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Freitag, 30. Juli 2010
JUGENDKIRCHE Pierre sein FILMTIPp 05-09 PDF Drucken
Geschrieben von pierre roh   
Samstag, 2. Mai 2009
jugendkirche pierres filmtipp mai 2009
 
"Klingeling" im Kino und AntiRauch im Vorspann

Ihr Handy stellen viele Deutsche einer Umfrage zufolge auch bei kulturellen Veranstaltungen und Treffen mit Freunden nicht ab oder auf 'stumm'. Jeder Vierte (24 %) lässt das Mobiltelefon im Kino oder Theater klingeln, wie eine Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes für Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien (BITKOM) ergab. Gleichzeitig gaben 63 % an, dass sie lautes Handyklingeln störe. Wir können nur hoffen, dass sich Belästungen nicht so entladen, wie vor kurzem in den USA geschehen.

Ein 29-jähriger Kinobesucher in Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania hat einen Mann niedergeschossen, da dieser sich mit seinem Sohn unterhalten hatte. Wie die Zeitung "Philadelphia Esquirer"  berichtete, warf der durchgeknallteTäter vor Wut Popcorn nach dem Sohn, dann sei es zu einem Streit mit dem Vater gekommen, in dessen Verlauf diesem in den Arm geschossen wurde. Nachdem, was allein in diesem Jahr durch Waffengewalt in Deutschland angerichtet wurde, ist eine Verschärfung des Waffengesetzes unerlässlich - und achtet bloss darauf, dass euer Handy im Kinopalast ausgeschaltet ist ...

Werden bald im Vorspann Kurzfilme gezeigt, die auf ein Ausschalten der Handys hinweisen? Erscheint gar ein Warnhinweis, dass bei Zuwiderhandeln Kinobesucher des Lichtspieltheaters verwiesen werden können - ohne Rückgabe des Eintrittsgeldes natürlich? Bei Rauchern ist das Usus und jetzt kommt auch noch der AntiRaucherVorspann.
Mit einer Anti-Rauch-Kampagne wollen die grossen Hollywoodstudios vor allem jugendliche Zuschauer vor den Gefahren des Zigarettenkonsums warnen. Zusammen mit dem kalifornischen Gouverneur und Ex-"ich zeig dir meine Muckis"-Schwarzenegger gabne Disney, Sony, Paramount, Warner Bros., Universal und Twenty Century Fox bekannt, dass DVDs mit Filmen für ein jüngeres Publikum, in denen geraucht wird, einen Warnhinweis erhalten.

Den jeweiligen Spielfilmen sollen verschiedene Spots vorgeschaltet werden, die auf die Gefahren des Rauchens hinweisen. Unter den ersten Filmen, die den Zusatz erhielten, waren "Hulk" und "21". Kinder- und Jugendschutzverbände sowie AntiRaucherGruppen fordern seit Jahren nikotinfreie Filme und üben Druck auf Hollywood aus.

Das Herz von Jenin
BRD/ Israel 2008 - Kinostart: 07.05.2009
Buch und Regie: Marcus Vetter, Lior Geller

2005 hatten israelische Soldaten den Befehl, auf jeden bewaffneten Palästinenser in Jenin im Westjordanland zu schiessen. An der sogenannten "Pferdekreuzung" gesellte sich der 12 Jahre alte Ahmad während eines Feuerwechsels zu einer Gruppe palästinensischer Kämpfer, so Presseberichte von damals. Er schwenkte eine Uzi-Maschinenpistole aus Plastik.

Am 5. November 2005 wurde der zwölfjährige Ahmed Khatib im palästinensischen Flüchtlingslager Jenin von einem israelischen Soldaten aus 300 Metern Entfernung schwer am Kopf getroffen; man hatte seine Spielzeugwaffe versehentlich für eine echte gehalten. Ein Onkel aus Umm el Fachem in Israel lässt seine Beziehungen spielen. Ein Helikopter der israelischen Armee fliegt den palästinensischen Jungen nach Haifa ins Rambam-Hospital.

Ahmed kämpft um sein Leben - es steht schlecht um ihn. Sein Vater Ismael Khatib, der am Krankenbett sitzt, wird vor eine schwere Entscheidung gestellt: Wäre er bereit die Organe seines Sohnes auch an israelische Kinder zu spenden, an die Kinder seiner Feinde? Der deutsche Dokumentarfilmer Marcus Vetter begleitet den Vater vom Moment seiner Entscheidung bis zum Besuch der geretteten Kinder in Israel.

Der Palästinenser Ismael Khatib leistete bewaffneten Widerstand und hat dafür in israelischen Gefängnissen gesessen. Er hat viel verloren in diesem Konflikt: sein Haus, seine Arbeit und schliesslich auch seinen Sohn. "Die Ärzte sagten mir, seine Überlebenschancen seien sehr gering", sagt Ismael Khatib. "Nur mit viel Glück kann er es schaffen. Sein Herz schlug noch angeschlossen an Maschinen."

Doch das Leben seines Sohnes ist nicht zu retten. Ein israelischer Krankenpfleger macht ihm den Vorschlag, die Organe seines Sohnes zu spenden. Die Empfänger wären israelische Kinder - eine Gewissensfrage. "Ich sagte ihm: Das Leben dieser Kinder hängt von seiner Entscheidung ab. Ich sagte, wenn sie sich entscheiden, diesen Kindern die Organe ihres Sohnes zu spenden, geben Sie ihnen das Leben zurück", erklärt der Krankenpfleger aus Haifa/Israel Raymond Shehadeh.

Ismael Khatib entscheidet sich trotz aller Vorurteile für eine Organspende. Fünf Kinder werden so gerettet. Darunter der israelische Beduinen-Junge Mohammed, das israelische Drusen-Mädchen Sameh, welches mit dem Herz des getöteten Ahmed weiterlebt und Menuha, die Tochter einer jüdisch-orthodoxen Familie und anderer Israelis, die nicht gefilmt werden wollten. Ismael Khatib: "Mein menschliches Handeln hat die Israelis irritiert. Das ist etwas viel Grösseres als einen Soldaten zu töten. Glaubst du, es hat den Israelis gefallen, was ich getan habe? Ich glaube das nicht."

Ismael Khatib macht sich auf den Weg und besucht diese Kinder. Genau das macht diesem Film so einzigartig: die ungewöhnliche Begegnung zwischen Juden und Arabern, zwischen erklärten Feinden. Der Film erzählt, wie eine menschliche Geste zu einer Reise in das innere des Feindes - des fremden Anderen und die eigenen inneren Blockaden - führt.

Der Film ist authentisch, emotional aufgeladen und beeindruckend gut gemacht. Zwischen nachgestellten Szenen und Interviews mit den Betroffenen, bringt Vetter auch blitzartige Rückblicke auf palästinensische Terroranschläge, in Tel Aviv und im Park Hotel in Netanja im April 2002, sowie Szenen des darauffolgenden israelischen Einmarsches in palästinensische Städte. Zu Bildern der Verwüstung im Flüchtlingslager Jenin werden 59 tote Palästinenser erwähnt. Die dabei ebenso getöteten 23 israelischen Soldaten werden unterschlagen.

