Haupt Menu
Home
News & Infos
Archiv
Suchen
JuKi Links
Bewegungsmelder
Jukis
Über uns
Disclaimer
Fun Zone
Flash eCards
Games & Fun
Home
Freitag, 30. Juli 2010
Jugendkirche zum Palmsonntag PDF Drucken
Geschrieben von pierre roh   
Sonntag, 5. April 2009
jugendkirche palmsonntag
Heute am Palmsonntag verteilen die Katholiken Palmzweige, aber auch in anderen Gemeinden erinnert man sich an den begeisterten Empfang, den die Menschen in Jerusalem dem auf einem Esel einziehenden Jesus gaben. Wenn die Prominenz kommt, zieht das die Massen an - teils mit fröhlicher Zustimmung, teils mit grimmiger Erbitterung, wie in den vergangenen Tagen in Baden-Baden und Straßburg auch wieder zu beobachten war. Doch wohl kaum schlägt die Stimmung so schnell um wie damals: Erst eine Riesenfreude und gespannte Erwartung, einige Tage später ein wütendes "Kreuzige Ihn!".

Der Palmsonntag ist der sechste Fastensonntag mit dem lateinischen Namen Dominica Palmarum und heisst umgangssprachlich Palmtag oder Palmsonntag. Dieser Tag leitet die Karwoche (Die Heilige Woche) ein. Die Christen gedenken an diesem Tag des Einzugs Jesus in Jerusalem, bei dem der radikale Stimmungswechsel tödlich endete.

Uns fällt es all zu leicht, den Kopf zu schütteln über die wankelmütige Masse, die einträchtig "mit den Wölfen heult". Doch die Passionslieder zeigen uns einen selbstkritischen Blick auf die eigene Unbeständigkeit und wir brauchen nicht so weit in der Geschichte zurück zu gehen, um ähnliches vorzufinden.

Im Mittelpunkt der lateinischen Liturgie steht am Palmsonntag die Segnung der Palmzweige. Nach der Weihe der Palmzweige wird das Evangelium verkündet, das den Einzug Jesu in Jerusalem schildert. Hierauf folgt dann die Prozession mit den geweihten Zweigen, bei der Christkönigslieder gesungen werden.

Das Neue Testament berichtet davon, dass Jesus auf einem Esel in die Stadt eingezogen ist. Die Bevölkerung sah in ihm den gekommenen Messias, den Wundertäter, den Retter. Die Jünger waren immerhin so nüchtern, ihre mögliche Gefährdung zu bedenken. Als Jesus den Verrat ankündigt, ob sie vielleicht diejenigen wären, die diesen begehen würden.

Es erscheint wie eine Ermahnung, in sich hineinzuhorchen - andere sind schnell abgestempelt - aber wie sieht es mit der eigenen Loyalität aus, wie steht es mit den eigenen Werten und Idealen? Gerade in der gegen- wärtigen Wirtschaftskrise, in der die Frage immer wieder auftaucht, ob man den eigenen Wertvorstellungen treu bleiben kann, wenn es unbequem und schwer wird, bröckeln die ideellen Vorgaben nur all zu oft weg. Die Karwoche gibt Raum, sich diesen Fragen zu stellen und Antworten zu suchen - nicht nur damals:
Sie jubeln ihm zu, breiten ihre Umhänge über die Strasse und winken Jesus jubelnd ("Hosanna!") zu. Es sind die gleichen, die wenig später schreiend von Pilatus verlangen werden, diesen Verräter zu kreuzigen und statt seiner lieber den politischen Terroristen Barrabas freizulassen. Nachzulesen bei Matthäus 21,1 ff, bei Markus 11,1 ff, bei Lukas 19,28 ff oder Johannes 12,12 ff. 
Die Palmsonntagsliturgie auf dem römischen Petersplatz

stand ganz im Zeichen der Jugend. Der Palmsonntag ist seit 25 Jahren zugleich katholischer Weltjugendtag. Er wird abwechselnd auf der Ebene der Ortskirchen und mit internationalen Großveranstaltungen begangen. Schon die Palmprozession auf dem Petersplatz wurde von zahlreichen Jugendlichen aus Italien, Australien und Spanien geprägt.

Zum Abschluss der Palmsonntagsliturgie übergab Papst Benedikt XVI. das schlichte Weltjugendtragskreuz und die Marienikone der Weltjugendtage von australischen an spanische Jugendliche. Sydney war im vergangenen Sommer Gastgeber des internationalen Weltjugendtags, in Madrid wird er 2011 stattfinden. Kreuz und Ikone wanderten jetzt von einem Ende der Welt zum anderen, sagte der Papst.

In seiner Palmsonntagspredigt unterstrich Benedikt XVI. den eigentlichen Sinn der Weltjugendtage. Es gehe um jene Sehnsucht, die der Evangelist Johannes von griechischen Pilgern in Jerusalem berichte: "Wir möchten Jesus sehen". Das Evangelium berichte nicht, ob es zur Begegnung mit den griechischen Pilgern gekommen sei, aber die überlieferte Antwort Jesu ("Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht") deute an, dass Jesus auf die Zeit nach seinem Leiden und seiner Auferstehung verweise, "jenseits der Grenzen von Raum und Zeit".

Das "Reich Gottes", so der Papst, sei einerseits durch Kreuz und Auferstehung, andererseits durch seine Universalität gekennzeichnet. Diese Universalität sei möglich, weil es nicht um "politische Macht" gehe, sondern ausschließlich um die "Zustimmung der Liebe". Die Universalität bedeute zugleich, dass niemand "sich selbst, seine Kultur, seine Zeit und seine Welt" absolut setzen kann. Es gehe immer um die Selbstüberwindung, um den Gehorsam gegenüber dem "gemeinsamen Wort Jesu in der gemeinsamen Kirche".

In der Selbstüberwindung, in der "selbstlosen Hingabe des Ich im Blick auf das Du" werde das Leben "weit und groß". Aber das große "Ja" zu diesem Leben müsse in den Situationen des Alltags immer wieder erneuert werden. Opfer und Verzicht seien notwendig. Im Blick zurück stelle man fest, dass gerade Momente, in denen man freiwillig auf etwas verzichtet habe, besonders wichtig und großartig für das Leben gewesen seien.

Konzelebranten des Papstes waren u.a. die Kardinäle Agostino Vallini, (Vikar von Rom), George Pell (Erzbischof von Sydney), Antonio Maria Rouco Varela (Erzbischof von Madrid) und Stanislaw Rylko (Präsident des Päpstlichen Laien-Rates). Musikalisch gestaltet wurde die Messe mit gregorianischem Choral und lateinischen Antifonen, aber auch mit einigen modernen "Taize-Gesängen" auf Italienisch. Bei sonnigem Wetter fuhr Benedikt XVI. am Ende des Gottesdienstes im offenen Jeep durch das Menschenspalier auf dem Petersplatz, bevor er in den vatikanischen Innenbereich zurückkehrte.

Der Petersplatz und die Via della Conciliazione waren zum Palmsonntag mit zahlreichen Olivenbäumen geschmückt. Die Bäume, ein Geschenk der süditalienischen Region Apulien, sollen später in den vatikanischen Gärten und in römischen Parks eingepflanzt werden. 
 
< zurück   weiter >

www.jukis.org
Online
Aktuell 54 Gäste und 1 Mitglied online
Besucher
Besucher: 1256034
Anmelden





Passwort vergessen?
Noch kein Benutzerkonto?
Registrieren
 
 
 
 
© http://www.jukis.org, Joomla