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Freitag, 30. Juli 2010
Jugendkirche muss Sprache der Jugend finden PDF Drucken
Geschrieben von pierre roh   
Dienstag, 21. Oktober 2008
JUGENDKIRCHE "Ein fröhlicher Christ aus der rheinischen Humormetropole", nannte ihn seinerzeit die Katholische Nachrichten-Agentur. Nicht allein, weil Bischof Hofmann beispielsweise zu den Ehrenmützenträgern des Comitees Düsseldorfer Carneval gehört und zwei humorvolle Bändchen mit Anekdoten aus dem Kölner Dom und über die deutschen Bischöfe herausgegeben hat, mag er als einer der populären katholischen Geistlichen in Köln gelten. "Weihbischof Hofmann ist wie ein Freund zu uns", sagen Düsseldorfer Jugendliche bei einem Besuch des Kirchenmannes in der Pfarrei Franz Xaver. Das persönliche Zeugnis Hofmanns packt die Jugendlichen, wenn er an seine Berufswahl nach dem Abitur erinnert: "Damals stand ich vor einer schwierigen Entscheidung, denn ich hatte die Möglichkeit, an der Kunstakademie hier in Düsseldorf zu studieren. Aber ich habe mich dann doch für die Theologie entschieden und bin Priester geworden." Und jetzt präsentiert Bischof Dr. Friedhelm Hofmann Diskussionsergebnisse der deutschen Sprachgruppe bei der Synode in Rom.
 
Kunst und Kultur seien in der heutigen Gesellschaft wichtige Mittel zur Evangelisierung. Das müsse in die abschliessenden Dokumente der Weltbischofssynode im Vatikan einfliessen, sagte der Würzburger Bischof Dr. Friedhelm Hofmann am Freitag, 17. Oktober, gegenüber Radio Vatikan. Bis 26. Oktober nimmt der Bischof als Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz an der Weltbischofssynode in Rom teil und fungiert als Relator der deutschen Sprachgruppe.

Im Gespräch mit der aus Zeil am Main stammenden Redakteurin von Radio Vatikan, Birgit Pottler, sagte der Bischof weiter, die zeitgenössische Kultur habe hier eine "Brückenfunktion". Die Kirche müsse eine Sprache finden, dank derer vor allem junge Menschen verstehen können, "was wir glauben, und wofür wir sie interessieren wollen". Weiter äusserte sich Bischof Hofmann zu "niederschwelligen Angeboten”, zur ökumenischen Bibelarbeit, zum Vorschlag einer neuen Leseordnung für die Gottesdienste und zur ausstehenden Arbeit der Bischofssynode.

Als Relator des deutschen Sprachzirkels präsentierte Bischof Hofmann am Freitag, 17. Oktober, die ersten Diskussionsergebnisse dieser Kleingruppe in der Synodenaula, meldete Radio Vatikan. Besonders betonte er die Wertschätzung für das Judentum. Die katholische Kirche sollte die Zuordnung vom Alten zum Neuen Testament mehr beachten, das Christentum habe viel aus der jüdischen Tradition gelernt, sagte Bischof Hofmann.

Die heilige Edith Stein könne etwa eine Brückenfunktion zwischen Judentum und Christentum einnehmen. Weiter lag das Augenmerk - auch aufgrund einiger Teilnehmer aus ost- und aussereuropäischen Ländern in der deutschen Sprachgruppe - auf der Ökumene. Die Bibel sei "nicht nur Ausgangspunkt”, sondern wichtiger Ort der Begegnung. "Wir haben gesagt, die Bibel ist das Buch der Bücher, in dem die verschiedenen Konfessionen sich finden können”, betonte Bischof Hofmann.

Das Interview mit Bischof Hofmann kann im Internet angehört werden unter www.radio-vatikan.de.
 
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