Am Ende des Films steht der schwerste Besuch. Ismael trifft das Mädchen, das mit der Niere seines Sohnes lebt. Der Palästinenser begegnet der jüdischen Familie. Es gibt nun für immer eine Verbindung zwischen ihnen, ob sie wollen oder nicht. Eine derart persönliche und emotionale Sicht auf den als ausweglos erscheinenden israelisch-palästinensischen Konflikt wie in diesem Film gab es so noch nicht zu sehen. Unerwähnt bleiben die vielen Fälle jüdischer Organspenden ermordeter Soldaten und Terroropfer an Palästinenser, "weil die nicht Teil meiner Geschichte waren", wie Vetter gesteht.

Bei der Uraufführung in Jerusalem bekam "Das Herz von Jenin" stehenden Applaus, bei der → Berlinale-Gala "Cinema for Peace" 2009 den Preis als bester Dokumentarfilm und gerade hat die Evangelische Filmjury die Dokumentation als Film des Monats Mai ausgezeichnet.
 
Der Junge im gestreiften Pyjama
USA, Grossbritannien 2008 - Kinostart BRD: 07.05.2009
Regie: Mark Herman - Drehbuch: Mark Herman - Buch: John Boyne

Der neunjährige Bruno lebt mit seinen Eltern und seiner zwölfjährigen Schwester Gretel in einem grossen Haus in Berlin. Er hat Freunde, seine Welt scheint in Ordnung. Bruno weiss nicht so genau, was sein Vater macht, das Betreten seines Arbeitszimmers ist dem Sohn strengstens untersagt, die beiden scheinen nicht viel miteinander zu reden. Eines Tages kommt Bruno nach Hause und muss feststellen, dass das Dienstmädchen Maria seine Sachen packt. Die Familie wird umziehen.

Bruno reagiert mit dem Trotz eines neunjährigen Jungen, vor allem, als er nach langer Zugreise im neuen Zuhause der Familie ankommt. Das ist nicht nur kleiner, es steht auch in einer verlassenen Gegend; keine Aussicht also darauf, neue Freunde zu finden. Schuld an dem Umzug ist der "Furor", der den Vater nach einem Abendessen im alten Zuhause an einen neuen Arbeitsplatz versetzt hat. Vom Fenster seines neuen Zimmers aus sieht Bruno in etwa 50 Metern Entfernung einen hohen Zaun und dahinter Jungen, Männer, Grossväter in gestreiften Pyjamas, die auf engstem Raum zusammenleben.

Erst nach Wochen, in denen Bruno sich damit abfinden muss, nicht so schnell nach Berlin zurückkehren zu können, beginnt er - mehr aus Langeweile denn aus Neugierde - zu erforschen, was es mit den Menschen in den gestreiften Pyjamas auf sich hat. Weit entfernt vom Haus trifft er Schmuel, einen Jungen, der auf der anderen Seite des Zauns lebt und am selben Tag geboren wurde wie Bruno.

Sie treffen sich fortan täglich, unterhalten sich durch den Zaun hindurch, Bruno bringt Schmuel Essen mit, sofern er es unterwegs nicht gedankenlos schon selbst aufgegessen hat. Schmuel erklärt Bruno, dass sie in Polen seien, dass auf seiner Seite des Zauns schreckliche Dinge geschehen. Bruno ist vor allem froh, einen Freund gefunden zu haben und versteht vieles nicht, was er von ihm hört.

Die Stärke von "Der Junge im gestreiften Pyjama" ist, dass der Film mehr Fragen aufwirft, als er beantwortet. Jede Figur hat mehrere Facetten, selbst der Vater ist nicht nur ein menschenverachtender Kommandant. Die Biografien sind nicht vorgezeichnet, so ist Brunos Grossmutter - die Mutter des Vaters - entschieden gegen das Regime, in dem ihr Sohn Karriere macht, und auch der unsympathische Grossleutnant Kotler hat einen Vater, der aus politischen Gründen emigriert ist.

Die Perspektive des neunjährigen Jungen erlaubt einen naiven, unverstellten Blick auf die grausamen Absurditäten, die sich ereignen. So behandelt ein jüdischer Arzt, der für die Familie als Kellner arbeiten muss, eine Wunde, die Bruno bei einem kleinen Unfall erlitten hat. Als die Mutter dazukommt, erklärt sie, ihrem Mann werde sie sagen, dass sie die Verletzung versorgt habe. Bruno empfindet es als grosse Ungerechtigkeit, dass die Mutter sich mit einem Verdienst schmückt, der jemand anderem zusteht.

Es geht wohl darum, sich nicht auf einen konkreten Ort in der Vergangenheit festzulegen, sondern darauf zu verweisen, dass Zäune auch heute noch existieren. Eben da liesse sich weiter diskutieren. Trauen wir uns heute, diese Zäune anzusehen? Stellen wir die richtigen Fragen? Trauen wir uns, auf Antworten zu bestehen? Oder haben wir uns bequem an diese Zäune gewöhnt und akzeptieren sie, wo wir doch auf der "richtigen" Seite leben?

Boy A
Grossbritannien 2007 - Kinostart Deutschland: 07.05.2009
Regie: John Crowley - Drehbuch: Mark O'Rowe - Buch: Jonathan Trigell

Eric (Andrew Garfield) hat 14 Jahre Zeitreise hinter sich und erwacht in einer Welt, die ihn überfordert. Mit 10 Jahren wurden er und sein Freund Phillip wegen Mordes verurteilt. Phillip starb im Gefängnis, Eric versucht nun, sich unter einer neuen Identität als Jack ein neues Leben aufzubauen. Eine Weile lang geht das auch gut. Sein Sozialarbeiter Terry (Peter Mullan) ist davon überzeugt, dass er sich geändert hat und kümmert sich väterlich um ihn. Terry (Peter Mullan) gibt ihm dafür den entschiedenen Rat, den Grund seines Gefängnisaufenthalts unbedingt für sich zu behalten. Bei seinem Job in einem Post-Unternehmen in Manchester freundet der schüchterne Jack sich mit zwei Kollegen an und verliebt sich in die Sekretärin Michelle (Katie Lyons).

In Boy A präsentiert der irische Regisseur John Crowley seinem Publikum eine moralisch fragwürdige Identifikationsfigur. Das gelingt ihm vor allem deshalb, weil er Jack nicht zum skrupellosen Mörder stilisiert, sondern ihn vor allem menschlich und verletzlich zeigt. In stimmungsvollen Bildern folgt John Crowley einem verurteilten Mörder bei seiner Resozialisierung.

Parallel zu Jacks Resozialisierungsgeschichte erzählt der Film in Rückblenden wie es zu dem Mord an dem Mädchen gekommen ist. Obwohl Crowley sich vor allem auf die Schwierigkeiten seines Protagonisten in seinem neuen Umfeld konzentriert und die Gründe und Ursachen für die Tat unberücksichtigt lässt, kommt er nicht ganz ohne schematische Erklärungsversuche aus. So wirken die Hänseleien älterer Jungen und die lieblose Erziehung Jacks, dadurch, dass sie die einzigen Anhaltspunkte sind, unweigerlich als mögliche Auslöser für den Mord.

