Das Friedenslicht ist kein magisches Zeichen, das den Frieden herbeizaubert. Es will vielmehr Jede und Jeden Einzelnen an seine und ihre Verantwortung für Gerechtigkeit und Frieden erinnern. Das Friedenslicht ist gerade in diesen unruhigen Zeiten nicht nur ein Licht, das aus Betlehem kommend in die ganze Welt verteilt wird, sondern auch ein Licht, das unsere Solidarität mit den Gepeinigten und Unterdrückten dieser Welt ausdrückt. 60 Jahre ist die Charta der Menschenrechte geworden - geändert hat sich einiges, vieles liegt noch im argen - daran möchte das Friedenslicht erinnern.
FriedenserklärungEin Kind entzündet traditionell im November in der Geburtsgrotte in Bethlehem ein Licht, das dann von den Pfadfinderinnen und Pfadfindern über eine Stafette nach Deutschland und in andere europäische Länder gebracht wird. Diese Aktion hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen und ist mittlerweile in vielen Kirchen zu einem festen Bestandteil der Advents- und Weihnachtsfeierlichkeiten geworden. Seit vielen Jahren hat sich diese Idee über die Pfadfinderverbände in vielen Ländern Europas und darüber hinaus etabliert.
Deshalb findet ganz berwusst in diesem Jahr wieder die Aktion "Friedenslicht aus Bethlehem" statt, gewinnt das Licht an Symbolkraft. Seit mehr als 15 Jahren bringen Pfadfinderinnen und Pfadfinder zu Weihnachten das Friedenslicht aus Bethlehem, entzündet in der Geburtsgrotte Jesu Christi, in die Dekanate unserer Diözese. Dieses Licht ist längst zu einem besonderen Symbol des Friedens in der Adventszeit geworden und wird zu Weihnachten in vielen Häusern und Kirchen brennen.
Die Initiatoren wollen alle ermutigen, mit diesem Licht selbst ein Friedenszeichen zu setzen und aus dem Glauben an Jesu Christi heraus zu den Menschen ihrer Gemeinden zu tragen. Das Licht ist eine Gabe, die zur Aufgabe wird. Reich beschenkt geben die Menschen das Licht weiter, um selber zu Botinnen und Boten des Friedens zu werden.
Ein symbolisches ZeichenAus dem Weltraum kann man es bestimmt nicht sehen: Das Friedenslicht aus Bethlehem und wie es sich in jedem Jahr im Advent mehr und mehr über den Erdball verbreitet. Diese Vorstellung ist es wohl, die das Licht seit einigen Jahren so attraktiv macht und es immer mehr Anhänger finden lässt. Die Vorstellung von einer dunklen Welt, die in einem Schneeballsystem immer heller wird.
Das ist die tiefe Symbolik: von der Dunkelheit ins Licht und dies verbindet sie mit der christlichen Weihnachtsbotschaft. Durch sie bekommt das Licht in der Dunkelheit die Bedeutung eines Friedenssymbols. Für Frieden und soziale Gerechtigkeit, für ein friedvolles Miteinander unter den Menschen und Völkern und ebensolches Zusammenleben mit der Mitschöpfung.
Ein besonderer Gast wird am Sonntag, 14. Dezember, in der katholischen Jugendkirche Kana in der Wiesbadener Kellerstrasse 35 in Empfang genommen: Hier kommt an diesem Tag das Friedenslicht aus Bethlehem an. Die Friedenslichtaktion steht in diesem Jahr unter dem Motto "Friedenserklärung". Gegen 18 Uhr findet in der Jugendkirche die zentrale Aussendungsfeier statt, in diesem Jahr erstmals mit Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst, der die Gelegenheit zudem zu einem ersten Treffen mit den Pfadfindern nutzt.
Bereits ab 15 Uhr versammeln sich Pfadfinder aus dem ganzen Bistum Limburg vor Kana, um gemeinsam auf das Licht zu warten. Rund um die Kirche wird ein kleines Zeltlager entstehen, in dem Tschai getrunken und Stockbrot gebacken, Feuer gemacht und gesungen wird.

Derweil holen Wölflinge, Jungpfadfinder, Pfadfinder und Rover der beiden Wiesbadener Stämme Bierstadt und Schierstein das Licht vom Bahnhof ab und bringen es in einer Art Staffellauf quer durch die Innenstadt zur Jugendkirche. Gegen 17 Uhr wird es dort ankommen. Dann wird zum gemeinsamen Wortgottesdienst geladen, in dem das Licht und die Gottesdienstteilnehmer als Friedensbotschafter ausgesandt werden.
