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Freitag, 3. September 2010
Jugendkirche? Jugend(t)raum! PDF Drucken
Geschrieben von pierre roh   
Montag, 20. April 2009


Helfer von 15 bis 65

Seit Dienstag schon wird an der Evangelischen Kirche in Epe fleissig gewerkelt. Die Front zur Agatha­strasse ist eingerüstet, ein Container steht davor, und die Helfer legen Hand an mit teils schwerem Gerät. Das Ergebnis ist kaum zu übersehen: Nach und nach entstanden erst ein, dann zwei grosse Löcher in der Wand. Aber keine Sorge: Was nach Abbruch aussieht, soll den nutzbaren Raum erweitern. Denn die Kirchengemeinde hat mit den Arbeiten den Startschuss gegeben für das Projekt "Raum für Jugend - ein Jugend(t)raum für die Evangelische Kirche Epe".

 
Das Motto dabei lautet: "Wir bringen die Gemeinde in Schwung". Und das darf zumindest für die Helfer wörtlich genommen werden - kommt das Gros derjenigen, die dieser Tage bei fast schon sommerlichen Temperaturen an der Kirche arbeiten, aus den Reihen der Gemeinde. "Die Grundidee ist, dass wir generationenübergreifend selbst einen Jugendraum bauen", erklärt Pfarrer Marcus Tyburski. Ganz bewusst werden dabei die späteren Nutzniesser des Jugendraumes mit ins Boot geholt - die Jugendlichen. "Sie sollen sich den Raum selber erarbeiten", erklärt Marcus Tybursti. So fiel auch die Wahl des Arbeitsbeginns nicht zufällig in die Osterferien. Bis Ende der Woche soll der erste Bauabschnitt abgeschlossen sein.

Der erste von dreien, wie Tyburski erläuterte. Zum Auftakt musste der grosse Raum im ersten Obergeschoss erst einmal entrümpelt werden - wurde er doch vor allem als Abstellraum genutzt. Auch der Holzverschlag, der zuletzt vor 15 bis 20 Jahren als provisorischer Jugendraum genutzt worden war, musste weichen. Und nicht zuletzt werden im ersten Bauabschnitt in den beiden Löchern in der Wand Fenster installiert.

Wie der einmal gestaltet werden soll, auch das haben sich die Verantwortlichen der Kirchengemeinde und die Jugendlichen bereits frühzeitig bei einem Workshop im Sauerland überlegt: "Wir wollen ihn nach den Vorstellungen der Jugendlichen einrichten", erklärte der Pfarrer. Schliesslich sollen sich die Nutzer in dem Raum wohlfühlen und gerne dort aufhalten. Die Planung sieht vor, dass er in mehrere Zonen aufgeteilt wird: eine "Chill-out-Zone", einen Thekenbereich, eine Sitzecke mit Tisch und Stühlen und eine Freifläche, die flexibel genutzt werden kann. Gewünscht seien auch ein Kicker oder ein Billardtisch, sagt Tyburski.

Damit weitere Geld- und Sachspenden oder auch tatkräftige Unterstützung zusammenkommen, will die Kirchengemeinde beim Frühlingsfest am Sonntag die Werbetrommel für das Projekt rühren. An ihrem Stand werden die Verantwortlichen über das Vorhaben informieren und "Tüten voll für Jugend" verteilen, die sich - gefüllt mit süssem "Speck" - abgerollt als Info-Flyer entpuppen. Auch Steine aus der Kirchenwand sollen gegen Spenden unter die Besucher gebracht werden. Und nicht zuletzt soll zeitgleich soll eine eigene Internet-Seite online gehen.
 
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