen sie ins Programm, weil er den Großen Preis in Venedig gewonnen hat. Zwei, drei solcher Filme pro Jahr, that's it. Mehr ertragen sie nicht. Letztlich graut es den Kino-Leuten (fast alles Männer) vor heiligem Ernst. Sie wollen nur spielen. So kommt es, dass die meisten spirituellen Filme ausschliesslich privat zirkulieren, auf DVD und Video, von Hand zu Hand weitergereicht (und kopiert) werden. Im öffentlichen Diskurs, vor allem in den Leitmedien, den grossen Zeitungen und Zeitschriften, wird davon so gut wie nichts wahrgenommen. Vor diesem Hintergrund haben sich die EVANGELISCH-LUTHERISCHE KRICHENGEMEINDE HAMBURG-EIMSBÜTTEL, NIRWANA EVENTS und das ZEN INSTITUT DEUTSCHLAND zusammengetan, um in Hamburg ein erstes "Festival des spirituellen Films" zu organisieren. Sechs Tage lang sollen wenigstens einige Perlen der spirituellen Film-Produktion der letzten Jahre vorgestellt, sie gemeinsam genossen und im Gespräch gewürdigt werden. weitere Infos, jeweils Datum anklicken
In Berlin findet in diesem Jahr das spirituelle Festival bereits zum drittem Mal statt:  |