Der Mord bleibt nur angedeutet und Jack scheint dabei geradezu passiv und von seinem ungleich aggressiver gezeichneten Freund zur Tat verleitet. Damit drückt sich der Film ein wenig vor einem zwiespältigen Verhältnis zwischen Publikum und Hauptfigur. Das Spannende an Boy A wäre gerade gewesen, sich mit einem Täter zu identifizieren. Der Film ist eine Adaption von Jonathan Trigells Roman, der wiederum vom Mord an James Bulger inspiriert wurde, den zwei Zehnjährige 1993 in England begangen, kurz vor seinem dritten Geburtstag. Einige Details wurden geändert, z.B. war der Mord im Film keine geplante Aktion, sondern eine Kurzschlusshandlung, und das Opfer ist hier ein etwa gleichaltriges Mädchen.

Doch es geht weniger um die Tat als vielmehr um die Folgen. Es geht um die Frage, ob und wie man mit einer derartigen Schuld leben kann. Ob eine solche Tat jemals vergeben werden kann und soll, sowohl von den Betroffenen als auch von der Öffentlichkeit. Ob eine gute Tat eine böse aufwiegen kann. Und auch um die Rolle der Boulevard-Presse, die ihr Geld damit verdient, solche Fälle weiter aufzubauschen, Jahre später wieder hervorzukramen und allen Beteiligten das Leben zur Hölle zu machen.

Illuminati Originaltitel: Angels & Demons
USA 2009 - Kinostart Deutschland: 13.05.2009
Regie: Ron Howard - Drehbuch: David Koepp, Akiva Goldsman - Buch: Dan Brown
 
Es ist soweit: Nach dem weltweiten Erfolg von "The Da Vinci Code - Sakrileg" kommt jetzt eine neue Verfilmung eines Bestsellers von Dan Brown in die Kinos: "Illuminati". Erneut übernimmt Oscar-Preisträger Tom Hanks die Hauptrolle als Harvard-Professor Robert Langdon.
 
Robert Langdon, der fünfundvierzigjährigen Harvard-Professor für Kunstgeschichte, der sich auf religiöse Symbole spezialisiert hat, entdeckt Beweise, dass die mächtigste Untergrundbewegung der Geschichte, ein uralter konspirativer Geheimbund, den man als "Die Illuminati" kennt, wiederauferstanden ist.

Die Illuminati gehen zurück auf eine Gruppe von Physikern, Mathematikern und Astronomen, die sich im 16. Jahrhundert gegen die Tyrannei der Kirche zu wehren begannen und ohne Rücksicht auf deren Lehre nach der Wahrheit suchten. Zu ihnen gehörte auch Galileo Galilei (1564 - 1642). Die römisch-katholische Kirche bekämpfte den Geheimbund und diffaminierte ihn als Satanskult.

Als 1686 vier Mitglieder entlarvt wurden, liess ihnen die Kirche bei lebendigem Leib ein Kreuz auf die Brust brennen, bevor man die Männer ermordete und die Leichen als Warnung in Rom auf die Strasse warf. Nach diesem Ereignis, das unter der Bezeichnung "La purga" in die Geschichte einging, zogen die Illuminaten sich noch stärker in den Untergang zurück.

Im 18. Jahrhundert unterwanderten sie die Freimaurer in Bayern und bildeten gewissermassen eine Geheimgesellschaft innerhalb einer Geheimorganisation. Ihr Ziel war inzwischen die Vernichtung der römisch-katholischen Kirche. Langdon ging bisher davon aus, dass es seit längerem keine Illuminaten mehr gibt. Doch nun wird er damit konfrontiert, dass die katholische Kirche, der zutiefst verhasste Erzfeind der Illuminaten, einer tödlichen, existenzvernichtenden Bedrohung ausgesetzt ist.

Nachdem Langdon herausgefunden hat, dass eine unaufhaltbare Illuminati-Zeitbombe tickt, die noch am gleichen Tag zu explodieren droht, fliegt er unverzüglich nach Rom. Seit drei Jahren versucht er vergeblich, Zugang zu den Geheimen Archiven des Vatikan zu bekommen; jetzt gelingt es ihm, vom Camerlengo eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen. In einem der klimatisierten Büchercontainer findet schönen und rätselhaften italienischen Wissenschaftlerin Vittoria Vetra (Ayelet Zurer), die ihm hilfreich zur Seite steht, einen Foliantenbehälter mit der ungebundenen Schrift Galileos: "Diagramma della Verità".

Gemeinsam machen sie sich auf zu einer atemlosen, actionreichen Hetzjagd quer durch die ewige Stadt, durch versiegelte Krypten, gefährliche Katakomben, verlassene Kathedralen - und sogar mitten hinein ins Herz des geheimsten und best bewachten Grabgewölbes der Welt. Langdon und Vetra folgen einer 400 Jahre alten Spur altertümlicher Symbole, auf der die einzige Hoffnung für das Überleben des Vatikans ruht.

Bei den Illuminaten handelt es sich nicht um reine Fiktion, sondern um einen am 1. Mai 1776 in Ingolstadt von Adam Weishaupt (1748 - 1830), einem Universitätsprofessor für Philosophie und Kanonisches Recht, gegründeten Geheimbund zur Verbreitung der Aufklärung, der den naiven Glauben ablehnte und den Absolutismus bekämpfte. Zu den Mitgliedern der ähnlich wie die Freimaurer organisierten Organisation gehörte u. a. Johann Wolfgang von Goethe.

Als Papst Pius VI. 1785 verkündete, die Zugehörigkeit zu den Illuminaten sei mit der Mitgliedschaft in der katholischen Kirche unvereinbar, geriet der Orden unter Druck und löste sich nach einem Verbot in Bayern auf, wurde jedoch 1896 neu gegründet. Seit dem 1925 erfolgten Zusammenschluss zum "Weltbund der Illuminaten" befindet sich der Sitz in Berlin. Die Pyramide auf dem Siegel der Illuminaten symbolisiert vermutlich die Hierarchie der Organisation, und das Auge darüber steht für die Wissenden an der Spitze.

Dan Brown wurde am 22. Februar 1964 in New Hampshire als Sohn des Mathematikprofessors Dick Brown und dessen Ehefrau Connie, einer Kirchenmusikerin, geboren. Er studierte einige Semester Kunstgeschichte in Sevilla und verdiente seinen Lebensunterhalt als Englischlehrer, bevor er ab 2000 mit "Deception Point" ("Meteor"), "Angels and Demons" ("Illuminati"), "The da Vinci Code" ("Sakrileg") und "Diabolus" ("Diabolus") Bestseller schrieb. Bei Dan Browns Ehefrau Blythe handelt es sich übrigens um eine Kunsthistorikerin.

Der US-Autor will im September eine Fortsetzung seines Bestsellers "Das Sakrileg" veröffentlichen. Nach Angaben der britischen Tageszeitung "The Daily Telegraph" soll der neue Thriller mit dem Titel "The Lost Symbol" ("Das verlorene Symbol") im September auf den englischsprachigen Markt kommen. Der neue Thriller handle von zwölf Stunden im Leben des Romanhelden Robert Langdon.