In alle HimmelsrichtungenBereits einen Tag später macht sich das Licht vielerorts auf die Reise in alle Himmelsrichtungen. In Wiesbaden bringen es die Pfadfinder unter anderem am Montag, 15. Dezember, um 16 Uhr in das Hessische Sozialministerium. Am 17. Dezember steht um 16 Uhr der traditionelle Besuch in der Hessischen Staatskanzlei an, um das Friedenslicht dem Ministerpräsidenten Roland Koch zu überreichen. Der Wiesbadener Oberbürgermeister Helmut Müller erhält das Licht am 19. Dezember um 15 Uhr im Rathaus. Als ehemaliger Pfadfinder freut sich am 20. Dezember Altbischof Franz Kamphaus im Vincenzstift in Aulhausen auf das Licht, das ihm um 16.30 Uhr von den Pfadfindern überbracht wird.
Seit bald 20 Jahren bringen Pfadfinder zu Weihnachten das Friedenslicht aus Bethlehem in die Gemeinden. Vom Österreichischen Rundfunk in Bethlehem entzündet, wird es in Wien an die Pfadfinder weitergegeben. Zum dritten Advent wird das Licht mit dem Zug in rund 30 Städte in ganz Deutschland gebracht und in zentralen Aussendungsfeiern weitergereicht. Pfadfinder tragen es in die Familien, in Kirchengemeinden, Krankenhäuser und Schulen, in Verbände und öffentliche Einrichtungen, damit es an Weihnachten im Bistum Limburg in vielen Häusern als Mahnung zum Frieden leuchtet.
Diese Botschaft nimmt sich ebenfalls die Jugendkirche Basel zu Herzen und ist darum besorgt, dass das Friedenslicht ab 24. Dezember in der Jugendkirche bereit stehen wird. Dieser weltumspannende Weihnachtsbrauch soll Menschen aller Religionen, Hautfarben und sozialer Schichten verbinden. Das Jugendkirche-Team wird das Friedenslicht am 23. Dezember in Empfang nehmen und ab 24. Dezember am Heimatort der Jugendkirche Basel, der Pfarrei Don Bosco, bereitstellen. Dabei wird rund um das Friedenslicht der Kirchenraum im besinnlichen, gar mystischen Licht erscheinen, und das so gar einfach ausgesprochene Wort "Frieden" auf besondere Weise erfahrbar werden - vielleicht handelnd für Frieden und Gerechtigkeit einzutreten.
Auch rund 300 bis 400 Pfadfinder aus Niedersachsen werden am dritten Advent in Hannover zur Aussendefeier für das "Friedenslicht" aus Bethlehem erwartet. Es wird das Friedenslicht am Sonntagmorgen, den 14.12., mit dem Zug eintreffen. Die Aussendefeier beginnt um 16.15 Uhr in der Nazarethkirche. Mit einer historischen Strassenbahn wird das Licht am gleichen Abend mehrere Stunden lang an alle Gemeinden an der Linie verteilt.
Bis zum 6. Januar kann es von Interessierten beim evangelischen Stadtjugenddienst, bei der Wiedereintrittsstelle in der Innenstadt und an der katholischen Jugendkirche Tabor in der Südstadt abgeholt werden. Die Aussendefeier bildet den Angaben zufolge zugleich den Höhepunkt der Friedens- und Erinnerungsarbeit der christlichen Pfadfinder in Hannover und bis Weihnachten wird das Friedenslicht aus Bethlehem in Würzburg unter anderem in der Marienkapelle, in der evangelischen Sankt Johanniskirche und in der Jugendkirche des Kilianeums brennen.
Dieses Jahr lädt auch wieder das Team der Jugendkirche "Credimus" Sundern und die DPSG Christ-König alle interessierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene herzlich ein, am 14. Dezember 2008 um 19.00 Uhr in der St. Johannes Kirche in Sundern, das Friedenslicht in Empfang zu nehmen. Am Sonntag wird das Friedenslicht, das Zeichen für Frieden und Glaube, in der alljährlich stattfindenden Aussendungsfeier verteilt. Ein Licht des Friedens aus einem der Krisenherd der Welt. Die Bedeutung des Lichtes und des Friedens gewinnt in diesem Jahr zudem wieder an Symbolkraft. Das Licht soll an diesem Abend als Symbol des Friedens in die Gemeinden und so auch zu ihren Mitgliedern getragen werden.
Erneut möchten so die Christen mit dem Friedenslicht ein gemeinsames Zeichen setzen. Pfadfinder leisten aktive Friedensarbeit: Sie suchen den Dialog mit Menschen anderer Überzeugungen. Mit vielen Aktionen bekennen sie nicht nur ihren Glauben und ihre Überzeugung. Alle, die dieses Weihnachtsritual miterleben und mittragen möchten, sind herzlich dazu eingeladen, vom 24. Dezember bis zum 1. Januar das Friedenslicht in Empfang zu nehmen und weiter zu geben. Viele Menschen entzünden mit dem Friedenslicht die Kerzen des Christbaumes - ein schöner, wenn auch neuer Brauch, wie wir finden!
siehe auch:
→ Jugendkirche erhält Friedenslicht aus Bethlehem → JUGENDKIRCHE CROSSOVER VERTEILT DAS 'FRIEDENSLICHT'