Worum geht es? Der Grundgedanke ist, per Web oder internetfähigem Mobiltelefon ständig mit den eigenen Freunden in Kontakt zu bleiben. Deshalb schickt man sich kleine Mini-Nachrichten, die den anderen mitteilen, was man gerade tut. Das Besondere an Twittern ist die Begrenzung der Mini-Botschaften auf 140 Zeichen.
In der Regel ist das Geschrieben eher banal, kann aber - wie das Beispiel vom Hudson River zeigt - durchaus von weltweitem Interesse sein. Aus diesem Grund nennt IT-Autor Nicholas Carr Twitter auch den Telegramm-Dienst des 21. Jahrhundert. Der Kurznachrichtendienst Twitter, der es möglich macht, Kurznachrichten von 140 Zeichen Länge in alle Welt zu senden, ist eines der Flaggschiffe des →
Web 2.0.
Die ERF Online Redaktion und hat sich zu einem Experiment entschlossen: Sie werden in den nächsten drei Monaten eine Twitter-Bibellese anbieten. Unter →
bibellese kann jeweils jeden Tag neu, ein biblischer Gedanke angeschaut werden. Falls Sie schon selbst einen Twitter-Account haben, können Sie die Botschaft auf Ihre "Follower-Liste" setzen und werden automatisch mit den neuesten Gedanken zur Bibellese versorgt,

wenn Sie sich bei Twitter einloggen.
Ein →
Rekordversuch im Twittern wird während des →
Deutschen Evangelischen Kirchentages am 20. Mai in Bremen von dem Team um Melanie Huber, das das neue Internetportal evagelisch.de aufbaut, gestartet: Die gesamte Bibel soll im Twitter-Format zusammengefasst werden. Ziel ist es, mit Beendigung des Schlussgottesdienstes am 24. Mai eine komprimierte Bibel im Micro-Blogging-Dienst Twitter zu veröffentlichen, erstellt von den Kirchentagsbesuchern und Internetnutzern.
Zurzeit teilen erfahrene Theologen die Bibel in rund 3000 Abschnitte auf, die es zusammenzufassen gilt. Diese Geschichten werden auf einzelne Flyer gedruckt, die auf dem Kirchentag in Bremen von Freiwilligen verteilt werden. Sie werden die Kirchentagsbesucher dazu auffordern, die Textstellen auf dem Flyer mit nur 140 Zeichen wiederzugeben. Hauptakteure sollen Laien sein, die sich mit Gottes Wort auseinandersetzen, sagt der theologische Berater der Initiative, der Hamburger Pastor Christoph Römhild: "Ich finde das im besten Sinne evangelisch."
Jede Person, jedes Team, das so einen Flyer bekommt, soll sich den Abschnitt der Bibel auf dem Flyer durchlesen, den Zusammenhang in der Bibel ansehen und dann diskutieren, was der Kern des Abschnitts ist. Jedes Team hat die Aufgabe, diesen Abschnitt der Bibel mit eigenen Worten zusammenzufassen und diese Zusammenfassung wieder abzugeben, so dass die Zusammenfassung bei Twitter eingegeben werden kann - oder dieses auch selber am PC direkt zu tun.
Aber auch wer nicht zum Kirchentag fährt, ist eingeladen mit zu twittern! Man kann sich im Internet direkt anmelden und eine Bibelstelle zuschicken lassen. Dieser Ansatz entspricht wunderbar dem Kirchentag als Laientreffen: wirbt Römhild: "Wir trauen es Laien zu, sich in dieser Form mit der Bibel auseinanderzusetzen." Hätte Twitter "dem Reformator Martin Luther zur Verfügung gestanden, hätte er die Plattform bestimmt auch genutzt", so Römhild. Die Bibel wird so neu wahrgenommen und neu weitergesagt.
Alle Interessierten, die an der Aktion teilnehmen wollen, können sich bereits →
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