Langdons Leben bewege sich "ganz klar bedeutend schneller" als das seinige, wird Brown in der Zeitung zitiert. Der Chefredaktor des amerikanischen Knopf-Doubleday-Verlags, Sonny Mehta, nannte das Buch "eine der am sehnlichsten erwarteten Veröffentlichungen der jüngeren Vergangenheit". Das sei ein "grossartiger Tag für Leser und Buchhändler".

"Das Sakrileg" hatte sowohl Kirchenvertreter als auch Wissenschaftler und Kritiker verärgert. Das Buch beschreibt religiöse Geheimkulte und vertritt die These, Jesus habe mit Maria Magdalena ein Kind gezeugt.

Wir sind Papst!
Deutschland 2008 - Kinostart Deutschland: 14.05.2009
Regie: Mickel Rentsch - Buch: Mickel Rentsch
 
Marktl am Inn - ein Ort von 2700 Einwohnern am Rande Oberbayerns - ein einfacher, verschlafener, unbekannter Ort. Doch der 19. April 2005 verändert alles: Kardinal Joseph Ratzinger wird zum Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt. Seither ist Marktl bekannt als Geburtsort des Papstes. "Ich  habe  gerade  an  einem Spielfilmprojekt gearbeitet und mir schwer den Kopf darüber zerbrochen. Deshalb wollte ich mal  ein Wochenende in die Berge fahren, um den Kopf frei  zu kriegen" erzählt Mickel Rentsch, der an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) studiert hat, "aber dann kam die Papstwahl  und ich dachte mir - das ist  ein Wahnsinn,  was in dem Ort  passiert,  das schau  ich mir  mal  an.  Und als ich dann hinkam,  wusste ich:  Hier  musst  Du mit  der  Kamera sein. Und  dazu  gesagt:  Ich  bin  Protestant  und  kein  grosser  Kirchengänger  und  somit  auch  kein Papst­Fan."

"Wir sind Papst!" Mit dieser Schlagzeile brachte es die "Bild"-Zeitung im April 2005 auf den Punkt: Der frühere Münchner Erzbischof Joseph Kardinal Ratzinger war neues Oberhaupt der katholischen Kirche. Der Jubel war gross, vor allem in seiner Heimat Bayern. Besonders euphorisch waren die Menschen in Ratzingers Geburtsort Marktl am Inn. Das Dorf nahe dem Wallfahrtsort Altötting wurde ein Zentrum der Papstbegeisterung, die allerdings nicht nur fromme Blüten trieb: Neben Papstbier und Ratzinger-Bratwürsten fand sich in den Geschäften jede Menge Kitsch. Sogar von Bonbontüten, Biergläsern und Honigtöpfen grüsste Benedikt XVI..

Das bringt der Gemeinde Pilger, Touristen und volle Kirchen, aber auch viel Kommerz - wie z.B. Papstbier, Papsthonig, Vatikanbrot, Ratzinger Bratwurst. Vieles stösst auf Kritik und verschwindet auch wieder. Stetig passiert neues in dem einst verschlafenen Ort. Rentsch: "Die  Skurrilität  ist  sicherlich das,  was mich  zunächst  angezogen  hat.  Mir  persönlich  ist  das Thema 'Glaube' aber auch sehr wichtig. Ich bin zwar kein Katholik und stehe der Institution Kirche nicht sehr nahe. Aber ich hinterfrage die Dinge gern und bin gerne auf Sinnsuche. Natürlich  geht  es  auch  um  die  Frage:  Was  machen  die  Menschen  da?  Hat  das  was  mit  Christentum zu tun, oder nur etwas damit Geschäfte zu machen? Die Frage ist angesichts der Papst­Bratwurst wohl schnell beantwortet, oder?"

Eineinhalb Jahre hat Rentsch die Marktler mit der Kamera beobachtet. "Es hat mich fasziniert, was die Menschen da geschaffen haben", beschreibt der Münchner seine Eindrücke. "Es war eine wahnsinnige Aufbruchstimmung." Und so hat er aufgenommen, was die Einwohner in dieser Zeit bewegt hat - von der ersten Begeisterung nach der Konklave über die Feier des Jahrestages im April 2006 bis zum Höhepunkt, als Benedikt XVI. zu Besuch kommt. Feierstunden, Festgottesdienste und Prozessionen hat Rentsch begleitet, bei denen der ganze Ort mithilft - angetrieben vom Glauben, von der Tradition und einem starken Gemeinschaftsgefühl. Daneben macht die Dokumentation aber auch die Risse und Spannungen deutlich, die das Papstfieber hervorruft, nicht zuletzt wegen Ratzingers Geburtshaus, das die Besitzerin wegen des enormen Ansturms Neugieriger verkaufen wollte, und das inzwischen eine kirchliche Begegnungsstätte ist.

"Durch  den  Schwall  von  Kameras  damals  in  Marktl  waren  die  Menschen  das  ja  fast schon  gewöhnt.  Viele  wollten  sogar  ausgesprochen  gerne  etwas  in  dieses  Videogerät hinein sagen.  Das war  für  mich natürlich ganz praktisch.  Aber  es stimmt  schon auch:  Weil ich  so  unscheinbar  daherkam,  auch  ohne  Ankündigung,  haben  viele  gar  nicht  begriffen, dass  da  ein  Filmemacher  mit  Profikamera  vor  Ihnen  steht.  Und  bei  der  Premiere  sagte dann einer: 'Das war gut, deshalb sprachen wir so frei von der Leber weg.' Einer sagte: "Das ist der ehrlichste Film, den es über Marktl gibt. Andere Filme waren entweder zu verherrlichend, oder sie haben uns nur in die Pfanne gehauen."

Dieser Film zeigt ein bayerisches Dorf, das "ausflippt" und seine Menschen, die ihren Weg zwischen Glauben und Kommerz finden müssen - vom Zeitpunkt der Papstwahl ("I hob gwoant wia a kloaner Bua", erzählt etwa Sepp Westerkirchner von dem Moment, als in Rom die Wahl Ratzingers verkündet wurde. "Dass des passiert is, des is a Jahrtausendsache.") bis hin zum Papstbesuch im September 2006. "Das ist ein ganz ehrliches Porträt", versichert uns Rentsch.

17 Again
USA 2009 - Kinostart Deutschland: 14.05.2009
Regie: Burr Steers - Drehbuch: Jason Filardi

Die Abschlussklasse von 1989: Mike O'Donnell (Zac Efron) ist der unbestrittene Star des Basketballteams seiner High School. College-Scouts sind hinter ihm her, einer glänzenden Zukunft scheint nichts im Wege zu stehen. Doch dann beschliesst er unvermittelt, auf die grosse Karriere zu verzichten. Denn kurz vor dem alles entscheidenden Spiel erfährt Mike, dass seine Freundin Scarlet (Leslie Mann) schwanger ist. Für ihn kommt es jetzt darauf an, das Richtige zu tun - nämlich sich ohne Wenn und Aber seiner Freundin und dem gemeinsamen Baby zu widmen.

