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Freitag, 3. September 2010
Jugendkirche sagt ja zu freiem Sonntag PDF Drucken
Geschrieben von pierre roh   
Samstag, 17. März 2007
sonntag_wird_gefeiert.jpgSonntagsschutz ist für die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann ein gesellschaftliches, also sozialpolitisches Thema, bei dem sich die Kirchen rechtzeitig einmischen sollten. Die Bischöfin der größten evangelischen Landeskirche in Deutschland bekräftigte bei verschiedenen Anlässen, dass sie sich mit allen verfügbaren rechtsstaatlichen Möglichkeiten für den Schutz des Sonntags als arbeitsfreien Feiertag einsetzen werde. Es gehe dabei nicht in erster Linie um die sonntäglichen Gottesdienste, sondern um den Schutz der Familie und des Gemeinwohls. "Zur Not werden wir eine Klage durch alle rechtlichen Instanzen hindurch prüfen lassen."
 
Die Kirchen dürften nicht den Fehler vom Buß- und Bettag von 1995 wiederholen. Sie hätten sich damals zu lange auf die Verantwortung der Politiker verlassen, den Feiertag zu erhalten. "Wir müssen frühzeitig mit einer Kampagne für den Sonntagsschutz beginnen und an das Bewusstsein der Menschen appellieren." Schliesslich werde der in der Verfassung verankerte "Schutz des Sonn- und Feiertags in Frage gestellt", so Käßmann. Dies zerstöre den Gemeinsinn und die Familie.
 
"Den Sonntag zum Alltag zu machen, ist familienfeindlich", erklärte auch der Erzbischof von Berlin Georg Kardinal Sterzinsky, und "Politiker, die den Sonntag dem Kommerz opfern, zeigen: Es geht ihnen nicht wirklich um die Familie, auch wenn sie gern über deren Wert und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf reden."
 
kaessmann.jpgRechtsexperten der Evangelischen Kirche in Deutschland sind bereits dabei, die Erfolgschancen einer Verfassungsbeschwerde zu prüfen.
 
Dr. Margot Käßmann
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Kontakt:
Referentin der Landesbischöfin
Ute Neveling-Wienkamp
EMail : Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Telefon: 0511 - 563 583 14

Anschrift:
Kanzlei der Landesbischöfin
Haarstr. 6, 30169 Hannover
 
 NACHTRAG : 30.03.07 Übergabe von 365.000 Unterschriften der Aktion “Sonntags nie!“

 
Kritik an der Föderalismusreform übte KAB-Referent Hannes Kreller gegenüber dem amtierenden Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz, dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulf. „In Deutschland zerstört die Föderalismusreform einheitliche Regelungen für den arbeitsfreien Sonntag“, sagte Kreller in der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin bei der Übergabe von 365.000 Unterschriften der Aktion“ Sonntags nie!“.

UnterschriftenbergabeGemeinsam mit dem Bonifatiuswerk, das die Aktion ins Leben gerufen hatte, sammelte die KAB Unterschriften für den Erhalt des Sonntags. „Wir wünschen, dass die Politik dieses Votum aufgreift und bei ihren weiteren Entscheidungen berücksichtigt“, hatte der Generalsekretär des Paderborner Hilfswerkes, Prälat Clemens A. Kathke, bei der Übergabe an Christian Wulff betont. Er erinnerte daran, dass der arbeitsfreie Sonntag „eine Zeit zum Auftanken für Geist und Seele“ sei. „Der Tag des Herrn ist nicht der Tag des Hertie“, hatte Kreller in einem Statement der KAB erklärt und die Zunahme der verkaufsoffenen Sonntage als „Wettlauf der Besessenen“ bezeichnet.


 
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