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Freitag, 3. September 2010
Sozialgruppe der Jugendkirche unterstützt Ehrenamtliche PDF Drucken
Geschrieben von pierre roh   
Dienstag, 20. Januar 2009
Jugendkirche bei der Geschwisterbetreuung aktivWohin mit den kleinen Geschwistern, wenn das eigene Kind im Krankenhaus besucht wird? Mit Hilfe von "Bürgerbüro-Aktiv" der Stadt Ravensburg hat man in der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin des Krankenhauses St. Elisabeth eine Lösung gefunden, teilt die Oberschwabenklinik mit: Zweimal in der Woche wird eine kostenlose Geschwisterbetreuung angeboten. Dafür entstand durch die ehrenamtlichen Betreuerinnen Lore Kucher, Marion Maunz, Marianne Schober, Heidi Stetter, Rita Will und Elisabeth Wörz ein engagiertes Team, das zudem von der Sozialgruppe der Jugendkirche Joel mitunterstützt wird.


Zweimal in der Woche wird seit Oktober 2006 eine kostenlose Kinderbetreuung angeboten. Die Idee hatte Ursula Restle, als ihre Nichte ein Frühchen zur Welt brachte. Sie erkannte, dass es für Frauen sehr schwierig ist, sich gleichzeitig dem pflegebedürftigen Neugeborenen und ihren anderen Kindern zu widmen. So regte sie an, in Ravensburg Müttern die Möglichkeit zu bieten, ihre kranken Kinder in Ruhe im Krankenhaus besuchen zu können, ohne dass Geschwisterkinder zu kurz kommen.

Claudia Keller, Leiterin Pflege- und Prozessmanagement der Kinderklinik, war sofort von diesem Gedanken begeistert. Sie führte mit ihren Kolleginnen im vergangenen Sommer eine Umfrage bei Eltern von stationär liegenden Kindern durch. Eindeutig wurde der Bedarf erkannt und das Projekt konnte ins Rollen gebracht werden. In Christine Hansmann war die erste Mitstreiterin gefunden, und im Bürgerbüro-Aktiv stiess Ursula Restle nicht nur auf offene Ohren, sondern auch auf umgehende Unterstützung. Mit den ehrenamtlichen Betreuerinnen Lore Kucher, Marion Maunz, Marianne Schober, Heidi Stetter, Rita Will und Elisabeth Wörz entstand ein engagiertes Team, das auch von der Sozialgruppe der Jugendkirche Joel mitunterstützt wird.

Seit mehr als zwei Jahren findet nun jeden Dienstag und Donnerstag von 15:oo bis 17:oo Uhr im 3. Stock des Kinderkrankenhauses die Betreuung statt. Das Angebot, das zunächst unter dem Namen Geschwisterbetreuung lief, wurde bald auch von den kleinen Patienten selbst genutzt. Mitunter kommen auch Mütter mit in das Spielzimmer, um das gut sortierte Bastel-, Spiel und Leseangebot zu nutzen. "Darüber hinaus schätzen die Eltern es auch sehr, wenn wir uns um ihr Kind kümmern, während sie ein Gespräch mit dem Arzt führen", sagen die Betreuerinnen aus fast zweijähriger Erfahrung heraus.

Wie bereits erwähnt, beteiligt sich auch die Sozialgruppe der Jugendkirche Joel an der Betreuung. Vier junge Frauen und ein junger Mann bringen sich mittlerweile in das Projekt mit ein. Sie spielen, malen und basteln mit den Kindern oder lesen ihnen etwas vor. "Für die gesunden Kinder vergeht das Warten auf die Eltern schneller und für die kleinen Patienten stellt das gemeinsame Spielen eine willkommene Abwechslung während ihres Aufenthaltes dar", freut sich Claudia Keller über das neue Angebot der Kinderklinik.

"Mit dieser Kinderbetreuung haben die gesunden Kinder ihren Spass, die Eltern können sich besser ihrem kranken Kind widmen, und unseren Patienten bietet das gemeinsame Spielen eine willkommene Abwechslung während ihres Aufenthaltes", freut sich Claudia Keller über dieses Angebot der Kinderklinik. Insgesamt engagieren sich zehn Ehrenamtliche in der Kinderbetreuung.

Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche haben die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements unterstrichen. In einer zunehmend individualistisch geprägten Gesellschaft seien Christen besonders herausgefordert, sich mit anderen zu verbinden, sagte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Meyer, auf einer ökumenischen Fachtagung im Januar 2009. Dabei seien den Christen auch diejenigen willkommen, "die sich aus anderen Gründen als Christen für Mitmenschen einsetzen".

 
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