20 Jahre, zwei Kinder und ein Scheidungsverfahren später: Mikes (Matthew Perry) glorreiche Zeiten sind definitiv vorbei. Die Ehe mit Scarlet (Leslie Mann) ist zerbrochen. Im Job wird er bei einer Beförderungsrunde übergangen. Seine Teenagerkinder halten ihn für einen Versager. Und zu allem Überfluss ist er auch noch gezwungen, bei seinem besten High-School-Freund Ned (Thomas Lennon), der es vom Technik-Nerd zum Milliardär gebracht hat, zwischen Lichtschwertern, Raumschiff-Betten und sonstigen Comic-Memorabilien zu wohnen.

Doch Mike erhält eine zweite Chance, als er sich auf wundersame Weise in einen 17-Jährigen zurückverwandelt. Um endlich zu erfahren, wer er ist und was er wirklich will, beschliesst er, noch einmal die Schulbank zu drücken. Dort begegnet Mike nicht nur den eigenen Kids, sondern natürlich auch seiner zukünftigen Ex-Frau (Leslie Mann), die nun als seine, zugegeben immer noch sehr attraktive, Mutter durchgehen könnte. Dumm nur, dass er jetzt zwar wie 17 aussieht, aber nach wie vor wie ein Mittdreissiger denkt. Denn das gilt in der Klasse von 2009 als total uncool. Während Mike versucht, die schöne Zeit der Jugend noch einmal zu erleben, läuft er Gefahr, die besten Dinge, die ihm je passiert sind, zu verlieren ...

Der Unterhaltungswert des Subgenres Körpertausch/Zeitreise-Komödie erhöht sich um ein Vielfaches, wenn ein attraktiver Star in der Hauptrolle zu sehen ist - siehe Tom Hanks in "Big", Michael J. Fox in der "Zurück in die Zukunft"-Trilogie oder Jennifer Garner in "30 über Nacht". Auch Burr Steers, der bereits als Darsteller ("The Last Days of Disco"), Drehbuchautor ("Wie werde ich ihn los - in 10 Tagen?") und als Regisseur ("Igby") reüssierte, rückt seinen mindestens so sympathischen wie adretten Helden bei jeder sich bietenden Gelegenheit ins rechte Licht.

Dass das Ganze zuweilen auch richtig Spass macht, ist in erster Linie Thomas Lennon zu verdanken. Der Autor ("Nachts im Museum") und Schauspieler ("Herbie Fully Loaded") glänzt als Mikes verschrobener Multimillionärs-Kumpel Ned, der mit den absurdesten Mitteln und einer sturköpfigen Hartnäckigkeit versucht, die gegen alle Komplimente resistent scheinende Direktorin der High School, die sein Freund nun wieder besucht, rumzukriegen.

Ricky   
Frankreich 2009 - Kinostart Deutschland: 14.05.2009
Regie: François Ozon - Drehbuch: François Ozon
 
Wunder gibt es immer wieder: François Ozon hat mit "Ricky" einen verrückten Film um ein fliegendes Baby gedreht - und eigentlich ein Sozialdrama gemeint. Als Katie (Alexandra Lamy), eine ganz normale junge Frau, und Paco (Sergi Lopez), ein ganz normaler junger Mann, sich begegnen, passiert etwas Magisches und Wunderbares: sie verlieben sich leidenschaftlich ineinander.

Auch wenn Katies 7-jährige Tochter Lisa (Mélusine Mayance) dem Neuen gegenüber anfangs etwas misstrauisch ist, zieht er doch bald bei den beiden ein. Da ist aus der freudlosen Zweierbeziehung zwischen Mutter und Tochter plötzlich eine richtige Familie geworden, Vater-Mutter-Kind, und das ist schon ein Wunder für die schmale, blasse Frau.

Katies Glück scheint vollkommen, als ihre Liebe mit der Geburt eines knuddeligen, blauäugigen Jungen gekrönt wird. "Ricky, ist das eine Comic-Figur?", fragt Vater Paco seine Stieftochter Lisa, die sich diesen Namen für ihren kleinen Bruder wünscht, während beide im Krankenhaus darauf warten, dass das Baby geboren wird.

Der Zuschauer fragt sich schon nach der ersten Szene von François Ozons Tragikomödie mit Fantasy-Touch ebenfalls: Wer ist Ricky? Ricky ist ein aussergewöhnliches Baby, das eine Überraschung für die frisch gebackene Familie parat hat und alle vor neue Aufgaben stellt. Vater Paco hat das Kinderzimmer mit Himmel und Wolken ausgemalt. Die kleine Lisa begegnet ihrem Bruder abwechselnd mit Zuneigung und Eifersucht. Paco klagt, das Baby bekäme Katies ganze Aufmerksamkeit, und entfernt sich mehr und mehr von ihr. Eines Tages entdeckt die Mutter seltsame Prellungen an Rickys Schulter: dem Nachwuchs wachsen Flügel

Hier geht es keinesfalls um Engel, um ausserirdische Erscheinungen, um Wunder, im Gegenteil - Rickys Verwandlung wird mit aller anatomischen Deutlichkeit gezeigt, erst bilden sich rote Beulen, schmerzhaft und blutig, dann brechen dem Kleinen die Flügelchen durch, die roh und knochig wie Hähnchenflügel erscheinen, bis dann irgendwann Federn wachsen und die Fliegarme ihre Spannweite erreichen.

Die Mutter misst vorsichtshalber im Supermarkt am Tiefkühlhähnchen nach, wie sich das Körper gewicht zur Flügellänge verhalten muss. Und kann nach einem Sturzflug Rickys durch den Supermarkt doch nicht verhindern, dass ihr Sohn zum Medienereignis wird. Die vermeintliche Wundergeschichte - sie kommt in dem Film denkbar geerdet daher.

Katie betrachtet Rickys anatomische Veränderung nach erstem Befremden mit wissenschaftlichem Interesse und mit gesundem Pragmatismus: Sie baut ihm ein Flugkostüm, kauft Fahrradhelm und Vogel bücher und freut sich wie ein Kind an den ersten Höhenflügen des vergnügt kreischenden Babys. Ricky ist halt ein bisschen anders. Geliebt wird er trotzdem.

Ein fliegendes Baby, das bei den ersten Flugversuchen noch gegen die Scheibe knallt, bald fröhlich durch den Supermarkt saust und sich oben auf dem Kinderschrank sein Nest baut: Das klingt nach Fantasy, nach Komödie, nach Spass - ganz bestimmt nicht nach einem recht düsteren Familiendrama, das François Ozon, der Melodramatiker unter den französischen Regisseuren, mit "Ricky" gedreht hat. In der sozialdramatischen Phase des Films scheinen die Rollen zwischen Mutter und Tochter vertauscht.

Die zierliche 7-Jährige, der Mélusine Mayance eine für ihr Alter ungewöhnliche Seriösität verleiht, weckt ihre Mutter auf und macht ihr das Frühstück. Die Kleine wirkt ernst, ihre Mama zuweilen naiv. Die fast wissenschaftliche Akribie, mit der Ozon Rickys Abnormität zeigt, sowie der grosse Ernst, den Alexandra Lamy ihrer Rolle gibt, tragen die Geschichte über jeden Zweifel hinweg: Ricky bringt Katie und Lisa näher zusammen, da beide darin aufgehen, sich um das besondere Baby zu kümmern.

