4858 Gemeindemitglieder zählen zum Pastoralverbund Oberes Hönnetal. Laut der letzten Zählung der Gottesdienstbesucher hätten aber nur 798 Mitglieder die Messen mitgefeiert, berichtete Pfarrer Schulte. Auch würden die finanziellen Ressourcen in der Kirche immer geringer. Darum biete der Erneuerungsprozess enorme Chancen. "Wir müssen der Jugend Raum geben in der Kirche, damit sie der Kirche in ihrem Leben Raum gibt", formulierte Pastor Andreas Schulte das Anliegen der Jugendkirche. Nun seien auch all jene angesprochen, die bisher immer meinten, im Pastoralverbund werde zu wenig für die Jugendlichen geboten. Es sei gut, "wenn wir möglichst viele Gemeindemitglieder einbinden können", erklärte die Referentin der Gemeinde, Elke Luig.
So sei angestrebt, den Glauben neu ins Gespräch zu bringen, das Hauptaugenmerk auf die Menschen zu legen und die Kirche als missionarische Kirche mit Gottes Geist der Welt

mitzugestalten. Dazu zählen die Liturgie, die Glaubensverkündigung und die karitative Arbeit, die Zusammenarbeit mit den Schulen sowie eine Jugendkirche, die vorerst allerdings erst zur Fastenzeit 2009 temporär "getestet" werden soll. "Dies ist die intensivste Zeit im Kirchenjahr", erklärte der Pfarrer. Bis dahin werden die Mitglieder des Pastoralverbundes bei Jugendgruppen und Vereinen die Werbetrommel rühren, um möglichst viele Jugendliche und junge Erwachene für diese Idee zu begeistern. Der Pastoralverbund Oberes Hönnetal besteht aus den Pfarrgemeinden der Orte Garbeck, Langenholthausen, Blintrop, Küntrop, Affeln und Altenaffeln und gehört zum Dekanat Märkisches Sauerland.
Kirche selbst zu gestalten und in der Gemeinschaft anders und intensiv zu erleben, ist ein Ziel der Jugendkirche. Um die Planungen der ersten Jugendkirche im Pastoralverbund Oberes Hönnetal weiter zu konkretisieren, hatte Pfarrer Andreas Schulte zu einem weiteren Informationstreffen ins Garbecker Pfarrheim geladen. Gemeinsam mit den interessierten Jugendlichen und Erwachsenen sollten die "W-Fragen" (Wer? Was? Wann? Wie? und Wo?) erörtert werden. Es entwickelte sich eine angeregte Diskussion, in der vor allem der Veranstaltungsort schnell festgelegt wurde.
Während der JuKi-Aktion sollen die Jugendlichen die Möglichkeit bekommen, eine Kirche ganz nach ihren Wünschen zu gestalten und sie auch durch eigene Aktionen mit Leben zu erfüllen. Die St. Johannes-Kirche in Langenholthausen biete durch ihre grosszügige

Bauweise den adäquaten Raum, die Vorstellungen und Wünsche der Jugendlichen adäquat umzusetzen, waren sich die Beteiligten einig.
Er habe im Moment hohe Erwartungen an das Projekt und erwarte auch von denen, um die es gehe, sich einzubringen, betonte Andreas Schulte. Nur wenn sich eine gewisse Anzahl Jugendlicher beteilige, könne die Jugendkirche gelingen, hiess es zustimmend aus dem Kreis der Interessierten. Angesprochen seien alle, die sich zur Jugend stellen und die sich eingeladen fühlen sowie den Weg nach Langenholthausen nicht scheuen würden, sagte der Pfarrer, und betonte während des Vorbereitungstreffens noch einmal, dass die Jugendlichen dabei in eigener Regie handeln sollen.