Rickys Säuglings-Dreikampf aus an der Flasche nuckeln, nach mehr Milch schreien und Windeln füllen zeichnet das Bild eines zwar süssen, aber zu keinem Zeitpunkt idealisierten Babys - eine ziemliche Seltenheit. Alexandra Lamys inspirierte Darstellung der Katie, die sich zwischen Berufsstress und Alltag aufreibt und durch Ricky plötzlich strahlend aufblüht, fesselt von der ersten bis zur letzten Minute, Sergi Lopez überzeugt als zunächst überforderter Vater und Mélusine Mayance liefert in ihrem Debüt eine beeindruckende Leistung ab.

Wäre die Welt mein
USA 2008 - Kinostart Deutschland: 14.05.2009
Regie: Tom Gustafson - Drehbuch: Tom Gustafson, Cory James Krueckeberg
 
William Shakespeares Klassiker "Ein Sommernachtstraum" ist 400 Jahre alt und noch immer eines der meist aufgeführten Theaterstücke weltweit. Auch Tom Gustafson liess sich für sein Regiedebüt von dem Stück inspirieren. Er folgt dem Highschool-Schüler Timothy (Tanner Cohen), der dem tristen Schulalltag durch Tagträume auszuweichen versucht, in denen der angehimmelte Jonathan (Nathaniel David Becker), Star der Rugby-Mannschaft, eine tragende Rolle spielt.

Einem John Keating aus Der Club der toten Dichter (Dead Poets Society, 1989) gleich, ermutigt ihn seine energische Englischlehrerin Ms. Tebbit (Wendy Robie) zum selbstbestimmten Handeln. Toms Leben als unpopulärer Eigenbrötler, der sich in hinreissenden und perfekt choreographierten Musical-Phantasien verliert, um der tristen Realität seiner engstirnigen Privatschule für Jungs zu entfliehen, ändert sich jedoch schlagartig, als er durch die Rolle des Puck im "Ein Sommernachtstraum" des Schultheaters an einen magischen Trank kommt: Beim Lernen des Textes findet er das Rezept des Liebestranks und bringt damit seine spiessige Heimatstadt völlig durcheinander.

Durch ihn verlieben sich alle sofort in den ersten, den sie zu Gesicht bekommen, was den extrem konservativen und auch leicht homophoben Kleinstadt Mief auf höchst unterhaltende und originelle Weise komplett durcheinander wirbelt. Aber was passiert, wenn die Wirkung wieder verfliegt? Die phantasievolle Handlung wird verstärkt durch einige an Pierre und Gilles erinnernde knallbunte Musicalsequenzen. Und wie schon bei Shakespeare, fehlt es nicht an wahnwitzigen Verwicklungen, grossartiger Situationskomik und vor allem ungeahnten Liebeserklärungen!

Regisseur Thomas Gustafson gibt mit dem Teen-Musical sein Spielfilmdebüt und greift das Thema seines Kurzfilms Fairies (2003) auf. Wäre die Welt mein (Were the World Mine) ist nicht die Adaption eines Theaterstücks von Shakespeare. Die Theateraufführung ist als Inszenierung in der Inszenierung markiert und wie die Musical-Einlagen in die filmische Narration eingebettet.

Ihm gelang eine kleine Sensation - eine Perle des neuen Queer Cinema, die sowohl Zuschauer als auch Kritiker begeisterte und auf vielen Top 10 Listen der besten Independent Filme in den USA landete. Die kraftvollen Bilder, die Musik, die exzellenten Darsteller und diese charmante Leichtigkeit machen "Wäre die Welt mein" zu einem kleinen Traum. Da wundert es kaum, dass der Film auf diversen Filmfestivals mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde.

Simons Geheimnis
Kanada 2008 - Kinostart Deutschland: 28.05.2009
Regie: Atom Egoyan - Drehbuch: Atom Egoyan
 
Die Welt nach dem 11. September ist angstvoll. Terroristen, Flugzeugentführungen und Bombendrohungen vermuten einige, wohl eher unbewusst als bewusst, mittlerweile hinter so manchem bärtigen Araber. Diese gesellschaftliche Tendenz hat auch nicht vor der multikulturellen kanadischen Gesellschaft halt gemacht, in der der junge Simon (Devon Bostick) bei seinem Onkel Tom (Scott Speedman) aufwächst. Irgendwie aber will er Antworten auf die Möglichkeit, dass sein Vater böse gewesen sein könnte, und er sucht sie im Internet. Und so geht es auch um die Rolle des Internets im Leben von Jugendlichen, um Vorurteile und die fliessende Grenze zwischen Phantasie und Realität.

Simon verbreitet an seiner Schule in Toronto und in Internet-Chatrooms eine unglaubliche Geschichte: Er sei der Sohn eines Terroristen, der vor Jahren ein israelisches Flugzeug sprengen wollte. Die Bombe dafür hatte er im Gepäck seiner nichtsahnenden Frau versteckt, die damals schwanger war - mit Simon. Um den Anschlag auszuführen, hätte er seine Frau und seinen ungeborenen Sohn geopfert.  diese Enthüllung gewinnt schon bald eine unkontrollierbare Eigendynamik. Der Junge wird mit Themen wie Intoleranz, Vorurteilen gegenüber fremden Religionen und Fragen nach Schuld und Vergebung konfrontiert.

Dass sich Simon in diese wahren Begebenheiten nur "hineingeschrieben" hat, wissen lediglich er und seine Französischlehrerin Sabine (Arsinée Khanjian), die ihre Familie am Kriegsschauplatz Beirut verlor. Für Sabine ist Simons Story ein Mittel, religiöse Intoleranz aufzudecken, für Simon, dessen Eltern vor langer Zeit bei einem Autounfall starben, ist es der Beginn einer Suche nach der wahren Geschichte seiner Familie. Der Grossvater mütterlicherseits erzählt Simon, der muslimische Vater habe den tödlichen Autounfall absichtlich verursacht. Simon hängt an seinem Grossvater, den er als Quelle der Wahrheit betrachtet. Sein Onkel, der seit dem Tod der Eltern bei ihm wohnt und ihn grosszieht, kann Simon nicht helfen: Der Abschleppunternehmer Tom sagt, er habe seinen Schwager zu wenig gekannt.

Atom Egoyan zeigt auf, wie Menschen mit diesen Vorurteilen umgehen und versucht einen Konsens, eine friedfertige, tolerante Wahrheit zu finden. Er stellt dabei Simons Geschichte in einen grösseren Zusammenhang und wirft die Frage auf, wie in einer völlig vernetzten Welt, in der ständig alle mit allen offen kommunizieren können, Intoleranz, religiöser Fanatismus und Fremdenhass dennoch dominieren? Weil Identitäten und Herkunft bewusst verschleiert werden; das Internet durch seine anonyme Distanz Vertrauen und Aufrichtigkeit zwischen den Menschen erschüttern kann? Atom Egoyans Suche nach Antworten darauf wird in SIMONS GEHEIMNIS zu einem eindringlichen Kommentar zur modernen Welt.

"Simons Geheimnis ist ein Film darüber, wie neue Technologien unsere Identitäten verändern, aber es ist auch eine Geschichte über das Heranwachsen", so der Regisseur. "Die Technologie, die im Film gezeigt wird, ist unserer aktuellen Gegenwart ein kleines Stück voraus. Ich habe aber keinen Zweifel daran, dass die Möglichkeit, simultan mit einer ganzen Community zu kommunizieren, schon wenn der Film herauskommt, existieren wird."

Der Film lief bei den Filmfestspielen von Cannes 2008 in der Sektion Wettbewerb und wurde ausserdem mit dem Preis der Ökumenischen Jury ausgezeichnet, die ihre Wahl so begründete: "Indem der Filmregisseur traditionelle und aktuelle Symbole und Objekte aufgreift, lädt er uns dazu ein, bestehende Klischees über den Anderen, über das unserer eigenen Kultur und Religion Fremde, neu zu bewerten." Darüber hinaus erhielt Atom Egoyan auf dem Hamburger Filmfest den renommierten Douglas-Sirk-Preis.

Silence
USA 2009 - Kinostart Deutschland: 2010
Regie: Martin Scorsese - Drehbuch: Martin Scorsese, Jay Cocks

Niemand geringeres als Martin Scorsese, einer der Chartbreaker des Hollywood-Kinos, der Adaptor mit Hollywood-Dollar, hat die Intention, einen Film über verfolgte Christen im Japan des 17. Jahrhunderts zu drehen. Der Film ist von der Filmwirtschaft für 2010 geplant, berichtet die zweitgrösste Zeitung Japans, "Asahi Shimbun".

Der Streifen soll auf einer 1966 geschriebenen Novelle namens "Chinmoku" (Stille / 沈黙 ) von Shusaku Endo basieren, die bereits 1971 von Masahiro Shinoda cineastisch aufgearbeitet und mit dem Mainichi Film Award, dem Torajiro Koiuta und dem Junjo hen bedacht wurde. Scorsese zeichnet sich hiermit wieder einmal als ein Nachahmungstäter aus, der seit Jahren lediglich damit beschäftigt ist, Filmstoffe aus dem amerikanischen Ausland zu adaptieren (wozu durchaus auch der 'Rolling Stones - Film' zu rechnen ist) - und er ist nicht der Einzige.

Die Hauptfiguren in "Silence" sind zwei portugiesische Missionare, die im 17. Jahrhundert nach Japan reisen. Im Jahr 1638 reist der junge Jesuit Sebastian Rodrigo nach Nagasaki, um als Priester geheime Missionsarbeit zu leisten - das Christentum war seit 1614 in Japan verboten. Folterungen, Kreuzigungen, unmenschliche Demütigungen lassen den Priester oft an seiner Aufgabe verzweifeln.

Die Geschichte verfolgt einen Lebensabschnitt  eines jungen Jesuitenpriesters aus Portugal in Nagasaki und von der extremen Verfolgung christlicher Konvertierter in Japan: Silence ist die fiktive Geschichte eines portugiesischen Jesuiten, der im 17. Jahrhundert nach Japan reist, um den Glaubensabfall seines ehemaligen Mentors zu ergründen. Im abgeschotteten Japan angekommen, findet er eine "geheime Gemeinde" vor, die stark unter der Verfolgung ihres christlichen Glaubens zu leiden hat.

Die Geschichte beschreibt die harte Verfolgung von Japanern, die zum christlichen Glauben konvertierten, zumeist verarmte Dorfbewohner, die sich in der Folge an geheimen Orten aufhielten. Die beiden Missionare sind entsetzt. Bei all dem Leid, das ihren Glaubensbrüdern zustösst, wundern sie sich, wo Gottes Hilfe bleibt. Schliesslich stellt sich die Frage, ob die Verfolgten ihren Glauben nach aussen hin ablegen dürfen, um den Qualen zu entgehen.

Wer dem Christentum nicht abschwört, wird mit Folter und grausamsten Hinrichtungsmethoden bestraft. Diese Ereignisse führen dem jungen Mann das Dilemma der Theodizee-Frage vor Augen, lassen ihn im Hader mit seinem Glauben zurück, um ihn eventuell wieder neu zu verstehen.

Scorsece nimmt sich endlich Zeit für sein Wunschprojekt. "Ich will so sehr, dass 'Silence' jetzt klappt. Ich versuche es schon seit zehn Jahren", erklärt Scorsese,  denn "eigentlich wollte ich das Buch von Shusaku Endo im Anschluss an 'Gangs of New York' verfilmen, doch dann kamen andere Filme dazwischen."

Das Christentum kam 1549 durch den spanischen Jesuiten Francis Xavier nach Japan. Die Religion wurde jahrzehntelang verboten, bis in die 1860er, als Japan aus der selbstgemachten Isolation herauskam. Rund 50'000 japanische Christen, so Schätzungen, sollen während der fast drei Jahrhunderte währenden Christenverfolgung in Japan ums Leben gekommen sein. Am schlimmsten waren die Gewaltakte zwischen 1603 und 1639, dem Zeitraum, in dem Shusaku Endos Roman handelt.

Die herrschende Schicht ging hart gegen den europäischen Einfluss vor. Ihre besondere Aufmerksamkeit gilt den Christen, die sie mit grausamen Mitteln vertreiben. Im Machtkampf der einheimischen Feudalherren (Shogun), die vom Einfluss der "fremden" Religion und der westlichen Handelsmächte eine Unterminierung ihrer Stellung befürchteten, kam es nach einem kurzen Aufblühen der japanischen Kirche zu ihrer fast vollständigen Auslöschung.

Auch heute noch machen die Christen nur einen Bruchteil der Nippon-Gesellschaft aus. Manche hochrangigen Japaner sind jedoch sich öffentlich bekennende Christen, unter anderem der Premierminister Taro Aso. Die Verfolgung dauerte bis 1873 an, bis der Druck der westlichen Nationen für die Anerkennung der Religionsfreiheit in Japan einen Wandel bewirkte.

Der künstlerische Direktor Dante Ferretti besuchte das Museum für Geschichte und Kultur in Nagasaki, um für den Film zu recherchieren. Das Christentum wurde 1549 von dem spanischen Jesuiten Francis Xavier nach Japan gebracht, war aber über Jahrhunderte verbannt, bis Japan sich in den 1860er Jahren aus der selbstauferlegten Isolation vom Rest der Welt löste.

Mehrmals griff Scorsese bereits religiöse Stoffe auf, denn sein religiöses Interesse hat biografische Wurzeln: 1950 zog die Familie Scorsese nach Little Italy in New York, wo Scorsese erstmals mit der Kirche in Berührung kam und beschloss, Priester zu werden. Nach dem Rauswurf aus der Jesuitenschule strebte er eine Ausbildung als Lehrer an, entschied sich an der New York University 1960 jedoch für die Filmkunst.

Anfang des Monats besuchte Dante Ferretti, ein Kunstdirektor, und Produzent E Bennett das Nagasaki Museum für Geschichte und Kultur, um über den Film nachzuforschen. Koichiro Nishijima, ein Sprecher des Museums, sagte, "Sie drehen einen Film, deshalb forschen sie jetzt in der japanischen christlichen Geschichte nach".

Besetzt werden sollen die Hauptrollen mit Daniel Day-Lewis ("There Will Be Blood", "Die Unerträgliche Leichtigkeit des Seins"), Benicio Del Toro ("21 Gramm", "Snatch", "Angst und Schrecken in Las Vegas") und Gael Garcia Bernal ("La Mala educación"). Die Dreharbeiten zum Film starten demnächst in Neuseeland. Es handelt sich um den ersten Film über dieses Thema aus Sicht eines Nichtjapaners, gibt die Filmfirma bekannt - basierend auf dem Script eines Japaners - ist sich lustig Aussag von Amiass.
 
Filmfestival 'Visions du Réel' in Nyon

Eine Jury mit Vertretern der katholischen und protestantischen Kirche verlieh ihren Spezialpreis des am 29. April beendeten Festivals dem Film "Mental/Seishin": Im Zentrum des in Japan gedrehten Films von Kazuhiro Soda stehen als psychisch krank diagnostizierte Menschen. Am internationalen Filmfestival "Visions du réel" in Nyon ist er von der interreligiösen Jury ausgezeichnet worden. Ihr Preis ist mit 5.000 Franken dotiert, für den die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) und die Konferenz der protestantischen Kirchen in der Romandie (CER) aufkommen. Das biografische Porträt erzählt die Geschichte einer jungen Frau während des Zweiten Weltkriegs und ihrer Leidenschaft für das Lesen.

Der Film gebe Einblick in die Innenwelt der Betroffenen und führe vor Augen, wie fliessend die Grenze zwischen gesund und krank sei. Damit vermittle der Film ein respektvolles Bild menschlicher Integrität, so die Begründung der Jury.

Eine lobende Erwähnung vergab die ökumenische Jury an den deutsch-schweizerischen Film "Die Frau mit den 5 Elefanten" von Vladimir Jendreyko. Das biografische Porträt der Übersetzerin Swetlana Geier erzählt die Geschichte einer jungen Frau während des Zweiten Weltkriegs, die trotz Schicksalsschlägen ihre Menschlichkeit bewahrt und die dank ihrer Leidenschaft fürs Lesen und für Sprachen den Gipfel der Kreativität erreichte. Der Film wurde zudem mit dem Preis der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft ausgezeichnet.

Der interreligiösen Jury gehörten dieses Jahr auf Vorschlag der internationalen kirchlichen Filmorganisation Interfilm und der internationalen katholischen Vereinigung für Kommunikation Signis Filmfachleute aus den christlichen Konfessionen, dem Judentum und dem Islam an. Für Signis war dies die Zürcher Religionswissenschaftlerin Marie-Therese Mäder, für Interfilm der schwedische Theologe Mikael Mogren. Präsidiert wurde die Jury von der Islam-Vertreterin Saïda Keller-Messahli. Der lettisch-israelische Doppelbürger Herz Frank, selber auch Dokumentarfilmer, vertrat die jüdische Seite in der Jury.

Den "Grand Prix" des Dokumentarfilmfestivals erhielt der kanadische Streifen "L’encerclement - La democratie dans les rets nu neoliberalisme" von Richard Brouillette. Er besteht aus einer Reihe von in Schwarzweiss gefilmten Gesprächen mit Wirtschaftsexperten. Der Publikumspreis der Stadt Nyon geht an die belgisch-marokkanische Produktion "Les Damnes de la Mer", der die Auswirkungen der Globalisierung auf marokkanische Fischer beleuchtet.

Prämiert wurden zudem die Filme "Petropolis", "Cash and Marry", "Babaji", "Familientreffen", "The Soldier’s Tale" und "El Olvido".
 
Jüdisches Filmfestival in Berlin

Mit der Deutschlandpremiere des britisch-US-amerikanischen Films "Der Junge im gestreiften Pyjama" des Regisseurs Mark Herman ist am Sonntagabend in Berlin das 15. Jewish Film Festival eröffnet worden. Bis zum 14. Mai werden im Kino Arsenal und im Delphi Filmpalast knapp zwei Dutzend Filme über jüdisches Leben in verschiedenen Ländern gezeigt. Danach wird das Festival vom 15. bis 17. Mai im Potsdamer Filmmuseum mit sechs Filmen fortgesetzt.

Auf dem Festival wird erstmals ein Preis für den besten deutschen Dokumentarfilm mit jüdischer Thematik verliehen. Die mit 2000 Euro dotierte Ehrung soll an den Regisseur Michael Verhoeven für seinen Film "Menschliches Versagen" (Deutschland 2008) vergeben werden. Weitere Auszeichnungen sind der ebenfalls mit 2000 Euro dotierte Gerhard-Klein-Publikumspreis sowie der Preis für den besten israelischen Film.

Nach Angaben der Organisatoren soll das Filmfestival in den kommenden Jahren zu einem gesamtdeutschen Festival weiter entwickelt werden. Dazu soll es künftig nach Berlin und Potsdam in sechs weiteren Städten gastieren.

XXIV. Black International Cinema

Das Black International Cinema ist ein 1986 ins Leben gerufenes jährliches interkulturelles und interdisziplinäres Film- und Videofestival. Am Donnerstag, dem 7. Mai um 16.30 Uhr, wird das XXIV. Black International Cinema Berlin 2009 in der Bibliothek des Rathauses Schöneberg eröffnet. Künstlerisch begleitet wird die Eröffnung von der Sängerin und Poetin MFA Kera und dem Musiker Mike Russell. Im Anschluss an die Eröffnung werden im Kinosaal die Filmvorführungen und Seminare präsentiert.

Unter dem Thema "A COMPLEXION CHANGE - International & Intercultural Diplomacy" stellt das XXIV. Black International Cinema Berlin eine Plattform zur Verfügung, auf der sich die Kraft des Kinos aus der afrikanischen Diaspora sowie von FilmemacherInnen, die sich interkulturellen Themen widmen, entfalten kann. Gezeigt werden Filme aus der afrikanischen Diaspora und solche, die sich mit verschiedenen interkulturellen Hintergründen und Perspektiven befassen - mit dem Ziel, Vorurteile abzubauen und das Verständnis zwischen Menschen verschiedener Kulturen zu fördern.

Präsentiert von Fountainhead® Tanz Theatre, unter der Leitung von Prof. Donald Muldrow Griffith und Prof. Gayle McKinney Griffith, wird die 24. Ausgabe der Veranstaltung, die in Kooperation mit der Integrationsbeauftragten von Tempelhof-Schöneberg, Frau Gabriele Gün Tank, stattfindet, erstmals im Kinosaal und in der Bibliothek des Rathauses Schöneberg ausgerichtet.

Bis zu 60 Beiträge stehen auf dem Programm, darunter Produktionen aus den Kapverden, Benin, Frankreich, den USA, Iran, Indien, Togo, Senegal, Belgien, Deutschland, Grossbritannien, Kolumbien, Spanien, Nicaragua, der Schweiz und Madagaskar. Dazu finden Filmgespräche, Diskussionen, Performances und Seminare statt.

Das Festival ist den Persönlichkeiten Bundeskanzler Willy Brandt, Reverend Dr. Martin Luther King Jr., Präsident John F. Kennedy und Präsident Barack Hussein Obama gewidmet, deren Ideen dem XXIV. Black International Cinema Berlin 2009 als Quelle der Information und Inspiration dienen.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.

 
 
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